Als Gärtner in Frankfurt am Main Geld verdienen: Einstieg

Gärten, Balkone und Innenhöfe wollen gepflegt werden, und viele Menschen in Frankfurt am Main haben dafür weder Zeit noch Werkzeug. Wer Rasen mähen, Hecken schneiden, Beete anlegen und Pflanzen pflegen kann, hat dafür mögliche Kundschaft, neben dem Job oder später als Haupttätigkeit. Dieser Text beschreibt, woher Kunden kommen, wie man einen ersten Preis nennt und was in Deutschland vor dem Start zu klären ist. Einen Verdienst verspricht er nicht, und er sagt offen, dass die Arbeit saisonal ist.

Aktualisiert 22. Oktober 2026

Woher die Kunden kommen

Kunden sind vor allem Eigentümer von Häusern mit Garten, etwa in Stadtteilen wie Bergen-Enkheim, Praunheim, Höchst oder Niederrad, wo es mehr Einfamilien- und Reihenhäuser gibt als in der dicht bebauten Innenstadt. Dazu kommen Hausverwaltungen und Wohnungsgesellschaften, die Grünflächen an Mehrfamilienhäusern gepflegt haben wollen, sowie ältere Menschen, die den Garten nicht mehr selbst schaffen.

In der Innenstadt sind Balkone, Dachterrassen und Innenhöfe ein Thema: Bepflanzung, Pflege, Bewässerung während des Urlaubs. Auch kleine Gewerbe wie Praxen und Läden mit Außenbereichen suchen regelmäßige Pflege. Aufträge kommen meist über Empfehlungen und die Suche im Netz, oft mit dem Frühling als Hochphase.

  • Hausbesitzer mit Rasen, Hecken und Beeten
  • Hausverwaltungen und Wohnungsgesellschaften
  • Balkon- und Terrassenbepflanzung in der Innenstadt
  • Ältere Menschen, die Unterstützung im Garten brauchen

Einen Preis festlegen

Gartenarbeit wird meist pro Stunde oder als Festpreis pro Einsatz abgerechnet. Rechnen Sie Anfahrt, Maschinen, Kraftstoff, Entsorgung von Grünschnitt und Versicherung ein. Wer Geräte kauft oder mietet, muss diese Kosten auf viele Einsätze verteilen.

Bei regelmäßiger Pflege ist ein Paket mit festen Terminen sinnvoll, bei Einmalaufträgen wie Heckenschnitt oder Baumarbeiten ein Angebot nach Besichtigung. Schreiben Sie auf, was enthalten ist, ob Sie den Schnitt abtransportieren und wer Wasser und Strom stellt. Sprechen Sie ruhig über Geld, denn Kunden vergleichen und schätzen klare Angaben.

Wie die ersten zehn Kunden aussehen

Zu Beginn sind es meist Nachbarn, Bekannte und deren Eltern, die Hilfe im Garten brauchen. Das ist ein guter Weg, Erfahrung zu sammeln und Fotos zu machen. Dokumentieren Sie vorher und nachher, mit Erlaubnis der Kunden.

Rechnen Sie damit, dass die Arbeit stark vom Wetter abhängt. Im Frühjahr und Sommer ist viel zu tun, im Winter wenig. Wer nebenher arbeitet, kann das ausgleichen, wer davon leben möchte, sollte Winterangebote wie Baumschnitt, Winterdienst oder Planung prüfen.

Was Sie in Deutschland klären sollten

Wer selbstständig Gartenarbeit anbietet, meldet in der Regel ein Gewerbe beim Gewerbeamt an. Ob für bestimmte Tätigkeiten eine Handwerkskammer oder die Industrie- und Handelskammer zuständig ist, erfahren Sie bei der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main. Beim Finanzamt melden Sie die Tätigkeit über den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung an und klären, ob die Kleinunternehmerregelung für Sie passt.

Beachten Sie Vorschriften zu Baumfällungen und Heckenschnitt: Für Bäume können Schutzregeln gelten, und Schnitt in der Brutzeit von Vögeln ist eingeschränkt. Fragen Sie bei Unsicherheit beim Grünflächenamt nach. Für Pflanzenschutzmittel ist ein Sachkundenachweis nötig, verzichten Sie ohne Nachweis darauf. Außerdem sind Lärmschutzzeiten für Maschinen zu beachten. Eine Haftpflichtversicherung ist wichtig, weil Maschinen und Äste Schäden verursachen können.

Typische Probleme in den ersten Monaten

Ein häufiger Fehler ist, die Entsorgung zu vergessen. Grünschnitt muss irgendwohin, und das kostet Zeit und Geld. Klären Sie vor dem Angebot, wohin der Schnitt gebracht wird und wer die Kosten trägt.

Ein zweites Problem sind Geräte. Wer viel Geld in Maschinen steckt, bevor Kunden da sind, bindet Kapital. Beginnen Sie mit einfachem Werkzeug oder mieten Sie Geräte. Auch Verletzungsgefahr ist real: Tragen Sie Schutzkleidung und arbeiten Sie nicht mit Geräten, die Sie nicht sicher bedienen. Und halten Sie Termine ein, denn Gartenkunden erwarten, dass Sie kommen, auch wenn das Wetter wechselt.

Das Websta-Profil für Gärtner

Auf Websta erhalten Sie eine Profilseite, die wie eine kleine Website aussieht: Leistungen, Preise, Fotos früherer Arbeiten, Kontaktformular und Online-Buchung. Kunden sehen vorab, was Sie anbieten und was es kostet, und können einen Termin anfragen. Den Link schicken Sie an jeden, der fragt, und im Marktplatz werden Anbieter nach Leistung und Ort gefunden. Menschen in der Nähe können dort auch eine Aufgabe einstellen, auf die Sie ein Angebot abgeben.

Kartenzahlungen werden über Stripe auf Ihr eigenes Bankkonto ausgezahlt, die Preise legen Sie selbst fest. Das Profil ersetzt die Besichtigung nicht, spart aber Rückfragen. Mehr Anbieter finden Sie unter /marketplace/garden.

Ehrlich einschätzen

Gartenarbeit ist körperlich, wetterabhängig und saisonal. Ob sie ein Nebenverdienst bleibt oder mehr wird, hängt von Zuverlässigkeit, Ausstattung und Empfehlungen ab. Beginnen Sie mit wenigen Kunden, klären Sie die Formalitäten und erweitern Sie Ihr Angebot Schritt für Schritt.

Ein Pflegeplan über das Jahr hilft Ihnen und den Kunden: Im Frühjahr Beete und Rasen vorbereiten, im Sommer mähen und gießen, im Herbst Laub und Rückschnitt, im Winter Planung und Gehölzschnitt, soweit erlaubt. Wer so einen Plan anbietet, verteilt die Arbeit über mehrere Monate und gewinnt Stammkunden, die nicht jedes Mal neu entscheiden müssen. Das macht die Einnahmen gleichmäßiger, auch wenn niemand ihre Höhe vorhersagen kann.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich als Gärtner ein Gewerbe anmelden?
In der Regel ja, wenn Sie selbstständig und regelmäßig arbeiten. Welche Kammer zuständig ist, erfahren Sie bei der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main.
Darf ich Bäume fällen?
Für Bäume können Schutzregeln gelten. Fragen Sie vorab beim Grünflächenamt nach.
Wie setze ich meinen Preis?
Rechnen Sie Anfahrt, Geräte, Entsorgung und Versicherung ein und nennen Sie einen Stunden- oder Festpreis mit klarem Umfang.
Wie finde ich die ersten Kunden?
Über Nachbarn, Bekannte, Empfehlungen und eine Seite mit Leistungen und Preisen.

Zu den Zahlen

Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.

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