Aktualisiert 22. Oktober 2026
Was Sie anbieten und wo Grenzen liegen
Beratung ist ein breiter Begriff. Damit Kunden verstehen, wofür sie zahlen, sollten Sie eng beschreiben, was Sie anbieten: ein Problem, das Sie lösen, für wen und mit welchem Ergebnis. Allgemeine Aussagen wie Ich berate Unternehmen helfen niemandem. Eine klare Aussage wie Ich helfe kleinen Betrieben, ihre Abläufe im Büro zu ordnen ist leichter zu empfehlen.
Es gibt Grenzen. Rechtsberatung und Steuerberatung sind in Deutschland gesetzlich geregelt und nicht jedem erlaubt. Auch bei Gesundheit, Finanzanlagen und Versicherungen gelten eigene Vorschriften. Bleiben Sie bei Ihrem Fachgebiet, und fragen Sie bei Unsicherheit die Handelskammer Hamburg oder die jeweils zuständige Stelle.
Woher zahlende Kunden in Hamburg kommen
Hamburg ist ein großer Wirtschaftsstandort mit Handel, Logistik, Medien, Industrie und vielen kleinen Betrieben. Beratungsaufträge entstehen aber selten durch Zufall.
- Ihr bisheriges berufliches Netzwerk: frühere Kollegen, Vorgesetzte und Kunden, die Ihre Arbeit kennen.
- Kleine und mittlere Unternehmen, die ein bestimmtes Problem lösen wollen, aber keine eigene Fachstelle haben.
- Gründer und Selbstständige, die kurz und konkret Rat für ihr Vorhaben suchen.
- Empfehlungen von anderen Beratern, Steuerberatern und Dienstleistern, die Anfragen weitergeben.
- Online-Suche nach Leistung und Stadtteil und Aufgaben, die Auftraggeber auf einem Marktplatz einstellen.
Ein Honorar nennen
Beratung wird nach Stunden, nach Tagen oder als Projekt abgerechnet. Ein Stundensatz ist leicht zu verstehen, bestraft aber Effizienz. Ein Projektpreis verlangt, dass Sie den Aufwand gut einschätzen können. Eine konkrete Zahl nenne ich nicht, weil sie von Ihrer Erfahrung, Ihrem Gebiet und den Kunden abhängt.
Rechnen Sie ehrlich, was Sie brauchen. Nicht jede Stunde ist abrechenbar: Akquise, Vorbereitung, Angebote und Verwaltung kosten Zeit. Ein häufiger Fehler ist, sich wie ein Angestellter zu bezahlen und die Zeiten ohne Auftrag zu vergessen. Sprechen Sie das Honorar im Erstgespräch aus, bevor Sie Arbeit leisten, und halten Sie Umfang und Ergebnis schriftlich fest.
Wie die ersten zehn Kunden aussehen
Die ersten Aufträge kommen meist aus dem Umfeld: ein früherer Arbeitgeber, ein Bekannter mit eigener Firma oder jemand, der Ihre Arbeit empfohlen bekommen hat. Die Projekte sind eher klein, ein Workshop, eine Analyse oder ein paar Gespräche. Das ist gut, weil Sie damit Ergebnisse vorweisen können.
Bitten Sie nach dem Auftrag um eine kurze Rückmeldung, die Sie verwenden dürfen, und fragen Sie, wem Sie noch weiterhelfen könnten. Ohne Referenzen ist Beratung schwer verkäuflich, denn Kunden kaufen Vertrauen, bevor sie ein Ergebnis sehen.
Geld annehmen als Selbstständiger in Deutschland
Beratung kann je nach Tätigkeit als Gewerbe oder als freiberufliche Tätigkeit eingeordnet werden. Wie Ihre Tätigkeit eingeordnet wird, entscheidet das Finanzamt, fragen Sie dort oder bei einer Steuerberatung. Danach folgt der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Ob die Kleinunternehmerregelung für Sie passt, klären Finanzamt oder Steuerberatung. Rechnungen brauchen Pflichtangaben, Einnahmen gehören in die Steuererklärung.
Besonders wichtig ist die Frage der Scheinselbstständigkeit: Wer überwiegend für einen einzigen Auftraggeber arbeitet und dort wie ein Angestellter eingebunden ist, kann sozialversicherungsrechtlich anders eingestuft werden. Im Zweifel können Sie bei der Deutschen Rentenversicherung ein Statusfeststellungsverfahren beantragen. Arbeiten Sie nebenbei, prüfen Sie außerdem den Arbeitsvertrag. Eine Vermögensschadenhaftpflicht kann sinnvoll sein, wenn Ihre Empfehlungen Kunden Geld kosten können.
Was in den ersten Monaten schiefgeht
Häufig ist das Angebot zu unscharf. Wer allen alles anbietet, wird von niemandem gefunden. Ebenso häufig ist die Akquise zu kurz: Während ein Projekt läuft, wird kein neues angebahnt, und danach folgt eine Lücke. Planen Sie feste Zeit für Gespräche und Kontaktpflege ein, auch wenn Sie gut ausgelastet sind.
Ein weiteres Risiko sind ungenaue Absprachen. Wenn nicht klar ist, was am Ende geliefert wird, wächst der Auftrag, ohne dass das Honorar mitwächst. Beschreiben Sie Ziel, Umfang und Ende des Projekts.
Wie ein Websta-Profil dazu passt
Mit Websta bekommen Sie eine Profilseite, die wie eine kleine Website aussieht: mit Leistungen, Preisen, Fotos, Kontaktformular und Online-Buchung. Den Link können Sie jedem schicken, der wissen will, was Sie anbieten, und das Profil kann über die Suche gefunden werden. Kunden zahlen per Karte, das Geld wird über Stripe auf Ihr eigenes Bankkonto ausgezahlt, und die Preise legen Sie selbst fest.
Dazu gibt es einen Marktplatz, auf dem Menschen in der Nähe nach Leistung und Ort suchen oder eine Aufgabe einstellen, auf die Anbieter Angebote abgeben. Für Beratung finden Sie ihn unter /marketplace/consulting. Das Profil garantiert keine Anfragen, es erlaubt Ihnen aber, ein Erstgespräch buchbar zu machen und Ihr Angebot knapp zu erklären.
Häufig gestellte Fragen
- Brauche ich für Beratung ein Gewerbe?
- Das hängt von der Tätigkeit ab. Ob Gewerbe oder freiberufliche Tätigkeit vorliegt, entscheidet das Finanzamt. Fragen Sie dort oder bei einer Steuerberatung nach.
- Was ist Scheinselbstständigkeit?
- Gemeint ist, dass jemand formal selbstständig ist, tatsächlich aber wie ein Angestellter für einen Auftraggeber arbeitet. Im Zweifel kann bei der Deutschen Rentenversicherung ein Statusfeststellungsverfahren beantragt werden.
- Stundensatz oder Projektpreis?
- Beides ist üblich. Wählen Sie, was Ihr Aufwand und Ihr Kunde zulassen, und halten Sie Umfang und Ergebnis schriftlich fest.
- Wie finde ich die ersten Auftraggeber?
- Meist über das berufliche Netzwerk, Empfehlungen und die Online-Suche. Ein klar formuliertes Angebot erleichtert das Weiterempfehlen.
Zu den Zahlen
Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.
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