Als Kinderbetreuer in Frankfurt am Main Geld verdienen: Einstieg

Familien in Frankfurt am Main brauchen Betreuung, oft kurzfristig und oft zu Zeiten, in denen Kitas und Schulen geschlossen sind. Wer gut mit Kindern umgehen kann, verlässlich ist und Verantwortung ernst nimmt, kann daraus Einnahmen machen, neben dem Job, dem Studium oder später hauptberuflich. Dieser Text beschreibt, woher Familien kommen, wie man über Geld spricht und was in Deutschland zu klären ist, bevor Kinder gegen Bezahlung betreut werden. Er verspricht keinen Verdienst und keine Zahl an Familien.

Aktualisiert 22. Oktober 2026

Woher die Familien kommen

Die klassische Form ist das Babysitten am Abend oder am Wochenende, wenn Eltern ausgehen, arbeiten oder Termine haben. Dazu kommt die Betreuung nach der Schule: Abholen, Essen, Hausaufgaben, Begleitung zum Sport oder zur Musikschule. In einer Stadt mit vielen berufstätigen Eltern und vielen Familien ohne Großeltern in der Nähe ist dieser Bedarf regelmäßig da, auch wenn er nicht gleichmäßig verteilt ist.

Weitere Anlässe sind Ferienzeiten, Krankheitstage des Kindes, Betreuung bei Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Tagungen sowie Unterstützung für Familien mit mehreren kleinen Kindern. Wer in Stadtteilen wie dem Nordend, Bornheim, Sachsenhausen oder dem Westend lebt, findet dort viele Familien, aber auch viele Konkurrenten, daher zählt Verlässlichkeit mehr als ein günstiger Preis.

  • Abend- und Wochenendbetreuung
  • Abholung und Betreuung nach Schule oder Kita
  • Ferien- und Krankheitstage
  • Betreuung bei Veranstaltungen

Einen Preis festlegen

Bei Kinderbetreuung wird meist pro Stunde abgerechnet. Der Preis hängt davon ab, wie viele Kinder betreut werden, wie alt sie sind, ob Sie kochen oder Hausaufgaben begleiten und ob Sie ein Auto brauchen. Vergleichen Sie, was andere Anbieter in der Stadt verlangen, und rechnen Sie Fahrtzeit und Vorbereitung mit ein.

Sprechen Sie vorab über Zuschläge, zum Beispiel für späte Zeiten, mehrere Kinder oder kurzfristige Anfragen. Legen Sie fest, wie Sie abrechnen: pro Einsatz, monatlich oder im Voraus. Eltern vertrauen Ihnen etwas sehr Wertvolles an, deshalb wirkt ein klarer, ruhig genannter Preis professionell, während ein zu niedriger Preis eher Misstrauen weckt.

Wie die ersten zehn Familien aussehen

Der Anfang führt fast immer über Vertrauen: Nachbarn, Freunde, Eltern aus Kita oder Verein, Bekannte von Bekannten. Ein Kennenlernen mit Kind und Eltern, bevor es ums erste Alleinsein geht, ist üblich und sinnvoll. Fragen Sie nach Allergien, Schlafritualen, Notfallnummern und dem, was das Kind braucht.

Rechnen Sie damit, dass viele Anfragen kurzfristig kommen und manche Familien nur selten buchen. Aus wenigen, zuverlässigen Familien entsteht langsam ein Stamm. Vermeiden Sie, mehr Termine anzunehmen, als Sie verlässlich schaffen, denn kurzfristige Absagen zerstören Vertrauen schneller als ein höherer Preis.

Was Sie in Deutschland klären sollten

Wer Kinder regelmäßig gegen Bezahlung betreut, sollte klären, ob eine Erlaubnis nötig ist. Die Kindertagespflege, also die Betreuung fremder Kinder in größerem Umfang, kann eine Pflegeerlaubnis des Jugendamts erfordern. Wo die Grenze zum gelegentlichen Babysitten liegt, erfahren Sie beim Jugendamt der Stadt Frankfurt am Main. Dort bekommen Sie auch Informationen zu Qualifikation und Vorgaben.

Beim Finanzamt melden Sie die Tätigkeit über den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung an. Ob Einnahmen aus Babysitting anzumelden sind und wie, klären Sie mit dem Finanzamt oder einer Steuerberatung. Ein erweitertes Führungszeugnis und ein Erste-Hilfe-Kurs am Kind sind keine Formalie, sondern ein Zeichen von Verantwortung, nach dem Eltern oft fragen. Prüfen Sie außerdem Ihre Haftpflichtversicherung: Deckt sie die Betreuung fremder Kinder ab?

Typische Probleme in den ersten Monaten

Häufige Probleme sind unklare Absprachen: Bis wann bleiben Sie, wer bringt das Kind ins Bett, was darf es essen, wen rufen Sie bei Notfällen an? Schreiben Sie diese Punkte vor dem ersten Einsatz auf. Ebenso wichtig ist die Frage, was passiert, wenn Sie krank werden oder die Eltern kurzfristig absagen.

Dazu kommen Zahlungsfragen. Wer erst nach Wochen bezahlt wird, hat schnell Streit. Vereinbaren Sie Zahlungsfristen oder Vorauszahlung. Achten Sie auch auf Ihre Grenzen: Wenn Sie nach einer langen Arbeitswoche noch spätabends betreuen, steigt das Risiko, dass Sie müde werden. Das ist bei Kindern nicht egal.

Das Websta-Profil für Kinderbetreuer

Auf Websta erhalten Sie eine Profilseite, die wie eine kleine Website aussieht: Leistungen, Preise, Fotos, Kontaktformular und Online-Buchung. Eltern sehen vorab, was Sie anbieten, zu welchen Zeiten und zu welchem Preis, und können eine Anfrage senden. Den Link schicken Sie an jeden, der fragt, und im Marktplatz werden Anbieter nach Leistung und Ort gefunden. Menschen in der Nähe können dort außerdem eine Aufgabe einstellen, auf die Sie ein Angebot abgeben.

Kartenzahlungen werden über Stripe auf Ihr eigenes Bankkonto ausgezahlt, und die Preise legen Sie fest. Ihr Profil ersetzt nicht das persönliche Kennenlernen, das für Eltern wichtig bleibt, aber es beantwortet die ersten Fragen im Voraus. Mehr Anbieter finden Sie unter /marketplace/childcare.

Ehrlich einschätzen

Kinderbetreuung ist verantwortungsvoll und braucht Zeit, bis sich Vertrauen aufbaut. Ob sie ein Nebenverdienst bleibt oder mehr wird, hängt von Ihren Zeiten, Ihrer Zuverlässigkeit und Ihren Qualifikationen ab. Beginnen Sie mit wenigen Familien und bauen Sie auf Empfehlungen auf.

Ein sinnvoller Schritt zu Beginn ist ein kurzes Informationsblatt für Eltern: Wann Sie verfügbar sind, was Sie kosten, wie Sie bei Krankheit oder Absagen vorgehen und welche Fragen Sie vor dem ersten Einsatz klären. Wer das schriftlich hat, wirkt verlässlich und spart sich viele Einzelgespräche. Eltern merken schnell, ob jemand die Verantwortung ernst nimmt.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich eine Erlaubnis, um Kinder in Frankfurt am Main zu betreuen?
Für gelegentliches Babysitten meist nicht, für regelmäßige Betreuung fremder Kinder in größerem Umfang kann eine Pflegeerlaubnis des Jugendamts nötig sein. Fragen Sie dort nach.
Wie setze ich meinen Stundenpreis?
Vergleichen Sie Anbieter in der Stadt und rechnen Sie Fahrtzeit und Aufgaben ein. Nennen Sie Zuschläge vorab.
Muss ich Einnahmen aus Babysitting versteuern?
Einnahmen müssen grundsätzlich angegeben werden. Wie, klären Sie mit dem Finanzamt oder einer Steuerberatung.
Welche Nachweise erwarten Eltern?
Häufig ein Führungszeugnis, einen Erste-Hilfe-Kurs am Kind und Empfehlungen anderer Familien.

Zu den Zahlen

Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.

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