Aktualisiert 22. Oktober 2026
Woher zahlende Kunden in Schaan kommen
Schaan ist ein Wirtschaftsstandort mit vielen Industrie- und Dienstleistungsbetrieben, dazu kommen zahlreiche kleine Firmen, Treuhandbüros und Einzelunternehmer. Für Berater heisst das: Der erste Kreis ist fast immer persönlich. Ehemalige Arbeitgeber, Kollegen, Geschäftspartner und Bekannte aus Vereinen wissen, was du kannst, und sie kennen jemanden, der gerade ein Problem hat.
Daneben gibt es einen zweiten Kreis, der oft unterschätzt wird: kleine Betriebe, die keine Beratungsabteilung haben. Ein Handwerksbetrieb, der seine Offerten ordnen will, eine Arztpraxis, die ihre Abläufe überarbeiten möchte, ein Verein, der ein Konzept für Mitglieder braucht. Solche Auftraggeber suchen selten über grosse Beratungsfirmen, sondern fragen herum oder googeln konkret nach einer Leistung in ihrer Nähe.
- Persönliches Umfeld und frühere Arbeitskontakte
- Kleine Betriebe und Praxen in Schaan und den Nachbargemeinden
- Vereine, Gemeinden und Organisationen mit einem klar umrissenen Projekt
- Online-Suche nach einer konkreten Leistung plus Ortsname
- Weiterempfehlung nach einem ersten abgeschlossenen Auftrag
Den ersten Preis festlegen und über Geld sprechen
In einem kleinen Markt wie Schaan sprechen sich Preise herum. Das ist kein Nachteil, solange du deinen Preis erklären kannst. Beginne mit der Frage, was das Ergebnis für den Kunden wert ist und wie viel Zeit du realistisch dafür brauchst, inklusive Vorbereitung, Gesprächen und Nacharbeit. Ein Stundensatz ist ein Anfang, ein Pauschalpreis für ein klar umrissenes Ergebnis ist oft verständlicher.
Ein häufiger Fehler ist, sich zu Beginn weit unter Wert zu verkaufen, weil man sich unsicher fühlt. Später ist es schwer, den Preis anzuheben, ohne bestehende Kunden zu verärgern. Besser ist ein fairer Preis mit einem klaren Umfang: Was ist enthalten, was kostet eine Zusatzstunde, wann wird bezahlt. Sprich über Geld früh im Gespräch, nicht erst nach der Arbeit.
Wie die ersten zehn Kunden meist aussehen
Die ersten Aufträge sind selten gross und selten planbar. Meist sind es Bekannte oder Bekannte von Bekannten, die ein überschaubares Problem haben: eine Analyse, ein Workshop, eine Überprüfung von Unterlagen, eine Zweitmeinung. Einige davon werden einmalig bleiben, andere kommen nach Monaten wieder.
Rechne damit, dass ein Teil der ersten Anfragen nie zu einem Auftrag wird. Viele Interessenten wollen erst einmal sehen, wie du arbeitest. Ein kurzes, kostenpflichtiges Erstprojekt ist für beide Seiten ein ehrlicher Weg, das zu prüfen. Nach jedem Auftrag lohnt sich die Frage, ob du als Referenz genannt werden darfst.
Was du als Selbständiger in Liechtenstein klären musst
Wer in Liechtenstein selbständig erwerbstätig sein will, sollte vorab bei den zuständigen Stellen nachfragen und sich nicht auf Hörensagen verlassen. Sinnvolle Anlaufstellen sind das Amt für Volkswirtschaft, das für Gewerbebewilligungen zuständig ist, die AHV-IV-FAK-Anstalten für die Sozialversicherungen und die Steuerverwaltung des Fürstentums für die Steuerfragen. Ob für deine Art der Beratung eine Bewilligung nötig ist, hängt vom Thema ab; Finanz- und Rechtsberatung unterliegen eigenen Regeln.
Kläre ausserdem, ob du dich im Handelsregister eintragen musst, wann Mehrwertsteuerpflicht entsteht und ob eine Berufshaftpflichtversicherung für deine Tätigkeit sinnvoll ist. Wer die Selbständigkeit neben einer Anstellung aufbaut, sollte zusätzlich in den Arbeitsvertrag schauen: Nebenerwerb und Konkurrenzverbote sind dort oft geregelt.
Was in den ersten Monaten typischerweise schiefgeht
Der häufigste Grund für Frust ist ein zu breites Angebot. Wer sagt, er berate zu allem, wird für nichts angefragt. Wähle ein Thema, das du wirklich beherrschst, und benenne es so, dass ein Geschäftsführer es in einem Satz versteht.
Ein zweiter Stolperstein ist die Buchhaltung. Rechnungen werden zu spät geschrieben, Belege gehen verloren, Steuern werden nicht zurückgelegt. Lege vom ersten Auftrag an einen Teil jeder Zahlung beiseite und führe die Belege ordentlich. Drittens fehlt oft die Zeit für Akquise, sobald ein Auftrag läuft, und danach entsteht eine Lücke. Plane wöchentlich ein festes Zeitfenster für Gespräche und Nachfassen ein.
Wie ein Websta-Profil in diesen Alltag passt
Auf Websta bekommst du eine Profilseite, die wie eine kleine Website funktioniert: mit deinen Leistungen, Preisen, Fotos, einem Kontaktformular und der Möglichkeit, Termine online zu buchen. Du kannst den Link in eine E-Mail, auf eine Visitenkarte oder in eine Nachricht setzen, und wer dich empfohlen bekommt, sieht sofort, was du anbietest und was es kostet.
Zusätzlich können Menschen in der Nähe über den Marktplatz nach Leistungen suchen oder eine Aufgabe einstellen, auf die Anbieter Angebote machen. Zahlungen per Karte laufen über Stripe und werden auf dein eigenes Bankkonto ausgezahlt; die Preise legst du selbst fest. Das ersetzt kein Netzwerk, aber es gibt deinem Namen einen festen Ort im Netz, den du nicht jedes Mal neu erklären musst.
Realistisch bleiben
Beratung aufzubauen braucht Zeit, und niemand kann vorab sagen, wie schnell Aufträge kommen. Hilfreich ist, die Selbständigkeit zunächst als Nebentätigkeit zu testen, ein Thema zu schärfen und aus den ersten Aufträgen zu lernen. Wenn der Rückhalt aus Empfehlungen wächst, kannst du entscheiden, ob und wann ein volles Einkommen daraus werden soll.
Häufig gestellte Fragen
- Kann ich als Berater in Schaan nebenberuflich anfangen?
- Grundsätzlich ja, aber prüfe vorher deinen Arbeitsvertrag auf Nebenerwerbs- und Konkurrenzklauseln und frage bei den zuständigen Stellen nach, was für eine selbständige Tätigkeit in Liechtenstein gilt.
- Welche Behörden sind für die Selbständigkeit in Liechtenstein wichtig?
- Üblich sind das Amt für Volkswirtschaft für Gewerbebewilligungen, die AHV-IV-FAK-Anstalten für die Sozialversicherungen und die Steuerverwaltung. Prüfe dort den aktuellen Stand für deine Tätigkeit.
- Wie finde ich meinen ersten Preis als Berater?
- Rechne den realen Zeitaufwand durch, überlege, was das Ergebnis für den Kunden bedeutet, und lege einen klaren Umfang fest. Ein Pauschalpreis für ein umrissenes Ergebnis ist für Kunden oft einfacher zu verstehen als ein reiner Stundensatz.
- Brauche ich eine eigene Website, um Kunden zu finden?
- Nicht zwingend. Eine einfache Profilseite mit Leistungen, Preisen und Kontaktmöglichkeit genügt oft, um Empfehlungen zu stützen. Ein Websta-Profil ist eine Möglichkeit dafür.
Zu den Zahlen
Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.
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