Als Masseur oder Masseurin in Zürich Geld verdienen: So geht's

Massage ist in Zürich ein gefragtes Angebot, von Entspannungsmassage bis Sportmassage, und zugleich ein Bereich, in dem Vertrauen und Qualifikation zählen. Wer gut ausgebildet ist und neben einer Anstellung oder als Haupterwerb eine eigene Praxis aufbauen will, sollte vor allem zwei Dinge früh klären: wie die Kundschaft dich findet und welche Bewilligungen und Regeln gelten. Dieser Text geht beide Fragen nüchtern durch, ohne Einkommen oder Terminzahlen zu versprechen, und zeigt, wo ein Websta-Profil sinnvoll sein kann.

Aktualisiert 22. Oktober 2026

Woher die Kundschaft in Zürich kommt

Massage wird in der Regel weiterempfohlen. Wer Verspannungen hat, fragt Freunde, Kollegen oder die Physiotherapeutin und sucht dann online nach einem Angebot in der Nähe. Auch Büroangestellte, die in Zürich viel sitzen, und Sportlerinnen und Sportler aus Vereinen und Fitnessstudios gehören zu den typischen Anfragen. Quartiere wie Oerlikon, Altstetten, Wiedikon, Enge oder Hottingen haben jeweils eigene Nachbarschaften, in denen eine Praxis in Gehdistanz ein Argument ist.

Zusätzlich helfen Kooperationen mit anderen Fachpersonen, zum Beispiel Trainern oder Therapeuten, sofern du sauber trennst, wofür du zuständig bist. Verspannungs- oder Wellness-Massage ist etwas anderes als medizinische Behandlung, und das solltest du in deinen Angeboten klar benennen.

  • Empfehlungen aus Freundes- und Kollegenkreis
  • Online-Suche nach Massageart plus Quartier
  • Sportvereine, Studios und Büros mit sitzenden Tätigkeiten
  • Zusammenarbeit mit anderen Fachpersonen im Quartier
  • Stammkundschaft mit regelmässigen Terminen

Den ersten Preis festlegen

Rechne zuerst, was eine Sitzung dich tatsächlich kostet: Behandlungszeit, Vor- und Nachbereitung, Wäsche, Öl, Raummiete oder Fahrzeit und deine Weiterbildung. Daraus ergibt sich ein Minimum. Vergleiche dann mit Angeboten in deinem Quartier und achte darauf, was dort enthalten ist.

Gerade bei Massage verbinden Menschen einen sehr tiefen Preis schnell mit geringer Qualität. Ein fairer, klar beschriebener Preis mit Dauer der Sitzung und Art der Massage wirkt verlässlicher. Sprich Preise und Absagebedingungen vor dem Termin an.

Wie die ersten zehn Kundinnen und Kunden aussehen

Die ersten Termine stammen fast immer aus dem Umfeld. Das ist gut, denn sie geben dir Rückmeldungen zu Druck, Dauer und Ablauf. Bitte um ehrliche Kritik und frage, ob du eine kurze Empfehlung verwenden darfst.

Nach den ersten Terminen zeigt sich, wer wiederkommt. Das sind meist Menschen mit wiederkehrenden Beschwerden oder festen Gewohnheiten, etwa einem monatlichen Termin. Stelle dich darauf ein, dass es auch ruhige Wochen gibt, vor allem zu Beginn.

Was du als Selbständiger in der Schweiz klären musst

Die Gesundheitsberufe sind in der Schweiz kantonal geregelt. Ob du für deine Art der Massage eine Bewilligung oder bestimmte Nachweise brauchst, hängt vom Angebot und vom Kanton ab. Frage deshalb bei der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich nach, was für dich gilt, bevor du Termine verkaufst. Das ist besonders wichtig, wenn du medizinische Behandlungen oder Abrechnung über die Krankenkasse in Betracht ziehst; ob deine Ausbildung dafür ausreicht, ist eine eigene Frage.

Dazu kommt die Anmeldung als Selbständiger bei der Ausgleichskasse, im Kanton Zürich bei der Sozialversicherungsanstalt, die Steuererklärung beim Steueramt und eventuell die Mehrwertsteuer bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung. Eine Berufshaftpflichtversicherung ist bei Behandlungen am Körper ratsam.

Was in den ersten Monaten schiefgeht

Häufig ist ein unklares Angebot: Die Kundschaft weiss nicht, was sie von welcher Massage erwarten kann, und die Anfragen passen nicht zu dem, was du anbietest. Beschreibe jede Massage kurz und ehrlich, auch was du nicht behandelst.

Ein zweiter Punkt ist die Abgrenzung. Wer Beschwerden schildert, die medizinisch abgeklärt werden sollten, braucht von dir den Hinweis, ärztlichen Rat einzuholen. Das schützt die Person und dich. Und schliesslich unterschätzen viele den Aufwand ausserhalb der Sitzung: Wäsche, Raum, Kommunikation, Buchhaltung. Plane diese Zeit ein.

Wie ein Websta-Profil dazu passt

Auf Websta erhältst du eine Profilseite wie eine kleine Website: mit Massagearten und Preisen, Fotos des Raums, einem Kontaktformular und Online-Terminbuchung. So können Interessierte in Ruhe lesen, was du anbietest, und selbst einen Termin wählen, statt dir mehrere Nachrichten zu schreiben.

Über den Marktplatz finden Menschen in der Nähe Anbieter nach Leistung und Ort, oder sie stellen eine Aufgabe ein, auf die du ein Angebot machen kannst. Kartenzahlungen laufen über Stripe und werden auf dein eigenes Bankkonto ausgezahlt; die Preise legst du fest. Die Seite ersetzt weder Qualifikation noch Empfehlung, macht aber beides leichter auffindbar.

Mit Zeit rechnen

Hilfreich ist, den Raum früh so einzurichten, dass er ruhig, sauber und warm wirkt, auch wenn er klein ist. Viele Erstbesucher entscheiden in den ersten Minuten, ob sie sich wohlfühlen. Halte zudem einen kurzen Anamnesebogen bereit, in dem Kundschaft Beschwerden, Vorerkrankungen und Wünsche angibt, und bewahre ihn vertraulich auf. Das gibt dir Sicherheit und der Person das Gefühl, ernst genommen zu werden.

Eine Praxis wächst langsam, weil Vertrauen sich nicht beschleunigen lässt. Viele starten mit wenigen Terminen pro Woche neben einer Anstellung und entscheiden später, ob sie den Schritt zur Vollzeit wagen. Wie schnell Nachfrage entsteht, ist nicht vorhersehbar.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich in Zürich eine Bewilligung für Massage?
Das hängt von Art der Massage und Ausbildung ab. Frage bei der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich nach, bevor du Termine anbietest.
Kann ich Massagen über die Krankenkasse abrechnen?
Das ist an Voraussetzungen geknüpft, die du bei der Krankenkasse oder dem zuständigen Berufsverband erfragen musst. Verlass dich nicht auf Hörensagen.
Wie finde ich meine ersten Kundinnen und Kunden?
Meist über das persönliche Umfeld und Empfehlungen, später auch über Online-Suche und Zusammenarbeit mit anderen Fachpersonen.
Wie melde ich mich als Selbständiger an?
Bei der Ausgleichskasse, im Kanton Zürich die Sozialversicherungsanstalt. Steuern und Mehrwertsteuer klärst du beim Steueramt beziehungsweise der Eidgenössischen Steuerverwaltung.

Zu den Zahlen

Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.

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