Als Koch oder Caterer in Berlin Geld verdienen: der Einstieg

Berlin isst gern und vielfältig, und viele Menschen suchen jemanden, der für sie kocht, ob für eine Feier, ein Firmenessen oder den Alltag. Wer gut kocht, hat damit eine Fähigkeit mit Nachfrage, aber Lebensmittel sind ein Bereich mit klaren Regeln. Dieser Artikel beschreibt, woher Aufträge kommen, wie du Preise ansetzt, was in Deutschland zu klären ist und wie ein Websta-Profil passt. Einnahmen oder Kundenzahlen werden nicht versprochen.

Aktualisiert 22. Oktober 2026

Woher Catering-Aufträge in Berlin kommen

Berlin hat viele Büros, Startups, Vereine, Kulturorte und Privathaushalte, die gelegentlich Verpflegung brauchen. Aufträge entstehen bei Geburtstagen, Hochzeiten, Firmenfeiern, Meetings, Vernissagen und Familientreffen. Auch Menschen, die für den Alltag Essen vorbereitet haben möchten, sind eine Zielgruppe.

Aufträge kommen über Empfehlungen, Locations, Veranstalter und soziale Medien sowie über die Online-Suche nach Catering oder Privatkoch und Stadtteil. Wer Fotos von Gerichten, ein klares Angebot und Preise pro Person zeigt, wird leichter angefragt.

  • Catering für private Feiern und Firmenessen
  • Privatkoch für Dinner zu Hause
  • Essensvorbereitung für mehrere Tage
  • Verpflegung für Kulturveranstaltungen und kleine Events

Den ersten Preis festlegen

Catering wird meist pro Person oder als Paket abgerechnet. Rechne Einkauf, Zubereitung, Transport, Geschirr, Küchenmiete, Steuern, Versicherung und die unsichtbare Zeit für Planung und Aufräumen ein. Wer nur die Zutaten und die Kochzeit berechnet, verliert Geld.

Schreib genau auf, was enthalten ist: Menge, Service vor Ort, Geschirr, Entsorgung. Hinterlege bei größeren Aufträgen eine Anzahlung, damit du nicht auf den Einkaufskosten sitzen bleibst.

Die ersten zehn Kundinnen und Kunden

Die ersten Aufträge sind oft klein: ein Geburtstag, ein Firmenessen für wenige Personen, ein Dinner bei Bekannten. Schätze die Mengen lieber vorsichtig und frage nach Allergien und Unverträglichkeiten. Manche Anfragen verlaufen im Sand, weil die Gästezahl sich ändert.

Gute Planung, pünktliche Lieferung und saubere Arbeit machen den Unterschied. Mit Erlaubnis gemachte Fotos und eine Rückfrage nach dem Anlass, ob etwas gefehlt hat, bringen Empfehlungen.

Was in Deutschland vor dem ersten Geld zu klären ist

Wer regelmäßig Lebensmittel zubereitet und gegen Bezahlung abgibt, ist Lebensmittelunternehmer und muss sich in der Regel bei der zuständigen Lebensmittelaufsicht des Bezirks melden. Dazu gehören Hygieneregeln, die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz und die Einhaltung der Allergenkennzeichnung. Eine private Küche ist nicht automatisch geeignet. Frag beim Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt deines Bezirks nach, welche Anforderungen für deine Leistung gelten.

Außerdem brauchst du eine Gewerbeanmeldung, die steuerliche Erfassung beim Finanzamt und eine Krankenversicherung. Ob die Kleinunternehmerregelung passt, klärst du mit dem Finanzamt oder einer Steuerberatung. Eine Haftpflichtversicherung ist bei Lebensmitteln besonders wichtig.

Was in den ersten Monaten oft schiefgeht

Der folgenschwerste Fehler ist, ohne Anmeldung und Hygienekonzept zu verkaufen. Ein zweiter ist eine zu knappe Kalkulation, die Transport, Geschirr und Zeit vergisst. Ein dritter sind Allergien, die nicht abgefragt wurden.

Dazu kommen Absagen am Vortag, wenn die Ware schon gekauft ist, Kühlkettenprobleme im Sommer und der Wunsch, alles allein zu stemmen. Vereinbare Anzahlung, Stornoregeln und Gästezahl vorab schriftlich.

Wie ein Websta-Profil in Berlin passt

Auf Websta bekommst du eine Profilseite wie eine kleine Website: Leistungen, Preise, Fotos deiner Gerichte, Kontaktformular und Online-Buchung. Den Link kannst du jedem schicken, der fragt, und über die Suche finden dich Menschen in der Nähe nach Leistung und Ort.

Kartenzahlungen laufen über Stripe auf dein eigenes Bankkonto, die Preise legst du selbst fest. Im Marktplatz unter /marketplace/food können Menschen außerdem Aufgaben einstellen, zu denen Anbieter Angebote abgeben. Wie viele Anfragen daraus entstehen, lässt sich nicht vorhersagen.

Nebenbei oder voll einsteigen

Catering lässt sich am Wochenende oder abends aufbauen. Beginne mit kleinen Aufträgen, prüfe die Kalkulation nach jedem Einsatz und lass Kapazität und Ausstattung langsam wachsen. Ein Haupteinkommen braucht Zeit, und ein Zeitplan lässt sich nicht seriös nennen.

Überlege, ob du eine Gemeinschaftsküche oder eine zugelassene Küche stundenweise mietest, statt zu Hause zu produzieren. Das kostet Geld, macht aber viele Fragen zu Hygiene und Zulassung einfacher. Beginne mit einem kleinen, klar umrissenen Angebot, das du gut beherrschst, statt eine lange Karte anzubieten. Eine kurze Speisekarte mit festen Preisen pro Person erleichtert Planung, Einkauf und Gespräche mit Kundschaft.

Halte nach jedem Auftrag fest, was der Einkauf gekostet hat, wie lange Zubereitung, Transport und Aufräumen gedauert haben und was übrig geblieben ist. Nach einigen Aufträgen siehst du, bei welchen Gerichten und Gruppengrößen du wirklich verdienst und wo du draufzahlst. Diese einfache Liste ist die ehrlichste Grundlage, um Preise nachzuschärfen und zu entscheiden, ob aus dem Nebenverdienst mehr werden soll.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich in Berlin nebenbei als Caterer arbeiten?
Ja, aber du musst dich als Lebensmittelunternehmer anmelden und Hygienevorgaben beachten. Frag beim Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt deines Bezirks nach.
Darf ich aus meiner privaten Küche verkaufen?
Das hängt von Art und Umfang ab. Die Lebensmittelaufsicht des Bezirks gibt verbindlich Auskunft.
Wie finde ich Cateringaufträge?
Über Empfehlungen, Locations, Veranstalter, soziale Medien und die Online-Suche nach Catering und Stadtteil.
Wie berechne ich den Preis pro Person?
Rechne Einkauf, Zeit, Transport, Geschirr, Steuern und Versicherung ein. Eine feste Zahl kann dieser Artikel nicht nennen.

Zu den Zahlen

Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.

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