Als Reinigungskraft in Stuttgart selbstständig Geld verdienen

Reinigung ist ein Bereich, in dem Nachfrage selten das Problem ist. Schwierig sind Zuverlässigkeit, faire Preise und die Frage, wie man als Selbstständiger sauber abrechnet. Wer in Stuttgart als Reinigungskraft Geld verdienen möchte, nebenbei oder hauptberuflich, sollte vor dem ersten Kunden einige Dinge klären. Dieser Text beschreibt, woher Aufträge kommen, wie Sie über Preise sprechen und was in den ersten Monaten oft schiefgeht. Zusagen zu Einnahmen gibt es nicht.

Aktualisiert 22. Oktober 2026

Woher Kunden in Stuttgart kommen

Stuttgart hat viele Haushalte, in denen beide Partner arbeiten, dazu Singles mit langen Arbeitstagen, ältere Menschen, die Unterstützung im Haushalt suchen, und Vermieter, die zwischen zwei Mietern gründlich reinigen lassen. Auch Praxen, kleine Büros, Kanzleien und Läden suchen regelmäßige Reinigung, oft in den Randzeiten.

Der wichtigste Weg bleibt die Empfehlung: Eine zufriedene Kundin erzählt es im Haus, im Freundeskreis oder im Büro weiter. Hinzu kommt die Suche im Netz nach Reinigung im eigenen Stadtteil. Wer in Cannstatt, im Stuttgarter Westen oder in Vaihingen sucht, will meist jemanden aus der Nähe, weil dann Fahrzeiten und Preise überschaubar bleiben.

  • Berufstätige Haushalte im eigenen Stadtteil
  • Ältere Menschen, die Unterstützung im Haushalt wünschen
  • Vermieter und Eigentümer vor oder nach Mieterwechsel
  • Kleine Büros, Praxen und Läden

Den ersten Preis festlegen

Es gibt zwei gängige Modelle: Stundensatz oder Festpreis pro Einsatz. Ein Stundensatz ist ehrlich, wenn der Aufwand schwer abzuschätzen ist. Ein Festpreis ist für Kunden einfacher zu planen, setzt aber voraus, dass Sie Wohnungsgröße und Zustand vorab einschätzen können. Rechnen Sie Anfahrt, Putzmittel, Geräte und Ihre Zeit für Absprachen mit ein.

Besprechen Sie Preise beim ersten Termin, bevor Sie anfangen. Bieten Sie bei regelmäßigen Terminen einen festen Rhythmus an. Eine Zahl nennen wir hier bewusst nicht, weil sie von Aufgabe, Zeit und Stadtteil abhängt. Prüfen Sie, was andere Anbieter in Stuttgart öffentlich verlangen, und ordnen Sie sich ehrlich ein.

Wie die ersten zehn Kunden meist aussehen

Die ersten Kunden sind meist Menschen aus dem eigenen Umfeld, etwa Kollegen, Nachbarn oder Bekannte, die eine Grundreinigung nach einem Umzug wollen oder jemanden für alle zwei Wochen suchen. Danach kommen Weiterempfehlungen. Einmalige Aufträge wie Endreinigung oder Fensterreinigung sind häufig, regelmäßige Kunden entstehen erst, wenn das Vertrauen da ist.

Es kommt vor, dass ein Kunde nach dem ersten Termin nicht wieder anruft. Das ist kein Beweis, dass etwas schiefging. Fragen Sie freundlich nach Rückmeldung, wenn Sie das Gefühl haben, etwas verbessern zu können.

Was Sie in Deutschland vor dem Start klären

Wer als Reinigungskraft selbstständig arbeitet, meldet in der Regel ein Gewerbe beim Gewerbeamt der Stadt Stuttgart an und lässt sich beim Finanzamt über das ELSTER-Portal steuerlich erfassen. Ob die Kleinunternehmerregelung für Sie passt, erfahren Sie dort. Wichtig: Die Gebäudereinigung ist als Handwerk geregelt. Welche Tätigkeiten ohne Handwerksrolleneintragung zulässig sind und wo die Grenze zur Gebäudereinigung liegt, klärt die Handwerkskammer Region Stuttgart.

Klären Sie außerdem, ob Sie als Privatperson angestellt oder als Selbstständige arbeiten, denn die Abgrenzung ist für Sie und Ihre Kunden relevant. Eine Betriebshaftpflichtversicherung schützt, wenn etwas beschädigt wird. Wer in fremden Wohnungen arbeitet, sollte außerdem Schlüsselübergaben schriftlich festhalten.

Was in den ersten Monaten oft schiefgeht

Häufige Probleme sind unklare Erwartungen: Der Kunde denkt, Fenster und Backofen seien inklusive, Sie hatten es anders geplant. Dazu kommen zu knappe Zeitplanung, sodass Sie ohne Pause von Termin zu Termin hetzen, und ein Wegeaufwand, der den Stundenlohn drückt. Auch Beschädigungen und die Frage, wer haftet, führen zu Streit.

Schreiben Sie eine kurze Leistungsliste, was bei einem Termin gemacht wird, und lassen Sie sie bestätigen. Planen Sie Fahrzeit realistisch und bündeln Sie Termine im gleichen Stadtteil. Bewahren Sie Fotos von vorhandenen Schäden auf, falls Fragen entstehen.

  • Leistungsliste pro Termin schriftlich festhalten
  • Termine im gleichen Stadtteil bündeln
  • Schlüsselübergabe dokumentieren
  • Absageregel vorab klären

Wie ein Websta-Profil dazu passt

Ein Websta-Profil sieht aus wie eine kleine Website mit Leistungen, Preisen, Fotos, Kontaktformular und Online-Buchung. Kunden sehen, ob Sie Wohnungsreinigung, Endreinigung oder Büroreinigung anbieten, und buchen einen Termin ohne langes Hin und Her. Den Link schicken Sie jedem, der Sie empfohlen bekommt.

Menschen aus der Nähe finden Anbieter nach Leistung und Ort und können eine Aufgabe einstellen, auf die Anbieter Angebote machen. Kartenzahlungen werden über Stripe auf Ihr eigenes Bankkonto ausgezahlt, die Preise legen Sie fest. Das Profil ersetzt weder Vertrauen noch Kennenlernen, aber es macht Sie auffindbar. Mehr unter /marketplace/cleaning.

Zeit und Erwartung

Reinigung ist körperlich anstrengend, und der Aufbau eines Kundenstamms braucht Zeit. Starten Sie mit wenigen Terminen, bauen Sie Stammkunden auf und prüfen Sie nach einigen Monaten, ob Preise und Wege zusammenpassen. Wie viel Sie verdienen, hängt von Ihrer Zeit, Ihrem Stadtteil und Ihren Kunden ab, und niemand kann es seriös vorhersagen.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich als Reinigungskraft in Stuttgart ein Gewerbe anmelden?
Wer regelmäßig selbstständig gegen Entgelt reinigt, meldet in der Regel ein Gewerbe an. Fragen Sie beim Gewerbeamt der Stadt Stuttgart und beim Finanzamt nach Ihrem Fall.
Brauche ich eine Handwerksrolleneintragung für Gebäudereinigung?
Die Gebäudereinigung ist als Handwerk geregelt. Die Handwerkskammer Region Stuttgart sagt Ihnen, welche Tätigkeiten für Sie ohne Eintragung zulässig sind.
Wie finde ich Reinigungskunden in Stuttgart?
Meist über Empfehlungen, Nachbarn, Vermieter und die Suche im Netz. Ein Profil mit Leistungen, Preisen und Buchung erleichtert das Auffinden.
Stundensatz oder Festpreis?
Beides ist üblich. Ein Stundensatz passt bei unklarem Aufwand, ein Festpreis bei klar beschriebenen Einsätzen. Der Kunde sollte den Preis vor dem Termin kennen.

Zu den Zahlen

Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.

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