Aktualisiert 23. Oktober 2026
Was mit Tagesmutter und Kinderbetreuung gemeint ist
In Deutschland ist Kindertagespflege eine eigene Betreuungsform neben der Kita. Eine Tagespflegeperson betreut meist wenige Kinder in ihren eigenen Räumen oder im Haushalt der Familie. Davon zu unterscheiden sind Babysitter, die gelegentlich einspringen, und Kitas mit größeren Gruppen.
Bevor Sie suchen, lohnt sich die Frage, was Sie tatsächlich brauchen: einen regelmäßigen Betreuungsplatz an festen Wochentagen, eine Überbrückung bis zum Kitaplatz oder jemanden für Abende und Randzeiten. Je nach Antwort unterscheiden sich Anbieter, Verträge und Nachweise deutlich.
Wie Eltern in Stuttgart Betreuungspersonen finden
Üblich ist eine Mischung aus mehreren Wegen. Das Jugendamt der Stadt und die dort angebundenen Vermittlungsstellen kennen Tagespflegepersonen mit Erlaubnis. Dazu kommen Empfehlungen von anderen Eltern, Aushänge in Kitas und Schulen, Nachbarschaftsgruppen und Online-Verzeichnisse.
Fragen Sie bei Empfehlungen immer nach, wie lange die Betreuung her ist und ob das Kind ein ähnliches Alter hatte wie Ihres. Eine Empfehlung für ein Schulkind sagt wenig über die Betreuung eines Kleinkinds aus. Planen Sie außerdem Zeit ein: Gute Plätze sind in größeren Städten häufig früh vergeben, sodass sich eine frühzeitige Anfrage lohnt.
Erlaubnis und Qualifikation prüfen
Wer Kinder in Kindertagespflege regelmäßig und gegen Entgelt betreut, braucht in Deutschland in der Regel eine Pflegeerlaubnis, die das Jugendamt erteilt. Fragen Sie danach und lassen Sie sich die Erlaubnis zeigen. Ob für Ihre konkrete Konstellation eine Erlaubnis nötig ist, klärt im Zweifel das Jugendamt, nicht der Anbieter selbst.
Weitere Nachweise, nach denen Sie fragen können:
- Qualifizierung für die Kindertagespflege oder eine pädagogische Ausbildung
- Erweitertes Führungszeugnis, das bei Tätigkeiten mit Kindern üblich ist
- Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge und Kinder, möglichst aktuell
- Haftpflichtversicherung und Informationen zum Versicherungsschutz der Kinder
Fragen vor der Zusage
Vereinbaren Sie ein Kennenlernen, bei dem Ihr Kind dabei ist. Beobachten Sie, wie die Betreuungsperson mit dem Kind spricht, wie die Räume gesichert sind und wie der Tag aufgebaut ist.
Sinnvolle Fragen betreffen den Alltag: Wie läuft die Eingewöhnung ab? Wer vertritt bei Krankheit oder Urlaub? Wie wird mit Allergien, Mahlzeiten und Schlafenszeiten umgegangen? Wer darf das Kind abholen? Werden Fotos gemacht, und wo werden sie gespeichert? Lassen Sie sich die Antworten möglichst schriftlich bestätigen, damit später keine Missverständnisse entstehen.
Planen Sie außerdem eine Probezeit ein. Gerade bei Kleinkindern zeigt sich oft erst nach einigen Tagen, ob Betreuung und Kind zusammenpassen. Sprechen Sie offen an, wie Sie beide Seiten über das Befinden des Kindes auf dem Laufenden halten, zum Beispiel durch ein kurzes Gespräch bei der Übergabe.
Kosten, Vertrag und Zahlung
Die Kosten hängen von Betreuungszeit, Alter des Kindes und Vereinbarung ab. Nennen Sie deshalb in Ihrer Anfrage genau, an welchen Tagen und zu welchen Uhrzeiten Sie Betreuung brauchen. Ob und in welchem Umfang die Stadt Kosten übernimmt oder bezuschusst, erfahren Sie beim Jugendamt, hier nennen wir bewusst keine Beträge.
Üblich ist ein schriftlicher Betreuungsvertrag. Er sollte Betreuungszeiten, Entgelt, Kündigungsfristen, Regelungen für Ferien und Krankheit sowie die Eingewöhnungszeit enthalten. Zahlungen laufen in Deutschland meist per Überweisung. Lassen Sie sich Zahlungen bestätigen und bewahren Sie Belege auf, auch für die Steuererklärung.
Innenstadt und Außenbezirke
Stuttgart ist eine Großstadt mit Talkessel und Hanglagen, und der Weg zur Betreuung kann sich im Alltag stark unterscheiden. Wer im Zentrum arbeitet, sucht oft nahe der Arbeit oder nahe der Bahn- und Stadtbahnlinien. In den Außenbezirken fahren Familien eher mit dem Auto, und kürzere Wege sind dort ein Argument für eine Betreuung direkt im Wohnviertel.
Genauere Aussagen über Angebot und Nachfrage in einzelnen Stadtteilen machen wir hier nicht, weil sie sich ändern. Prüfen Sie selbst, wie der tägliche Hin- und Rückweg zu Ihrer Arbeitszeit passt, auch im Winter und bei Berufsverkehr.
Wie ein Websta-Profil beim Vergleichen hilft
Auf Websta legen Anbieter eine Profilseite an, die wie eine kleine Website aufgebaut ist: mit Leistungen, Preisen, Fotos, Kontaktformular und Online-Buchung. So sehen Sie auf einen Blick, welche Betreuungszeiten angeboten werden und was die Anbieter selbst als Preis nennen. Die Preise legen die Anbieter fest.
Im Marktplatz unter Kinderbetreuung können Sie nach Leistung und Ort suchen oder eine Aufgabe einstellen, auf die Anbieter ein Angebot abgeben. Wie viele Anbieter in Stuttgart aktuell ein Profil haben, hängt vom Stand ab, eine feste Zahl nennen wir nicht. Ein Profil ersetzt weder die Erlaubnis noch das persönliche Kennenlernen. Es hilft, Anbieter vorab zu vergleichen und gezielter nachzufragen.
Häufig gestellte Fragen
- Brauche ich für eine Tagesmutter in Stuttgart eine Erlaubnis?
- Wer fremde Kinder regelmäßig gegen Entgelt in Kindertagespflege betreut, braucht in Deutschland in der Regel eine Pflegeerlaubnis des Jugendamts. Fragen Sie den Anbieter danach und klären Sie Zweifelsfälle beim Jugendamt.
- Wie finde ich eine Tagesmutter in Stuttgart?
- Über das Jugendamt und dessen Vermittlungsstellen, über Empfehlungen anderer Eltern, über Aushänge und Online-Verzeichnisse. Fragen Sie früh an, weil passende Plätze oft nicht sofort frei sind.
- Was sollte im Betreuungsvertrag stehen?
- Betreuungszeiten, Entgelt, Kündigungsfristen, Regeln für Urlaub und Krankheit, die Eingewöhnung sowie die Frage, wer das Kind abholen darf.
- Kann ich auf Websta eine Betreuung direkt anfragen?
- Ja, über das Kontaktformular oder die Online-Buchung auf dem Profil, sofern der Anbieter diese anbietet. Alternativ können Sie im Marktplatz eine Aufgabe einstellen und Angebote abwarten.
Zu den Zahlen
Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.
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