Als Friseur in Innsbruck Geld verdienen: Kunden, Preise, Regeln

Friseurarbeit ist ein Handwerk, bei dem Vertrauen alles ist: Kunden wechseln ungern, wenn sie jemanden gefunden haben, der ihr Haar versteht. Das macht den Einstieg in Innsbruck schwerer, aber nicht unmöglich. Dieser Text beschreibt, woher Kunden realistisch kommen, wie man den ersten Preis festlegt, was in Österreich für die selbständige Ausübung zu klären ist und was in den ersten Monaten häufig schiefgeht. Eine Zusage zu Einkommen oder Kundenzahl gibt es nicht, und der Aufbau dauert meist länger als geplant.

Aktualisiert 22. Oktober 2026

Was Sie in Österreich als Friseur dürfen

Das Friseurhandwerk ist in Österreich ein geregeltes Gewerbe. Wer selbständig Haare schneiden und färben will, braucht in der Regel einen Befähigungsnachweis, in der Praxis meist eine abgeschlossene Ausbildung und gegebenenfalls eine Prüfung. Auch für Hausbesuche und mobile Friseurarbeit gelten Regeln.

Fragen Sie vor dem Start bei der Wirtschaftskammer Tirol nach, welche Berechtigung Sie brauchen, und ob Ihre bisherige Ausbildung anerkannt wird. Das gilt auch, wenn Sie nur nebenbei arbeiten wollen.

Woher Kunden in Innsbruck kommen

Die meisten Friseurkunden kommen über Empfehlungen und aus der Nachbarschaft. In Stadtteilen wie Pradl, Wilten, Saggen, Hötting oder Amras ziehen viele Menschen den Friseur in der Nähe vor, weil der Weg kurz ist. Dazu kommen Kollegen, Eltern aus Kindergarten und Schule und Menschen aus dem Sportverein.

Studierende der Universität Innsbruck und des MCI sind eine weitere Gruppe, sie suchen oft einen unkomplizierten Termin. Über die Online-Suche und Social Media finden Kunden Sie, wenn Ihre Arbeit auf Fotos sichtbar ist, etwa Schnitt, Farbe, Hochsteckfrisuren für Feste. Auch Anfragen für Hochzeiten und Bälle sind möglich.

Den ersten Preis festlegen

Rechnen Sie nicht nur mit der Zeit am Stuhl. Dazu gehören Vorbereitung, Reinigung, Produkte, Wäsche, Miete für den Platz und ausgefallene Termine. Daraus ergibt sich Ihr Mindestpreis pro Leistung.

In Innsbruck sehen Kunden die Preise vieler Salons. Nennen Sie Ihre Preise offen, getrennt nach Damen, Herren und Kindern, Schnitt, Farbe und Styling, und schreiben Sie dazu, wie lange eine Behandlung dauert. Ein Einführungspreis kann sinnvoll sein, sollte aber ein klares Ende haben, damit Sie später nicht gegen Ihre eigenen Preise arbeiten.

Wie die ersten zehn Kunden aussehen

Die ersten Kunden sind fast immer Bekannte oder deren Bekannte. Manche möchten einen Preisnachlass, andere probieren Sie aus und kommen erst später wieder. Rechnen Sie mit Lücken im Kalender und mit Kunden, die nach dem ersten Besuch nicht wiederkommen.

Das Ziel der ersten Wochen ist, dass Zufriedene wiederkommen und Sie weiterempfehlen. Fragen Sie nach einem Foto des Ergebnisses, mit Erlaubnis, und bieten Sie an, den nächsten Termin gleich zu vereinbaren.

Anmeldung, Steuer und Versicherung

Hier die Stellen, bei denen Sie sich melden sollten, ohne Zahlen, weil sich Sätze und Grenzen ändern können:

  • Wirtschaftskammer Tirol: Gewerbeberechtigung, Befähigungsnachweis und Mitgliedschaft.
  • Sozialversicherung der Selbständigen (SVS): Pflichtversicherung, auch neben einer Anstellung.
  • Finanzamt: Anmeldung, Einkommensteuer, Umsatzsteuer und Kleinunternehmerregelung.
  • Haftpflichtversicherung: Bei Färbungen und Chemikalien lohnt sich eine Beratung zur Absicherung.
  • Arbeitgeber: Prüfen Sie, ob Ihr Dienstvertrag eine Nebentätigkeit erlaubt.

Was am Anfang oft schiefgeht

Zu niedrige Preise sind der Klassiker. Wer anfangs deutlich unter dem Üblichen arbeitet, zieht preisbewusste Kunden an und kann später nur schwer erhöhen. Ein zweiter Punkt sind Allergien und Unverträglichkeiten: Fragen Sie vor Färbungen nach und dokumentieren Sie Absprachen.

Häufig fehlen außerdem Rücklagen für Steuer und Sozialversicherung, und es wird zu wenig Zeit für Werbung eingeplant. Besprechen Sie die Rücklage mit der SVS oder einem Steuerberater, und halten Sie Fotos Ihrer besten Arbeiten bereit.

Wie ein Websta-Profil hilft

Ein Profil auf Websta sieht aus wie eine kleine Webseite: Leistungen mit Preisen, Fotos Ihrer Arbeit, Kontaktformular und Online-Buchung. Den Link können Sie in Nachrichten, auf Visitenkarten und in Social-Media-Profilen angeben. Zusätzlich finden Menschen in der Nähe Anbieter nach Leistung und Ort und können eine Aufgabe einstellen, auf die Anbieter Angebote machen.

Kartenzahlungen werden über Stripe auf Ihr eigenes Bankkonto ausgezahlt, die Preise legen Sie fest. Mit Online-Buchung müssen Sie Termine nicht einzeln per Nachricht klären. Die Rubrik finden Sie unter /marketplace/hair.

Realistische Erwartungen für die ersten Monate

Ein Stamm an Friseurkunden entsteht langsam, weil Menschen ihren Friseur nicht leichtfertig wechseln. In den ersten Monaten sind Lücken im Kalender normal. Nutzen Sie diese Zeit für Fotos Ihrer Arbeit, für Gespräche mit möglichen Kunden und dafür, Ihre Abläufe zu verbessern, etwa Termine, Wartezeiten und Beratung.

Wenn Sie nebenbei arbeiten, überlegen Sie, wie viele Stunden Sie wirklich frei haben. Ein fester Rhythmus, zum Beispiel zwei Abende und ein Samstag, ist leichter zu halten als ein Kalender, der immer offen ist. Kunden merken sich verlässliche Zeiten. Prüfen Sie nach einigen Monaten, welche Leistungen gefragt sind und welche kaum, und passen Sie Ihr Angebot und Ihre Preise an.

Häufig gestellte Fragen

Darf ich in Innsbruck ohne Meisterprüfung Haare schneiden?
Für das selbständige Friseurgewerbe wird in Österreich in der Regel ein Befähigungsnachweis verlangt. Die Wirtschaftskammer Tirol sagt Ihnen, was in Ihrem Fall gilt.
Wie finde ich als Friseur meine ersten Kunden?
Über Bekannte, Empfehlungen, die Nachbarschaft und Fotos Ihrer Arbeit. Wie lange es dauert, einen Stamm aufzubauen, ist unterschiedlich.
Kann ich Hausbesuche anbieten?
Mobile Friseurarbeit ist möglich, es gelten aber Regeln. Fragen Sie bei der Wirtschaftskammer Tirol nach.
Wie viel soll ich für einen Haarschnitt verlangen?
Rechnen Sie Ihre gesamte Zeit und Kosten pro Leistung und vergleichen Sie mit Salons in Ihrem Stadtteil. Eine feste Zahl gibt es nicht.

Zu den Zahlen

Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.

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