Als Rechtsanwalt in Schaan Mandate gewinnen und Geld verdienen

Recht ist ein stark reglementierter Beruf, und in Liechtenstein gilt das besonders: Wer Mandanten vertreten oder rechtlich beraten will, muss zuerst klären, welche Zulassung dafür nötig ist. Dieser Artikel richtet sich an Personen mit juristischer Ausbildung, die in Schaan Beratung anbieten wollen. Er beschreibt, woher Mandate kommen, wie man über Honorare spricht, welche Stellen zuständig sind und was am Anfang häufig schiefgeht. Rechtliche Einzelfragen beantwortet er nicht, und Zusagen zu Einkommen oder Mandatszahlen gibt es nicht.

Aktualisiert 22. Oktober 2026

Zuerst: Was dürfen Sie anbieten?

In Liechtenstein ist die Vertretung vor Gericht und die berufsmässige Rechtsberatung geregelt. Wer sich Rechtsanwalt nennen oder Mandanten vor Gericht vertreten will, braucht dafür eine Zulassung. Zuständig sind die Standesorganisation der Rechtsanwälte und die entsprechenden Landesstellen. Erkundigen Sie sich dort, bevor Sie Dienste anbieten oder eine Bezeichnung verwenden.

Andere Tätigkeiten, etwa Vertragsvorlagen, Mediation oder Beratung in einem Fachgebiet, können anders geregelt sein. Prüfen Sie genau, wie Sie Ihr Angebot nennen und beschreiben dürfen. Ein unzulässiger Titel oder ein irreführendes Angebot ist ein Risiko, das Sie nicht eingehen sollten.

Woher Mandate in Schaan kommen

Mandate kommen aus Privatleben und Betrieb: Mietstreit, Erbfragen, Arbeitsrecht, Verkehrsunfälle, Verträge, Gesellschaftsgründung. Kleine Betriebe brauchen Beratung zu Verträgen und Haftungsfragen. In Liechtenstein bestehen viele Kanzleien, der Markt ist also besetzt, und die Mandantenbindung ist stark.

Neue Anbieter finden meist über Empfehlungen und Spezialisierung in den Markt. Wer ein klares Fachgebiet hat und dies sichtbar macht, wird eher gefunden als jemand, der alles anbietet. Zusammenarbeit mit anderen Berufen wie Treuhändern und Steuerberatern bringt oft Empfehlungen.

Über Honorar sprechen

Mandanten wollen vor Beginn wissen, womit sie rechnen müssen. Sprechen Sie das Honorar im Erstgespräch offen an: Stundensatz, Pauschale für klar definierte Leistungen, Vorschuss. Erklären Sie, was Spesen sind und wie abgerechnet wird.

Halten Sie Mandat und Honorar schriftlich fest. Für bestimmte Leistungen können Tarife oder Standesregeln gelten, die Sie bei der Standesorganisation erfragen müssen. Konkrete Frankenbeträge gibt dieser Text nicht vor, weil sie von Fachgebiet, Erfahrung und Fall abhängen.

Die ersten zehn Mandanten

Die ersten Mandate kommen oft aus dem persönlichen Umfeld oder von Kollegen, die Fälle weitergeben. Sie sind meist überschaubar: Vertragsprüfung, kurze Beratung, Schreiben an eine Gegenseite.

Nehmen Sie nur Fälle an, die Sie fachlich tragen können, und prüfen Sie vor Annahme mögliche Interessenkonflikte. Verschwiegenheit ist zentral. Gute Arbeit zeigt sich in klarer Kommunikation, nachvollziehbaren Rechnungen und Verlässlichkeit bei Fristen.

  • Privatpersonen mit Fragen zu Miete, Arbeit oder Erbe
  • Kleine Betriebe mit Vertragsbedarf
  • Weitergaben von Kollegen und anderen Beratern
  • Erstgespräche, die zu einem Mandat führen können

Weitere Formalitäten für Selbständige

Neben der Zulassung gelten die allgemeinen Pflichten: Anmeldung bei den AHV-IV-FAK-Anstalten, Auskunft zu Steuern und Mehrwertsteuer bei der Steuerverwaltung und Gewerbefragen beim Amt für Volkswirtschaft. Klären Sie, ob Berufshaftpflicht vorgeschrieben oder ratsam ist; bei Rechtsberatung ist sie in aller Regel wichtig.

Beachten Sie Pflichten zur Aufbewahrung von Akten, zum Umgang mit Fremdgeldern und zum Datenschutz. Wenn Sie neben einer Anstellung beraten, brauchen Sie die Zustimmung des Arbeitgebers und müssen Interessenkonflikte ausschliessen.

Was am Anfang häufig schiefgeht

Ein häufiger Fehler ist ein unklares Mandat: Was genau soll geprüft werden, bis wann, zu welchem Honorar? Ohne schriftliche Vereinbarung gibt es Streit. Ebenso kritisch sind Fristversäumnisse, zu wenig Zeit für Mandate und Auskünfte, die als verbindliche Rechtsberatung verstanden werden.

Dazu kommt Sichtbarkeit: Wer nur Mandate aus dem Umfeld hat, ist abhängig von wenigen Personen. Bauen Sie früh ein Fachgebiet und einen klaren Auftritt auf.

Häufig unterschätzt wird der Verwaltungsaufwand: Fristenkontrolle, Aktenführung, Zeiterfassung und Rechnungsstellung gehören zu jedem Mandat und kosten Zeit, die nicht direkt bezahlt wird. Planen Sie sie im Honorar ein und richten Sie früh eine einfache, verlässliche Ablage ein. Wer das Chaos erst nach dem zehnten Mandat ordnet, zahlt dafür mit Nacht- und Wochenendarbeit.

Wie ein Websta-Profil passt

Ein Websta-Profil ist eine Seite, die wie eine kleine Website funktioniert: Fachgebiete, Beratungsleistungen, Honorarangaben, Kontaktformular und Online-Buchung für Erstgespräche. Interessierte sehen, wofür Sie stehen, und können einen Termin buchen.

Das Profil wird über die Suche nach Leistung und Ort gefunden, und im Marktplatz stellen Menschen in der Nähe Aufgaben ein, auf die Anbieter Angebote machen. Kartenzahlungen, etwa für Vorschüsse, werden über Stripe auf Ihr eigenes Bankkonto ausgezahlt, die Preise legen Sie fest. Beachten Sie bei Texten und Werbung die Standesregeln.

Ein Profil kann zudem klarstellen, was ein Erstgespräch ist und was nicht. Schreiben Sie, wie lange es dauert, ob es kostet und dass es keine abschliessende Rechtsauskunft ersetzt. So vermeiden Sie falsche Erwartungen. Zeigen Sie Fachgebiete sachlich, ohne Erfolgsversprechen. Gerade im Recht erwarten Mandanten Zurückhaltung, und ein nüchterner Auftritt wirkt glaubwürdiger als grosse Worte. Wie viele Anfragen daraus entstehen, lässt sich nicht vorhersagen.

Häufig gestellte Fragen

Wer darf in Liechtenstein Rechtsberatung anbieten?
Das ist geregelt. Fragen Sie bei der Standesorganisation der Rechtsanwälte und den zuständigen Landesstellen nach der erforderlichen Zulassung.
Wie finde ich als junger Jurist in Schaan Mandate?
Meist über Empfehlungen, Kollegen und ein klares Fachgebiet. Eine Online-Seite mit Leistungen und Kontakt hilft bei der Suche.
Wie spreche ich über Honorare?
Offen im Erstgespräch und schriftlich im Mandat. Tarife und Standesregeln erfragen Sie bei der Standesorganisation.
Kann ich nebenberuflich rechtlich beraten?
Nur im zulässigen Rahmen und mit Zustimmung des Arbeitgebers. Klären Sie Zulassung und Interessenkonflikte vorab.

Zu den Zahlen

Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.

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