Aktualisiert 22. Oktober 2026
Woher Aufträge in Lugano kommen
Lugano hat Restaurants in grosser Zahl, aber private Feiern, Firmenapéros und Familienanlässe wollen oft etwas anderes als ein Lokal: ein Menü zu Hause, ein Buffet im Büro, Fingerfood für eine Vernissage. Dafür suchen Gastgeber jemanden, der nicht nur kocht, sondern auch liefert, aufbaut und aufräumt.
Die Landessprache ist Italienisch, und die Küche der Region hat ihre eigenen Vorlieben. Wer Tessiner und italienische Gerichte gut beherrscht, hat Zugang zu Kundschaft, die Vertrautes erwartet. Spezialisierungen wie vegetarisch, glutenfrei oder internationale Küche können eine Nische öffnen.
- Private Feiern wie Geburtstage, Taufen und Hochzeiten
- Firmenapéros, Teamessen und Meetings mit Verpflegung
- Vernissagen und kulturelle Anlässe mit kleinem Budget
- Wöchentliche Menüs oder Meal-Prep für Berufstätige
- Köche, die für einen Abend ein Essen bei den Gastgebern zubereiten
Den ersten Preis festlegen
Bei Catering rechnet man meist pro Person, abhängig vom Menü. Die Rechnung hat mehrere Teile: Zutaten, Zubereitungszeit, Einkauf, Transport, Service vor Ort, Geschirr und Aufräumen. Wer nur Zutaten und Kochzeit zählt, merkt später, dass Einkauf, Fahrt und Abwasch fast ebenso viel Zeit brauchen.
Nennen Sie klare Menüs mit Preis pro Person und einem Mindestbetrag. Bei Anlässen mit Alkohol oder Service trennen Sie diese Positionen. Eine Anzahlung bei der Bestellung schützt Sie vor Absagen, nachdem Sie Ware gekauft haben. Schreiben Sie auf, bis wann die endgültige Personenzahl gemeldet werden muss.
Wie die ersten zehn Kundinnen und Kunden aussehen
Die ersten Aufträge kommen von Menschen, die Ihr Essen schon kennen: Freunde, Kolleginnen, Nachbarn. Es sind kleine Anlässe mit überschaubarer Personenzahl. Das ist ideal, um Mengen zu kalkulieren, die richtigen Behälter zu finden und zu merken, wie lange Aufbau und Abwasch dauern.
Machen Sie Fotos von Gerichten und Aufbau, mit Erlaubnis der Gäste. Essen ist visuell, und Bilder verkaufen mehr als Beschreibungen. Fragen Sie nach der Zufriedenheit und danach, ob Sie weiterempfohlen werden dürfen. Bei Anlässen sitzen viele mögliche Neukunden am Tisch. Legen Sie eine kleine Auswahl an Menüs fest, die Sie sicher und effizient zubereiten können, statt jedes Mal eine neue Karte zu erfinden. Das senkt den Einkaufsaufwand, macht die Kalkulation verlässlicher und lässt Sie schneller arbeiten, wenn mehrere Aufträge in einer Woche anfallen.
Was bei selbständiger Arbeit in der Schweiz zu klären ist
Wer auf eigene Rechnung kocht und verkauft, meldet sich in der Regel bei der Ausgleichskasse als Selbständigerwerbender an. Einkünfte gehören in die Steuererklärung; die kantonale Steuerverwaltung im Tessin gibt Auskunft. Zu Mehrwertsteuer und Handelsregister: Das hängt vom Umsatz ab und wird von der Eidgenössischen Steuerverwaltung und vom Handelsregisteramt beantwortet.
Lebensmittel sind streng geregelt. Wer Speisen für andere zubereitet und verkauft, unterliegt dem Lebensmittelrecht und muss dem zuständigen kantonalen Amt, in der Regel dem Kantonschemiker oder der Lebensmittelkontrolle, gemeldet sein. Dort erfahren Sie, welche Räume geeignet sind, ob eine private Küche genügt und welche Selbstkontrolle verlangt wird. Allergene müssen deklariert werden können. Für den Ausschank von Alkohol und für Gastgewerbe im engeren Sinn gelten kantonale Bewilligungen.
Eine Betriebshaftpflichtversicherung ist sehr zu empfehlen, denn Lebensmittelunverträglichkeiten können ernste Folgen haben. Neben einer Anstellung prüfen Sie den Arbeitsvertrag auf Nebenbeschäftigungsregeln.
Was in den ersten Monaten schiefgeht
Ein klassischer Fehler ist die Mengenschätzung. Zu wenig Essen ist peinlich, zu viel verdirbt den Gewinn. Fragen Sie nach Alter, Appetit und Anlass, und planen Sie vorsichtig. Ein weiterer Fehler ist die Kühlkette: Transport und Lagerung warmer und kalter Speisen verlangen Planung.
Dazu kommt, dass der Aufwand für Einkauf und Logistik unterschätzt wird. Und schliesslich die Allergene: Wer nicht weiss, was in seinen Gerichten steckt, kann Gäste gefährden. Schreiben Sie Zutaten auf und fragen Sie vorher nach Allergien.
- Falsche Mengenschätzung
- Kühlkette beim Transport nicht geplant
- Allergene nicht erfasst
- Einkauf und Logistik nicht im Preis
Wie ein Websta-Profil dazu passt
Ein Websta-Profil sieht aus wie eine kleine Website mit Leistungen, Preisen, Fotos, Kontaktformular und Online-Buchung. Sie können Menüs mit Preis pro Person zeigen, Fotos Ihrer Gerichte einstellen und Anfragen direkt aufnehmen. Den Link schicken Sie jedem, der fragt, und er wird zudem über die Suche nach Leistung und Ort gefunden.
Auf dem Marktplatz stellen Menschen Aufgaben ein, auf die Anbieter Offerten machen. Ihre Preise bestimmen Sie selbst. Kartenzahlungen laufen über Stripe auf Ihr eigenes Bankkonto, was für Anzahlungen praktisch ist. Die Kategorie liegt unter /marketplace/food.
Häufig gestellte Fragen
- Darf ich zu Hause für andere kochen und verkaufen?
- Das ist durch das Lebensmittelrecht geregelt. Melden Sie sich bei der kantonalen Lebensmittelkontrolle und fragen Sie, welche Anforderungen für Ihre Küche gelten.
- Wie kalkuliere ich ein Catering?
- Pro Person, mit Zutaten, Zeit, Einkauf, Transport und Aufräumen. Nennen Sie einen Mindestbetrag und verlangen Sie eine Anzahlung.
- Brauche ich eine Bewilligung für Alkohol?
- Für Ausschank gelten kantonale Regeln. Fragen Sie bei der Stadt Lugano und dem Kanton nach.
- Wie finde ich Kundschaft für Catering?
- Über Gäste früherer Anlässe, Empfehlungen und ein Profil mit Menüs und Fotos.
Zu den Zahlen
Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.
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