Als Babysitterin oder Tagesmutter in Zürich Geld verdienen

Familien in Zürich suchen verlässliche Betreuung, für den Abend, für einzelne Nachmittage oder regelmässig während der Woche. Wer mit Kindern gut umgehen kann, hat deshalb eine Möglichkeit, neben einer Ausbildung, einer Anstellung oder als Haupttätigkeit Geld zu verdienen. Gleichzeitig ist Kinderbetreuung ein Bereich mit grosser Verantwortung und mit Regeln, die vom Umfang der Betreuung abhängen. Dieser Text beschreibt nüchtern, woher Familien kommen, wie du einen ersten Preis findest, was in der Schweiz zu klären ist und wie ein Websta-Profil helfen kann. Einkommen oder Anfragezahlen werden nicht versprochen.

Aktualisiert 22. Oktober 2026

Woher Familien in Zürich kommen

Betreuung wird fast ausschliesslich über Vertrauen vergeben. Eltern fragen andere Eltern, Nachbarn, Kita-Gruppen und Freunde, und sie suchen jemanden in der Nähe, der im Notfall schnell da ist. Quartiere wie Oerlikon, Altstetten, Wiedikon, Wipkingen oder Höngg sind dicht bewohnt, und viele Familien sind auf Betreuung neben der Arbeit angewiesen.

Dazu kommen Online-Suche und Empfehlungen aus dem Umfeld von Schulen und Spielgruppen. Eltern wollen vor allem wissen, wer du bist, welche Erfahrung du hast und wann du verfügbar bist. Ein persönliches Kennenlernen vor dem ersten Einsatz ist üblich und sinnvoll.

  • Eltern aus Nachbarschaft, Kita und Schule
  • Familien mit Abend- oder Wochenendbedarf
  • Eltern, die regelmässige Betreuung am Nachmittag brauchen
  • Empfehlungen anderer Eltern
  • Online-Suche nach Betreuung plus Quartier

Den ersten Preis festlegen

Bei Betreuung wird meist pro Stunde abgerechnet. Überlege, was dein Einsatz umfasst: nur Aufpassen, auch Kochen, Hausaufgaben, Abholen. Je mehr Aufgaben, desto höher der Preis. Rechne Weg und Wartezeiten mit, besonders bei kurzen Einsätzen. Für Nachtstunden oder Zusatzkinder kannst du einen anderen Satz festlegen.

Sprich über Geld früh, am besten beim Kennenlernen, und lege fest, wie Absagen und Verspätungen geregelt sind. Viele Eltern schätzen Klarheit. Notiere deine Einsätze, damit Abrechnung und Zahlung einfach sind.

Wie die ersten zehn Familien aussehen

Die ersten Einsätze kommen aus dem Bekanntenkreis: eine Nachbarin, die Cousine, Eltern aus der Wohnung gegenüber. Nutze das Kennenlernen, um Regeln zu klären: Essen, Bildschirmzeit, Schlafenszeit, wie Eltern im Notfall erreichbar sind. Bitte um Rückmeldung und frage nach einer Empfehlung für andere Familien.

Rechne damit, dass nicht jede Familie zu dir passt, und umgekehrt. Es ist in Ordnung, einen Einsatz abzulehnen, wenn du dich unwohl fühlst. Vertrauen muss auf beiden Seiten wachsen.

Was du als Selbständige in der Schweiz klären musst

Hier ist Vorsicht nötig. Ob gelegentliches Babysitten als Anstellung bei der Familie oder als selbständige Tätigkeit gilt, hängt von den Umständen ab, und die Ausgleichskasse gibt dazu Auskunft; im Kanton Zürich ist das die Sozialversicherungsanstalt. Bei regelmässiger Betreuung im Haushalt der Familie gelten oft Regeln für Haushaltsangestellte. Kläre das, bevor du regelmässig arbeitest.

Wer fremde Kinder regelmässig in der eigenen Wohnung betreut, etwa als Tagesmutter, braucht in der Regel eine Bewilligung oder Anerkennung. Zuständig sind im Kanton Zürich die Gemeinde beziehungsweise die Stelle für Kinder- und Jugendhilfe; frage dort nach, was für dein Vorhaben gilt. Hilfreich sind ausserdem ein Erste-Hilfe-Kurs für Kinder und eine Haftpflichtversicherung. Steuern laufen über das Steueramt.

Was in den ersten Monaten schiefgeht

Häufig sind unklare Absprachen: Wie lange dauert der Einsatz, was gehört dazu, wer bezahlt die Fahrt nach Hause am späten Abend? Schreibe Zeiten und Preise kurz auf, auch per Nachricht.

Ein zweiter Punkt ist die Verantwortung bei Unfällen oder Krankheiten. Lass dir vor dem ersten Einsatz Notfallnummern, Allergien und Medikamente geben und frage, was die Eltern im Notfall wünschen. Drittens unterschätzen manche die Müdigkeit: Wer nach der Arbeit oder der Schule noch Abendeinsätze übernimmt, muss die eigene Belastung im Blick behalten.

Wie ein Websta-Profil dazu passt

Auf Websta erhältst du eine Profilseite, die wie eine kleine Website funktioniert: mit deinen Betreuungsangeboten und Preisen, einem Foto von dir, einem Kontaktformular und Online-Buchung für ein Kennenlernen. Eltern können den Link weiterschicken, und Interessierte sehen vorab, wer du bist und was du anbietest.

Menschen in der Nähe finden über den Marktplatz Anbieter nach Leistung und Ort oder stellen eine Aufgabe ein, auf die du ein Angebot machen kannst. Kartenzahlungen laufen über Stripe und werden auf dein eigenes Bankkonto ausgezahlt; die Preise legst du selbst fest. Das ersetzt das persönliche Vertrauen nicht, macht aber den ersten Kontakt einfacher.

Mit Zeit rechnen

Hilfreich ist ein kleines Kennenlern-Ritual: ein Treffen mit Eltern und Kind, ein Blatt mit Notfallnummern, Allergien und Regeln des Hauses und eine kurze Rückmeldung nach dem ersten Einsatz. So wissen alle, was sie erwarten können, und du stehst nicht allein mit Fragen da, die nur die Eltern beantworten können. Wer zuverlässig ist und Absprachen einhält, wird schneller weiterempfohlen, als er selbst Werbung machen könnte.

Eine Stammfamilie zu gewinnen braucht Zeit, weil Vertrauen langsam entsteht. Viele starten mit wenigen Einsätzen neben Schule, Studium oder Arbeit und merken dann, wie viel Betreuung sie leisten möchten. Wie schnell daraus ein Einkommen wird, lässt sich nicht vorhersagen.

Häufig gestellte Fragen

Darf ich als Babysitterin in Zürich Geld verdienen?
Ja, aber ob die Tätigkeit als Anstellung oder Selbständigkeit gilt, hängt von den Umständen ab. Frage bei der Ausgleichskasse nach.
Brauche ich eine Bewilligung als Tagesmutter?
Wer fremde Kinder regelmässig betreut, braucht in der Regel eine Bewilligung. Frage bei der Gemeinde oder der Stelle für Kinder- und Jugendhilfe nach.
Wie viel kann ich pro Stunde verlangen?
Das hängt von Aufgaben, Zeit und Aufwand ab. Lege einen Stundensatz fest, der Weg und Verantwortung berücksichtigt, und sprich ihn früh an.
Welche Kurse oder Nachweise sind hilfreich?
Ein Erste-Hilfe-Kurs für Kinder und eine Haftpflichtversicherung sind sinnvoll. Referenzen aus dem Umfeld schaffen zusätzlich Vertrauen.

Zu den Zahlen

Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.

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