Aktualisiert 21. Oktober 2026
Wo zahlende Kunden in der Schweiz zu finden sind
Kunden kommen nicht nur aus einer Quelle. Häufige Orte, an denen Sie zahlende Aufträge finden, sind Menschen in Ihrem unmittelbaren Umfeld, Arbeitskollegen, lokale Schulen oder Vereine, Online-Suche und Empfehlungen. Die klassische Reihenfolge ist: erst Freundeskreis und Nachbarschaft, dann Arbeitskollegen und lokale Firmen, danach zufällige Anfragen aus Online-Suchen oder sozialen Medien.
Onlineplattformen und lokale Marktplätze helfen, Sichtbarkeit über die eigene Nachbarschaft hinaus zu erreichen. Für einfache Arbeiten sind es oft Privatpersonen aus der näheren Umgebung, für etwas umfangreichere Jobs können regionale Betriebe, Landwirte oder kleine Fuhrparks relevante Kunden sein.
- - Nachbarn und Freundeskreis
- - Arbeitskollegen und lokale Firmen
- - Schulen, Vereine und lokale Organisationen
- - Online-Suche, Marktplätze und Inserate
- - Empfehlungen von zufriedenen Kundinnen und Kunden
Wie Sie einen ersten Preis festlegen und über Geld sprechen
Ein erster Preis sollte Ihre Kosten und die benötigte Zeit berücksichtigen. Beginnen Sie mit einfachen Angeboten für häufige Arbeiten und kommunizieren Sie klar, ob Material separat berechnet wird. Bei einem persönlichen Gespräch nennen Sie idealerweise einen Richtwert und erklären, dass der Endpreis von Aufwand und Teilen abhängt.
Seien Sie transparent: nennen Sie Stundensatz oder Pauschale, Materialkosten und mögliche Zusatzkosten. Wenn ein Kunde nach Verhandlungen fragt, bleiben Sie sachlich - erklären Sie den Aufwand und bieten Sie gegebenenfalls eine kleinere Zusatzleistung als Kompromiss an.
- - Nennen Sie Stundensatz oder Pauschale plus Materialkosten
- - Geben Sie bei Unsicherheit einen Richtwert, keine feste Zusage
- - Erklären Sie, wie Mehrarbeit abgerechnet wird
- - Dokumentieren Sie Vereinbarungen schriftlich per Angebot oder Nachricht
Wie die ersten zehn Kunden oft aussehen
Die ersten Kunden sind meist Menschen aus Ihrem bestehenden Netzwerk. Das können Nachbarinnen und Nachbarn mit Ölwechseln oder kleinen Reparaturen, Kolleginnen und Kollegen mit Problemdiagnosen oder lokale Selbstständige mit vereinzelten Wartungsaufträgen sein.
In dieser Phase sind viele Aufträge klein bis mittelgroß. Erwartungen sind unterschiedlich, aber die meisten Kundinnen und Kunden suchen schnelle, nachvollziehbare Arbeit und klare Kommunikation. Nutzen Sie diese ersten Aufträge, um Prozesse, Zeitbedarf und schriftliche Abläufe zu üben.
- - Nachbarn und Freunde mit kleinen Reparaturen
- - Arbeitskollegen mit Diagnose- oder Servicebedarf
- - Vereinzelte Aufträge von lokalen Betrieben
- - Wiederholte kleine Jobs, die Abläufe schärfen
Was Sie klären müssen, wenn Sie Geld annehmen
Als Selbstständige oder nebenberuflich Arbeitende müssen Sie steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Fragen klären. Wenden Sie sich an die zuständigen Stellen, wenn Sie unsicher sind: die kantonale Steuerverwaltung, die AHV-Ausgleichskasse und bei Bedarf das Handelsregister sind die richtigen Ansprechpartner.
Fragen, die Sie stellen sollten, sind zum Beispiel, ob und wie Sie sich als selbstständig anmelden müssen, welche Melde- und Abgabepflichten bestehen und ob Sie Mehrwertsteuerpflichtig werden könnten. Für klare Angaben zur Mehrwertsteuer und zu Meldegrenzen fragen Sie beim Bundesamt für Zoll und beim zuständigen Steueramt nach.
- - Kontaktieren Sie die kantonale Steuerverwaltung
- - Klären Sie AHV/IV-Beiträge bei der Ausgleichskasse
- - Prüfen Sie beim Handelsregister, ob eine Eintragung nötig ist
- - Erkundigen Sie sich beim Bundesamt für Zoll zu Mehrwertsteuerfragen
Was in den ersten Monaten oft schiefgeht
Typische Probleme sind zu optimistische Zeitplanung, unklare Preisangaben, fehlende Dokumentation und unvorbereitete Zahlungswege. Diese Fehler führen zu Missverständnissen mit Kunden und zu Zeitverlust. Technisch können Ersatzteilverzögerungen oder fehlende Werkzeuge Aufträge verlängern.
Vermeiden Sie diese Probleme, indem Sie realistische Zeitfenster angeben, Angebote schriftlich festhalten, Ersatzteile vorbestellen, Standardprozesse für Kommunikation und Rechnungen einrichten und eine einfache Art der Bezahlung anbieten.
- - Zeitaufwand wird unterschätzt
- - Unklare Absprachen zu Preis und Umfang
- - Ersatzteil- oder Werkzeugmangel
- - Fehlende Rechnungen und Dokumentation
Wie eine Websta-Profilseite hineinpasst
Eine Websta-Profilseite fungiert als zentrale Seite, die Sie potenziellen Kundinnen und Kunden schicken können. Sie zeigt Ihre Services, Fotos, Preise und bietet einen Kontakt- oder Buchungsweg. Das ist praktisch, wenn Sie Anfragen per Telefon, Messenger oder E-Mail erhalten und schnell Referenzen und Konditionen zeigen wollen.
Kartenzahlungen von Kundinnen und Kunden werden über Stripe auf Ihr eigenes Bankkonto ausgezahlt. Sie behalten die Preisgestaltung selbst. Die Seite kann sowohl für lokale Auffindbarkeit als auch für direkte Weitergabe in Ihrem Netzwerk genutzt werden.
- - Übersichtliche Darstellung von Leistungen und Preisen
- - Fotos und Beschreibungen als Referenz
- - Kontaktformular und Onlinebuchung möglich
- - Kartenzahlungen via Stripe werden auf Ihr Bankkonto ausgezahlt
Praktische Schritte zum Start
Beginnen Sie mit wenigen, klar beschriebenen Dienstleistungen. Sammeln Sie Feedback und bauen Sie Abläufe für Angebot, Bezahlung und Rechnung schrittweise aus. Testen Sie eine Profilseite, die Sie in Nachrichten oder Anzeigen verlinken. Notieren Sie sich jede Aufgabe, Stunde und Ausgabe von Anfang an, damit spätere Abrechnungen und Gespräche mit Behörden einfacher werden.
Bleiben Sie realistisch: Kundenaufbau und Routine brauchen Zeit. Nutzen Sie kleine Aufträge, um Prozesse zu verbessern, und fragen Sie bei Unklarheiten die genannten Behörden. Vermeiden Sie Versprechen zu Einkommen oder Kundenzahlen gegenüber Dritten.
- - Starten Sie mit klaren, wenigen Leistungen
- - Dokumentieren Sie Zeit, Teile und Kommunikation
- - Verwenden Sie eine Profilseite als visitenkarte
- - Fragen Sie Behörden bei Unklarheiten
Häufig gestellte Fragen
- Kann ich neben meinem Job als Automechaniker selbstständig arbeiten?
- Ja, viele arbeiten nebenbei. Klären Sie Ihre sozialversicherungs- und steuerlichen Pflichten bei der AHV-Ausgleichskasse und der kantonalen Steuerverwaltung und beachten Sie gegebenenfalls Regelungen Ihres Arbeitgebers.
- Wie bestimme ich meinen ersten Stundenlohn als Mechaniker?
- Berücksichtigen Sie Materialkosten, Werkzeugabschreibung und Ihre Zeit. Nennen Sie zu Beginn einen Richtwert und kommunizieren Sie, dass Teile separat berechnet werden. Schreiben Sie Angebote, damit beide Seiten Klarheit haben.
- Muss ich mich im Handelsregister eintragen lassen?
- Ob eine Eintragung nötig ist, hängt von Ihrer Tätigkeit und der Dauer sowie dem Umfang ab. Fragen Sie beim zuständigen Handelsregister und der kantonalen Steuerverwaltung nach, welche Voraussetzungen in Ihrem Fall gelten.
- Wie funktioniert die Bezahlung über Websta?
- Kartenzahlungen werden über Stripe verarbeitet und auf Ihr eigenes Bankkonto ausgezahlt. Sie legen die Preise fest und können die Profilseite als zentrale Informations- und Buchungsseite nutzen.
Zu den Zahlen
Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.
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