Aktualisiert 21. Oktober 2026
Wo Ihre Kundschaft tatsächlich herkommt
Zahlende Kundinnen und Kunden kommen in der Praxis aus mehreren Quellen. Am schnellsten sind Nachbarinnen und Nachbarn oder Menschen aus dem eigenen Wohnumfeld. Kolleginnen und Kollegen sowie deren Freundeskreise bringen oft die ersten Aufträge.
Weitere Quellen sind lokale Treffpunkte für Haustierbesitzer - Tierarztpraxen, Hundeschulen, Zoofachgeschäfte - sowie Eltern in Schulen oder Kindergarten, wenn Sie auch Katzensitting oder Kleintierbetreuung anbieten. Online-Suche, lokale Facebook- oder WhatsApp-Gruppen und Anzeigen auf Marktplätzen bringen Kunden, die gezielt eine Person in ihrer Nähe suchen.
- Nachbarinnen und Nachbarn
- Kollegen, Freunde, Familie
- Tierarztpraxen, Hundeschulen, Zoofachgeschäfte
- Online-Suche, soziale Medien, lokale Anzeigen
- Empfehlungen und Mundpropaganda
Wie Sie ein erstes Preisangebot machen und über Geld reden
Beginnen Sie damit, Ihre Kosten und Ihre Zeit realistisch zu erfassen: Fahrzeit, Material, Versicherungskosten und die Zeit vor Ort. Rechnen Sie diese in einen Stunden- oder Einsatzpreis um. Fragen Sie potenzielle Kundinnen und Kunden offen, wie oft und welche Leistungen sie erwarten - das vermeidet Missverständnisse.
Beim ersten Kontakt machen Sie klar, was inkludiert ist und was extra kostet. Formulieren Sie Stornobedingungen und Zahlungsmethoden schriftlich oder per Nachricht. Vermeiden Sie, bei Verhandlungen sofort stark nachzugeben - besser nachvollziehbar begründen, warum Ihr Preis so ist.
- Kosten und Fahrzeit einrechnen
- Leistungen klar beschreiben
- Stornoregeln und Zahlungsmethoden festhalten
- Bei Verhandlungen sachlich bleiben
Die ersten zehn Kundinnen und Kunden - wie sie typischerweise aussehen
Die erste Kundenbasis ist meist klein und persönlich: Bekannte, Nachbarinnen und Nachbarn, Kolleginnen und Kollegen und ihre Freundinnen und Freunde. Oft kommen weitere Aufträge durch Empfehlungen derselben Personen. Manche der ersten zehn Aufträge stammen von Kurzzeit-Suchen über Online-Marktplätze oder lokale Gruppen.
Erwarten Sie keine sofortige Flut von Aufträgen. Viele Neueinsteiger sehen, dass die ersten zehn Kundinnen und Kunden innerhalb einiger Wochen bis Monate zusammenkommen, wenn sie aktiv kommunizieren und Sichtbarkeit aufbauen.
- Freunde und Bekannte
- Wiederkehrende Aufträge von Nachbarn
- Gelegentliche Online-Aufträge
- Empfehlungen führen zu weiteren Kunden
Was Sie bei Geld und Formalitäten in Österreich klären müssen
Konkrete rechtliche Fragen klären Sie bei den zuständigen Behörden: Fragen Sie beim Finanzamt, wie Sie sich steuerlich anmelden, welche Umsatzsteuerpflichten gelten und welche Form der Rechnungstellung passend ist. Bei Selbstständigkeit erkundigen Sie sich bei der Sozialversicherungsanstalt der Selbstständigen - SVS - ob und wann Beiträge anfallen.
Wenn Ihre Tätigkeit gewerblich ist, fragen Sie die lokale Gewerbebehörde oder die Wirtschaftskammer, ob eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist. Holen Sie Angebote für eine Betriebshaftpflichtversicherung ein und fragen Sie bei Versicherern nach Deckung für Schäden an Tieren. Bei Unsicherheit nennen Sie der Behörde konkret Ihre Tätigkeit und fragen nach erforderlichen Anmeldungen und Versicherungen.
- Beim Finanzamt nach Steueranmeldung, Umsatzsteuer und Rechnungslegung fragen
- Bei der SVS nach Sozialversicherungs- und Pflichtbeiträgen fragen
- Gewerbebehörde oder Wirtschaftskammer wegen Gewerbeberechtigung kontaktieren
- Haftpflichtversicherung für Tierbetreuung prüfen
Was in den ersten Monaten oft schiefgeht
Typische Fehler sind Unterberechnung des eigenen Aufwandes, fehlende schriftliche Absprachen, keine Stornoregeln und keine Rücklagen für Steuern oder Versicherungen. Zeitplanung wird oft unterschätzt - mehrere kleine Einsätze kosten mehr Fahrzeit und Organisation als ein großer Auftrag.
Auch organisatorische Lücken treten auf: ungenügende Dokumentation, keine klaren Notfallpläne, fehlende Vertretung bei Krankheit. Technische Probleme mit Buchungen oder Zahlungen sowie verspätete Anmeldung bei Behörden verursachen zusätzliche Arbeit.
- Zu niedrige Preise ohne Rücklagen
- Keine schriftlichen Vereinbarungen
- Unzureichende Absicherung und Vertretungspläne
- Mangelnde Buchhaltung und Steuerplanung
Wie eine Websta-Profilseite in Ihre Arbeit passt
Eine Websta-Profilseite funktioniert wie eine schlanke Webseite: sie zeigt Ihre Leistungen, Preise, Fotos, ein Kontaktformular und Buchungsmöglichkeiten. Sie können die Seite an Interessentinnen und Interessenten senden oder in Inseraten verlinken. Auf dem Marktplatz werden Aufgaben gepostet, auf die Sie ein Angebot abgeben können.
Kartenzahlungen der Kundinnen und Kunden werden über Stripe an Ihr eigenes Bankkonto ausgezahlt. Sie bestimmen Ihre Preise. Eine öffentliche Profilseite macht Ihre Angebote einfacher teilbar und auffindbar, ersetzt aber nicht die formelle Anmeldung bei Behörden oder eine Versicherung.
- Profile zeigen Leistungen, Preise, Fotos und Buchung
- Marktplatz ermöglicht lokale Aufgaben-Anfragen
- Kartenzahlungen gehen über Stripe aufs eigene Konto
- Profil ist Ergänzung zur offiziellen Anmeldung, nicht Ersatz
Praktische Schritte für den Start
Sammeln Sie Referenzen von Freunden oder ersten Kundinnen und Kunden, nutzen Sie lokale Gruppen, drucken Sie einfache Aushänge für nahe Einrichtungen und bauen Sie Ihr Websta-Profil mit klaren Leistungen und Fotos auf. Legen Sie Abläufe für Buchungen, Stornierungen, Notfälle und Rechnungen fest.
Dokumentieren Sie Arbeitszeit und Auslagen von Anfang an, richten Sie eine einfache Buchführung ein und klären Sie Steuer- und Versicherungsfragen frühzeitig mit den genannten Stellen. So reduzieren Sie Stress und können realistisch einschätzen, ob und wann die Tätigkeit als Neben- oder Haupteinkommen funktioniert.
- Referenzen sammeln und lokale Kanäle nutzen
- Websta-Profil vollständig mit Leistungen und Preisen ausfüllen
- Arbeitszeit und Auslagen dokumentieren
- Frühzeitig mit Finanzamt, SVS und Versicherer sprechen
Häufig gestellte Fragen
- Brauche ich ein Gewerbe, um als Tierbetreuer in Österreich zu arbeiten?
- Das hängt davon ab, ob Ihre Tätigkeit dauerhaft und mit Gewinnerzielungsabsicht ausgeübt wird. Fragen Sie die lokale Gewerbebehörde oder die Wirtschaftskammer, ob Ihre konkrete Tätigkeit eine Gewerbeberechtigung erfordert.
- Wie berechne ich einen fairen Startpreis?
- Erfassen Sie Zeitaufwand, Fahrkosten, Material- und Versicherungskosten und kalkulieren Sie einen Stunden- oder Einsatzpreis. Prüfen Sie lokale Angebote zum Vergleich und begründen Sie Ihren Preis gegenüber Kundinnen und Kunden sachlich.
- Wie nehme ich am besten Zahlungen an?
- Sie können Bargeld, Überweisung oder Karten akzeptieren. Websta ermöglicht Kartenzahlungen, die über Stripe an Ihr eigenes Bankkonto ausgezahlt werden. Klären Sie mit dem Finanzamt, wie Einnahmen zu verbuchen sind.
- Muss ich Sozialversicherung zahlen?
- Ob Beiträge anfallen, hängt von Ihrer Arbeitsform und Einkommenssituation ab. Fragen Sie die Sozialversicherungsanstalt der Selbstständigen - SVS - konkret zu Ihrer Situation.
- Wie finde ich die ersten Kunden?
- Nutzen Sie Ihr persönliches Netzwerk, lokale Tierärzte, Zoofachgeschäfte, Online-Gruppen und ein vollständiges Websta-Profil, das Leistungen, Preise und Buchungsoptionen zeigt. Bitten Sie zufriedene Kundinnen und Kunden um Weiterempfehlungen.
Zu den Zahlen
Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.
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