Als Koch oder Caterer in München Geld verdienen: Kunden und Regeln

Wer gut kocht, kann in München Menschen glücklich machen: bei Feiern, Firmenessen, Hochzeiten oder als Privatkoch für einen Abend. Aus gutem Essen ein Geschäft zu machen, verlangt allerdings mehr als Talent am Herd. Lebensmittelrecht, Hygiene und Kalkulation entscheiden, ob es funktioniert. Dieser Text beschreibt, woher Aufträge kommen, wie Sie einen ersten Preis finden und was Sie klären müssen. Einkommen oder Auftragszahlen verspricht er nicht.

Aktualisiert 22. Oktober 2026

Lebensmittelrecht und Hygiene vor dem ersten Auftrag

Wer Lebensmittel gewerblich zubereitet und abgibt, ist ein Lebensmittelunternehmer und unterliegt der Lebensmittelüberwachung. Dazu gehören eine Registrierung bei der zuständigen Behörde, die Einhaltung von Hygieneregeln, die Rückverfolgbarkeit der Zutaten und die Kennzeichnung von Allergenen. Wer mit Lebensmitteln arbeitet, braucht außerdem eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz.

Auch der Ort der Zubereitung spielt eine Rolle. Eine private Küche ist nicht automatisch für gewerbliche Zwecke geeignet, und es kann sein, dass Sie eine Küche anmieten müssen. Klären Sie das vorab bei der Stadt München, die Ihnen die zuständige Stelle für die Lebensmittelüberwachung nennt. Zusätzliche Fragen zu Gewerbe und Gastronomie beantwortet die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern.

Woher zahlende Kunden in München kommen

München hat viele Unternehmen, Familien, Vereine und Hochschulen, die regelmäßig Anlässe feiern. Aufträge kommen selten zufällig, meist durch Empfehlung und Vertrauen.

  • Privatleute mit Geburtstag, Taufe, Hochzeit oder Einladung zu Hause, die nicht selbst kochen wollen.
  • Kleine und mittlere Firmen mit Meetings, Eröffnungen, Teamessen oder Sommerfesten.
  • Vereine, Schulen und Einrichtungen mit Festen und Veranstaltungen.
  • Messen und Veranstaltungen, bei denen Verpflegung gesucht wird, oft über Veranstalter und Agenturen.
  • Online-Suche nach Leistung und Stadtteil und Aufgaben, die Privatleute auf einem Marktplatz einstellen.

Den ersten Preis setzen

Beim Catering wird meist pro Person oder als Pauschale für ein Menü oder Buffet kalkuliert. Rechnen Sie alle Kosten ein: Zutaten, Küchenmiete, Geschirr und Transport, Personal, Verpackung, Versicherung, Steuern und Ihre eigene Zeit für Einkauf, Vorbereitung, Aufbau und Abbau. Eine konkrete Zahl nenne ich nicht, weil sie von Menü, Personenzahl und Ort abhängt.

Ein typischer Fehler ist, nur die Zutaten zu rechnen. Der größte Teil der Arbeit fällt vor und nach dem Essen an. Legen Sie fest, bis wann die Personenzahl feststehen muss, und was gilt, wenn weniger oder mehr Gäste kommen.

Wie die ersten zehn Kunden aussehen

Am Anfang sind es meist Bekannte, die eine Feier planen, oder kleine Firmen aus dem Umfeld. Die Aufträge sind überschaubar, etwa ein Buffet für eine Familienfeier oder ein Mittagessen für ein Team. Das ist gut, denn so lernen Sie, wie viel Zeit Einkauf, Transport und Aufbau wirklich brauchen.

Machen Sie Fotos von Speisen und Aufbau, mit Einverständnis aller Beteiligten, und bitten Sie um eine kurze Rückmeldung. Bei Essen entscheidet der erste Eindruck, aber Empfehlungen entscheiden, ob Sie wiederbeauftragt werden.

Bleiben Sie bei Ihrem ersten Angebot übersichtlich. Ein kleines Menü, das Sie sicher beherrschen und kalkulieren können, überzeugt mehr als eine lange Karte, bei der nichts richtig sitzt. Erweitern Sie das Angebot erst, wenn Abläufe und Mengen stimmen und Kundinnen und Kunden danach fragen.

Geld annehmen als Selbstständiger in Deutschland

Wer regelmäßig gegen Bezahlung arbeitet, meldet in der Regel ein Gewerbe an. In München läuft das über die zuständige Stelle der Stadt. Danach schickt das Finanzamt einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, in dem es um Ihre Tätigkeit, erwartete Einnahmen und die Umsatzsteuer geht. Ob die Kleinunternehmerregelung passt, klären Finanzamt oder Steuerberatung. Rechnungen brauchen Pflichtangaben, Einnahmen gehören in die Steuererklärung.

Bei Barzahlung gelten besondere Aufzeichnungspflichten. Eine Betriebshaftpflicht ist wichtig, weil bei Lebensmitteln gesundheitliche Schäden entstehen können. Arbeiten Sie neben einem Job, lesen Sie den Arbeitsvertrag zur Nebentätigkeit. Zu Sozialversicherung und Berufsgenossenschaft fragen Sie die zuständigen Stellen.

Was in den ersten Monaten schiefgeht

Der häufigste Fehler ist falsche Kalkulation. Wer Mengen unterschätzt oder Zeit nicht einrechnet, arbeitet am Ende für wenig Geld. Ein zweiter Fehler sind Allergene: Gäste mit Unverträglichkeiten brauchen verlässliche Angaben, und ein Fehler kann gefährlich werden. Fragen Sie vorab nach und kennzeichnen Sie sauber.

Ein drittes Risiko ist Kühlung und Transport. Speisen müssen sicher gekühlt oder warm gehalten werden. Planen Sie Technik und Zeit dafür ein, und starten Sie nicht mit Aufträgen, die Ihre Ausstattung überfordern.

Wie ein Websta-Profil dazu passt

Mit Websta bekommen Sie eine Profilseite, die wie eine kleine Website aussieht: mit Leistungen, Preisen, Fotos, Kontaktformular und Online-Buchung. Den Link können Sie jedem schicken, der fragt, und das Profil kann über die Suche gefunden werden. Kunden zahlen per Karte, das Geld wird über Stripe auf Ihr eigenes Bankkonto ausgezahlt, und die Preise legen Sie selbst fest.

Dazu gibt es einen Marktplatz, auf dem Menschen in der Nähe nach Leistung und Ort suchen oder eine Aufgabe einstellen, auf die Anbieter Angebote abgeben. Für Kochen und Catering finden Sie ihn unter /marketplace/food. Das Profil garantiert keine Anfragen, doch Menüs, Preise und Fotos Ihrer Speisen lassen sich dort an einem Ort zeigen.

Häufig gestellte Fragen

Darf ich zu Hause für Kunden kochen?
Das hängt von Art und Umfang ab. Die Lebensmittelüberwachung der Stadt München sagt Ihnen, welche Anforderungen an die Küche gelten.
Brauche ich eine Belehrung?
Wer mit Lebensmitteln arbeitet, braucht eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz. Fragen Sie bei der Stadt München nach dem Ablauf.
Wie kalkuliere ich Catering?
Pro Person oder als Pauschale, mit Zutaten, Küche, Personal, Transport, Versicherung und Ihrer Zeit. Legen Sie die Personenzahl rechtzeitig fest.
Wie finde ich die ersten Kunden?
Meist über Bekannte, Empfehlungen und die Online-Suche. Fotos Ihrer Speisen und klare Menüs helfen bei der Entscheidung.

Zu den Zahlen

Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.

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