Aktualisiert 22. Oktober 2026
Woher bezahlte Musik in Lugano kommt
Es gibt mehrere Wege. Private Anlässe wie Hochzeiten, Geburtstage und Taufen suchen Live-Musik. Firmen und Hotels buchen Musikerinnen für Apéros, Abendessen und Feiern. Restaurants und Bars gestalten Abende mit Livemusik. Daneben steht der Unterricht für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Lugano hat durch Tourismus, Kultur und Wirtschaft viele Orte, an denen Musik gebraucht wird. Die Landessprache ist Italienisch, und für Unterricht und Absprachen ist es ein Vorteil, sich darin verständigen zu können.
- Hochzeiten, Geburtstage und private Feiern
- Hotels, Restaurants und Bars für Abende mit Livemusik
- Firmenanlässe und Eröffnungen
- Unterricht für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
- Begleitung von Chören, Theatergruppen oder anderen Musikern
Gage und Unterrichtspreis festlegen
Für Auftritte rechnen Sie nicht nur die Spielzeit. Dazu kommen Proben, Anfahrt, Aufbau und Abbau, Instrumenten- und Technikkosten, Wartezeiten. Wer eine Gage nennt, sollte diese Zeit mitdenken. Ein Auftritt von einer Stunde kann einen halben Tag brauchen.
Beim Unterricht ist ein Preis pro Lektion üblich, mit Regeln für Absagen. Zahlen im Voraus für ein Semester oder einen Monat schaffen Planbarkeit. Nennen Sie Preise offen und vermeiden Sie Rabatte, die Sie später bereuen. Für Bands und Ensembles klären Sie vorher, wer wie viel bekommt und wie Auslagen verteilt werden.
Wie die ersten zehn Aufträge aussehen
Die ersten Aufträge kommen aus dem Umfeld: der Geburtstag eines Freundes, das Fest einer Kollegin, ein Schüler aus der Nachbarschaft. Die Gagen sind niedrig, und manches ist unbezahlt oder gegen Verpflegung. Das gehört zum Aufbau, sollte aber nicht zur Gewohnheit werden. Sagen Sie ruhig, dass Musik Ihr Beruf oder Nebenverdienst ist.
Nehmen Sie bei Auftritten kurze Videoausschnitte oder Tonaufnahmen auf, mit Erlaubnis der Veranstalter. Ein gutes Demo ist Ihre Visitenkarte. Fragen Sie Veranstalter nach Empfehlungen; Musik wird fast immer persönlich weitergegeben. Halten Sie ein Repertoire bereit, das Sie ohne lange Vorbereitung abrufen können, und eine kurze Liste mit dem, was Sie je nach Anlass spielen. Wer bei einer Anfrage sofort sagen kann, was möglich ist und wie lange es dauert, wirkt verlässlich. Pflegen Sie auch Kontakte zu anderen Musikern, damit Sie bei Anfragen für grössere Besetzungen Verstärkung finden.
Was bei selbständiger Arbeit in der Schweiz zu klären ist
Wer auf eigene Rechnung Musik macht oder unterrichtet, meldet sich in der Regel bei der Ausgleichskasse als Selbständigerwerbender an. Bei einzelnen Auftritten für Veranstalter kann die Frage auftauchen, ob Sie als selbständig oder als angestellt gelten; die Ausgleichskasse klärt das. Einkünfte gehören in die Steuererklärung; die kantonale Steuerverwaltung im Tessin gibt Auskunft. Zu Mehrwertsteuer und Handelsregister: Das hängt vom Umsatz ab und wird von der Eidgenössischen Steuerverwaltung und vom Handelsregisteramt beantwortet.
Urheberrechte sind ein eigenes Feld. Die Schweizer Urheberrechtsgesellschaft SUISA verwaltet Aufführungsrechte an Musik. Wer eigene Werke spielt, kann sich dort anmelden; wer fremde Musik an Anlässen spielt, hat in der Regel mit dem Veranstalter zu klären, wer die Meldung macht. Fragen Sie bei der SUISA nach den Einzelheiten.
Eine Haftpflichtversicherung und eine Absicherung für Instrumente sind zu prüfen. Neben einer Anstellung prüfen Sie den Arbeitsvertrag auf Nebenbeschäftigungsregeln. Für Unterricht an Schulen oder Institutionen gelten zusätzliche Anforderungen, die dort zu erfragen sind.
Was in den ersten Monaten schiefgeht
Der häufigste Fehler ist die mündliche Abmachung. Wenn Gage, Zeit und Ort nicht festgehalten sind, gibt es Streit über Zahlung oder Dauer. Schreiben Sie nach jedem Gespräch eine kurze Bestätigung.
Der zweite Fehler ist, zu billig zu spielen. Veranstalter orientieren sich am Preis, den Sie nennen. Der dritte ist die Unregelmässigkeit: Wochenenden sind voll, Wochentage leer. Unterricht kann die Lücke füllen. Und denken Sie an die Abnützung Ihres Equipments, die nirgends in der Gage auftaucht.
- Nur mündliche Abmachungen
- Gage ohne Probe, Fahrt und Aufbau gerechnet
- Keine Absageregel im Unterricht
- Equipment nicht versichert
Wie ein Websta-Profil dazu passt
Ein Websta-Profil sieht aus wie eine kleine Website mit Leistungen, Preisen, Fotos, Kontaktformular und Online-Buchung. Sie können Auftritte, Unterrichtsstunden und Pakete mit Preis beschreiben, Fotos von Konzerten einstellen und Anfragen aufnehmen. Den Link schicken Sie jedem, der fragt. Er wird zudem über die Suche nach Leistung und Ort gefunden.
Auf dem Marktplatz stellen Menschen Aufgaben ein, auf die Anbieter Offerten machen. Ihre Preise bestimmen Sie selbst. Kartenzahlungen laufen über Stripe auf Ihr eigenes Bankkonto. Die Kategorie liegt unter /marketplace/music.
Häufig gestellte Fragen
- Muss ich mich bei der SUISA anmelden?
- Wer eigene Werke aufführt oder verwertet, kann sich dort anmelden. Für Aufführungen fremder Musik klären Sie mit dem Veranstalter, wer die Meldung macht. Die SUISA gibt Auskunft.
- Wie viel verlange ich für einen Auftritt?
- Rechnen Sie Spielzeit, Proben, Fahrt, Aufbau und Equipment. Eine pauschale Zahl wäre erfunden.
- Kann ich Musikunterricht ohne Diplom geben?
- Privat ist das üblich. An Schulen und Institutionen gelten eigene Anforderungen, die dort erfragt werden.
- Wie finde ich Veranstalter?
- Über Empfehlungen, Hotels, Restaurants und ein Profil mit Hörproben und Preisen.
Zu den Zahlen
Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.
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