Als Innenarchitekt in St. Gallen Geld verdienen: erste Kunden

Wer ein Auge für Räume, Licht und Materialien hat, kann in St. Gallen mit Einrichtungsberatung und Innenarchitektur Geld verdienen. Der Markt ist aber nicht gross, und er verlangt Geduld: Aufträge entstehen meist über Vertrauen und über sichtbare Arbeiten. Dieser Text beschreibt, woher Kundschaft kommt, wie Sie über Geld sprechen, was bei selbständiger Arbeit in der Schweiz zu klären ist und wie ein Websta-Profil als Visitenkarte dienen kann. Ein Einkommen, eine Kundenzahl oder einen Zeitplan kann niemand zusichern.

Aktualisiert 22. Oktober 2026

Woher zahlende Kundschaft in St. Gallen kommt

St. Gallen hat viele Altbauwohnungen, Häuser am Hang und eine Altstadt mit Gebäuden, die besondere Lösungen verlangen. Wer dort wohnt oder arbeitet, steht bei Umbau, Umzug oder Neueinrichtung oft vor Fragen, die sich nicht mit einem Katalog beantworten lassen: Wie nutze ich diesen schmalen Raum? Welche Farben passen zu diesem Licht?

Zahlende Kundschaft sind meist Privatpersonen, die ein Zimmer oder eine ganze Wohnung neu denken wollen, dazu kleine Geschäfte, Praxen und Büros, die ihren Auftritt im Raum verbessern möchten. Auch Vermieter und Verwaltungen brauchen manchmal Hilfe bei der Gestaltung von Musterwohnungen.

  • Privatpersonen bei Umzug, Umbau oder Neueinrichtung
  • Kleine Geschäfte, Cafés, Praxen und Büros mit begrenztem Budget
  • Home Staging für Verkäufer und Vermieter, die eine Wohnung vorzeigen wollen
  • Zusammenarbeit mit Handwerkern, Schreinereien und Malern, die Kundschaft weitergeben
  • Weiterempfehlungen aus dem eigenen Umfeld

Einen ersten Preis festlegen und darüber sprechen

Bei Gestaltungsarbeit verkauft man Zeit und Urteilsvermögen, nicht Material. Legen Sie deshalb klar fest, was Sie berechnen: eine Erstberatung vor Ort, ein Konzept mit Plänen und Moodboard, die Begleitung bei der Umsetzung. Jede Stufe kann ein eigener Preis sein, entweder pro Stunde oder als Pauschale, wenn der Umfang klar ist.

In einer Stadt dieser Grösse kennen sich viele Leute, und niedrige Preise bleiben hängen. Beginnen Sie mit einer kleinen, klar umrissenen Leistung, etwa einer Beratung für ein einzelnes Zimmer, und nennen Sie den Preis vor dem Termin. Wenn Kundschaft Möbel oder Material über Sie bestellen lässt, trennen Sie Ihr Honorar sichtbar von den Warenkosten. So bleibt nachvollziehbar, wofür bezahlt wird.

Wie die ersten zehn Kundinnen und Kunden aussehen

Die ersten Aufträge sind selten grosse Umbauprojekte. Häufiger geht es um ein Wohnzimmer, das nie richtig funktioniert hat, um einen Praxisempfang oder um das Zimmer, das für ein Kind umgestaltet wird. Viele dieser Kunden kennen Sie bereits oder kommen über eine Empfehlung.

Dokumentieren Sie jedes Projekt mit Vorher-Nachher-Fotos, wenn die Kundschaft einverstanden ist. Ohne Referenzen verlangt ein Gestaltungsauftrag viel Vertrauen, und genau das fehlt am Anfang. Es kann sinnvoll sein, zuerst ein oder zwei Projekte zu einem moderaten Preis umzusetzen, damit Sie etwas zeigen können. Bleiben Sie dabei ehrlich über die Gründe, und lassen Sie sich die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Bilder bestätigen.

Was bei selbständiger Arbeit in der Schweiz zu klären ist

Wer auf eigene Rechnung berät, ist in der Regel selbständig erwerbend und meldet sich bei der Ausgleichskasse an. Einkünfte gehören in die Steuererklärung; das Steueramt des Kantons St. Gallen gibt Auskunft. Ab welchem Umsatz Mehrwertsteuer und ein Handelsregistereintrag nötig werden, sagen die Eidgenössische Steuerverwaltung und das Handelsregisteramt.

Die Berufsbezeichnung ist ein eigener Punkt. Ob Sie sich Innenarchitektin oder Innenarchitekt nennen dürfen, hängt von Ausbildung und Branchenregelungen ab; wer unsicher ist, wählt eine ehrliche Beschreibung wie Einrichtungsberatung oder Raumgestaltung. Wenn Sie Baugesuche begleiten oder bauliche Eingriffe planen, gelten zusätzliche Vorschriften, die bei der Stadt oder beim Kanton zu erfragen sind.

Arbeiten Sie neben einer Anstellung, schauen Sie in den Arbeitsvertrag, ob die Nebenbeschäftigung gemeldet werden muss. Eine Haftpflichtversicherung für Beratungsfehler kann sinnvoll sein.

Was in den ersten Monaten schiefgeht

Ein typischer Fehler ist ein unklarer Umfang. Was als kurze Beratung beginnt, wächst zu Skizzen, Einkaufslisten und Terminen mit Handwerkern, ohne dass dafür bezahlt wird. Legen Sie im Voraus fest, was inbegriffen ist, und berechnen Sie Zusätzliches getrennt.

Ein zweiter Fehler ist, den eigenen Geschmack mit dem der Kundschaft zu verwechseln. Gute Raumgestaltung hört zuerst zu. Und drittens sind Gestaltungsaufträge unregelmässig: Wochen mit viel Arbeit wechseln sich mit leeren Wochen ab. Planen Sie Ihre Finanzen mit diesen Schwankungen.

  • Unklarer Leistungsumfang, der immer weiter wächst
  • Keine schriftliche Offerte vor dem Start
  • Material und Honorar vermischt
  • Zu wenig Sichtbarkeit zwischen den Aufträgen

Wie ein Websta-Profil als Visitenkarte dient

Gestaltung muss man sehen. Ein Websta-Profil sieht aus wie eine kleine Website und zeigt Ihre Leistungen, Preise, Fotos, ein Kontaktformular und Online-Buchung. Sie können die Beratung als buchbare Leistung mit festem Preis anbieten und den Link an jeden schicken, der fragt, was Sie machen.

Zusätzlich wird das Profil über die Suche nach Leistung und Ort gefunden, und auf dem Marktplatz können Menschen eine Aufgabe ausschreiben, auf die Anbieter Offerten machen. Die Preise setzen Sie selbst. Kartenzahlungen laufen über Stripe auf Ihr eigenes Bankkonto. Die Kategorie finden Sie unter /marketplace/interior.

Häufig gestellte Fragen

Darf ich mich in der Schweiz Innenarchitekt nennen?
Das hängt von Ausbildung und Branchenregeln ab. Wenn Sie unsicher sind, nutzen Sie eine neutrale Bezeichnung wie Einrichtungsberatung und fragen Sie bei einem Berufsverband nach.
Wie viel kann ich für eine Beratung verlangen?
Eine pauschale Zahl wäre erfunden. Rechnen Sie Ihre Zeit für Termin, Vorbereitung und Nachbereitung und vergleichen Sie mit dem, was andere in St. Gallen anbieten.
Brauche ich Referenzen, um zu starten?
Sie helfen sehr. Dokumentieren Sie erste Projekte mit Fotos und holen Sie die Erlaubnis zur Veröffentlichung ein.
Kann ich das neben meinem Job machen?
Oft ja. Prüfen Sie den Arbeitsvertrag auf Meldepflichten und melden Sie die Tätigkeit bei der Ausgleichskasse an.

Zu den Zahlen

Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.

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