Aktualisiert 21. Oktober 2026
Wo zahlende Kunden tatsächlich herkommen
Zahlende Aufträge entstehen an verschiedenen Orten. Direkter Kontakt im Wohnquartier und Empfehlungen von Nachbarn funktionieren oft zuverlässig. Schulen, Musikschulen, Vereine und Gemeinden buchen Musiker für Auftritte, Workshops oder Begleitung. Betriebe suchen gelegentlich musikalische Beiträge für Firmenanlässe oder Mitarbeiterveranstaltungen.
Online finden Kundinnen und Kunden Musiker über Suche, Social Media, lokale Plattformen und spezialisierte Marktplätze. Cafés, Restaurants und kleinere Veranstalter engagieren Musiker direkt. Mundpropaganda bleibt wichtig: ein guter Auftritt vor Ort kann zu Folgeaufträgen führen.
- - Nachbarschaft und lokale Veranstaltungen
- - Schulen, Musiklehrer und Vereine
- - Firmenanlässe und private Feiern
- - Online-Suche, soziale Medien und Marktplätze
- - Empfehlungen nach einem Auftritt
Erster Preis und wie man über Geld spricht
Ein erstes Honorar legen Sie am besten praxisorientiert fest: berücksichtigen Sie Ihre Vorbereitungszeit, Anfahrtskosten, Material, Aufwand am Auftrittstag und eventuelle Proben. Prüfen Sie, was andere Anbieter mit ähnlichem Angebot veröffentlichen, und formulieren Sie eine klare Leistungsbeschreibung.
Sprechen Sie offen über Zahlungsbedingungen: wie hoch eine Anzahlung ist, wann die Restzahlung fällig wird und wie Sie Zahlungen akzeptieren. Nennen Sie die akzeptierten Zahlungsmittel auf Ihrem Angebot oder Profil und schreiben Sie eine einfache Absage- und Verschiebungsregel in Ihre Nachrichten.
- - Berechnen Sie Aufwand, Proben, Reise und Equipment
- - Formulieren Sie klare Zahlungs- und Stornobedingungen
- - Nennen Sie akzeptierte Zahlungsmittel und Fristen
Die ersten zehn Kunden: wer das oft ist
Die ersten Kundinnen und Kunden sind häufig Personen aus Ihrem Umfeld: Freundinnen und Freunde, Bekannte, Nachbarn oder Eltern von Lernenden. Oft kommen Aufträge von kleinen lokalen Veranstaltern, Gastgebern privater Feiern oder Schulen, die nach bezahlbarer musikalischer Begleitung suchen.
Ein weiterer Kanal sind Lernende: Anfänglich gewinnen Sie Schüler für Einzelunterricht oder Online-Lektionen über Ihr Netzwerk. Manche Musiker finden die ersten Aufträge über lokale Inserate oder indem sie bei Cafés, Kirchen oder Vereinen vorspielen.
- - Freunde, Familie, Nachbarn
- - Lokale Veranstalter und Cafés
- - Schulen, Musikschulen und Vereine
- - Eltern von Schülern und erste Online-Schüler
Was Sie regeln müssen, bevor Sie Geld annehmen
Als selbständige Person in der Schweiz gibt es mehrere Stellen, die Sie kontaktieren sollten, um Klarheit zu bekommen. Wenden Sie sich an das kantonale Handelsregister, wenn Sie wissen möchten, ob Ihre Tätigkeit ins Handelsregister gehört - fragen Sie nach Eintragspflichten und Namensregelungen.
Kontaktieren Sie die kantonale Steuerverwaltung und die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) mit Fragen zu Steuererklärung, Quellensteuer und der Frage, ob Sie für die Mehrwertsteuer registrierungspflichtig sind. Fragen Sie konkret: wie melde ich selbständige Einkünfte, sind Vorauszahlungen fällig und ab wann ist eine Mehrwertsteuerpflicht relevant.
Melden Sie sich bei der zuständigen Ausgleichskasse für AHV/IV/EO, um die Versicherungspflichten zu klären. Fragen Sie dort, wie die Anmeldung für Selbständigerwerbende funktioniert und welche Meldungen nötig sind. Klären Sie auch Unfallversicherungspflicht und die Möglichkeiten für private Vorsorge bei Ihrer kantonalen Beratungsstelle.
- - Handelsregister: Eintragspflicht und Geschäftsname prüfen
- - Kantonale Steuerverwaltung / ESTV: Steuerpflicht, Vorauszahlungen, Mehrwertsteuer klären
- - Ausgleichskasse (AHV): Anmeldung und Beitragsfragen
Was in den ersten Monaten oft schiefgeht
Viele Anfänger unterschätzen den administrativen Aufwand: Rechnungen, Buchhaltung, Steuererklärung und Follow-up bei Zahlungen brauchen Zeit. Das führt zu Stress, wenn Konzerte mit Proben und Aufträgen zusammenfallen.
Weitere Probleme sind Unterpreisgabe, unklare Verträge und fehlende Stornoregeln. Technische Pannen, zu enge Zeitpläne und mangelnde Absicherung gegen kurzfristige Absagen können Folgeaufträge gefährden. Regelmässiges Nachfassen bei Anfragen und klare schriftliche Absprachen reduzieren das Risiko.
- - Administrative Aufgaben unterschätzt
- - Unterpreise und fehlende Vertragsregeln
- - Technische Probleme und kurzfristige Absagen
Wie ein Websta-Profil in Ihren Ablauf passt
Ein Websta-Profil ist eine Seite, die wie eine kleine Website wirkt: Sie können Services, Preise, Fotos, ein Kontaktformular und Online-Buchung anzeigen. Für Kunden ist das eine einfache Seite, die Sie in Nachrichten oder auf Social Media teilen können.
Auf der Plattform können Kundenzahlungen per Karte über Stripe ablaufen und werden an Ihr eigenes Bankkonto ausbezahlt. Sie setzen Ihre Preise selbst. Die Seite hilft, dass Interessenten Sie per Suche finden oder direkt buchen.
- - Profil als zentrale Seite für Angebote und Preise
- - Kontaktformular und Online-Buchung sichtbar machen
- - Kartenzahlungen über Stripe gehen an Ihr Konto
Praktische erste Schritte und Checkliste
Starten Sie mit einem klaren Angebotsblatt: Repertoire, Dauer, Leistungsumfang, Reisebedingungen und Zahlungsregel. Bitten Sie die ersten Auftraggeber um Referenzen, die Sie verwenden dürfen, und fotografieren Sie Auftritte für Ihr Profil.
Planen Sie Zeit für Buchhaltung und melden Sie sich bei den genannten Behörden zur Abklärung der steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Pflichten. Testen Sie Online-Zahlungen und legen Sie transparente AGB oder einfache Vertragsmails an.
Erwarten Sie, dass Aufbau und Sichtbarkeit Zeit brauchen. Kontinuität beim Versenden von Angeboten, Rückfragen und Auftritten führt zur ernsthaften Entwicklung eines Kundenstamms.
- - Angebotstext und Leistungsbeschreibung erstellen
- - Behörden kontaktieren: Handelsregister, Steuerverwaltung, Ausgleichskasse
- - Zahlungswege testen, AGB und Buchhaltung organisieren
- - Referenzen sammeln und Profil regelmäßig aktualisieren
Häufig gestellte Fragen
- Wie finde ich schnell meine ersten Auftritte als Musiker in der Schweiz?
- Nutzen Sie Ihr persönliches Netzwerk, bieten Sie lokale Cafés oder Veranstaltern kurze Probenauftritte an und listen Sie Ihre Dienste klar online. Fragen Sie Schulen, Vereine und Nachbarschaften direkt an.
- Muss ich mich sofort ins Handelsregister eintragen?
- Das hängt von Ihrer Tätigkeit und dem Umfang ab. Fragen Sie beim kantonalen Handelsregister nach, ob eine Eintragung notwendig ist und welche Angaben erforderlich sind.
- Wie kläre ich, ob ich Mehrwertsteuer erheben muss?
- Kontaktieren Sie die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) oder Ihre kantonale Steuerbehörde und fragen Sie, ob und ab wann Ihre Umsätze mehrwertsteuerpflichtig sind und wie die Anmeldung funktioniert.
- Wie sichere ich mich gegen kurzfristige Absagen ab?
- Schreiben Sie eine Stornoregel in Ihre Angebote und verlangen Sie bei grösseren Anlässen eine Anzahlung oder eine Bestätigung per E-Mail, um Planungssicherheit zu erhöhen.
- Wie hilft mir ein Websta-Profil konkret?
- Ein Websta-Profil ist eine zentrale Seite für Ihre Leistungen, Preise, Fotos und Buchung. Sie können es in Nachrichten teilen und finden lassen; Zahlungen per Karte werden über Stripe an Ihr Bankkonto ausbezahlt.
Zu den Zahlen
Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.
Verwandte Leitfäden
- Musikerin oder Musiker in der Schweiz finden und buchen
- Musiker in der Schweiz: Websta Profil erstellen
- Wie man als Buchhalter in der Schweiz nebenbei Geld verdient
- Als Artists und Designer in der Schweiz - Kunden finden
- Geld verdienen als Barbier in der Schweiz - Nebenjob und Start
- Wie man als Beauty Specialist in der Schweiz nebenbei Geld verdient