Aktualisiert 22. Oktober 2026
Woher Mandanten in Frankfurt am Main kommen
Wer im Arbeitsalltag der Stadt zuhause ist, sieht den Bedarf schnell. In Frankfurt arbeiten viele Menschen in Banken, Beratungen, Logistik und rund um den Flughafen. Daraus entstehen Fragen zu Arbeitsverträgen, Kündigungen und Aufhebungsvereinbarungen. Viele Haushalte sind Mieter, im Westend, in Bornheim, im Gallus oder in Sachsenhausen, und Streit um Nebenkosten, Mieterhöhungen oder Kündigungen gehört zum Alltag. Dazu kommen Verkehrsunfälle, Familienrecht, Erbfälle, Ausländerrecht und das Gewerbe- und Vertragsrecht kleiner Unternehmen.
Mandanten finden Anwälte meist über drei Wege. Erstens per Suche im Netz, oft mit Stichworten wie dem Rechtsgebiet und der Stadt. Zweitens über Empfehlung von Bekannten, Steuerberatern, Maklern oder anderen Anwälten, die ein Gebiet nicht abdecken. Drittens über Rechtsschutzversicherungen und Verbände, wo Fachgebiet und Erreichbarkeit zählen. Wer ein klares Schwerpunktgebiet nennt, wird leichter gefunden als jemand, der alles anbietet.
- Arbeitnehmer und kleine Betriebe mit arbeitsrechtlichen Fragen
- Mieter und Vermieter bei Streit um Wohnung und Nebenkosten
- Privatpersonen bei Verkehrs-, Familien- oder Erbrecht
- Selbstständige und kleine Firmen bei Verträgen und Forderungen
Das erste Honorar festlegen
Anwaltsvergütung ist in Deutschland geregelt. Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz legt gesetzliche Gebühren fest, die sich meist nach dem Gegenstandswert richten. Für bestimmte Fälle, vor allem außergerichtliche Beratung, kannst du ein Honorar vereinbaren, etwa nach Stunden oder als Pauschale. Eine Vereinbarung sollte schriftlich sein, und für die Erstberatung von Verbrauchern gelten besondere Grenzen. Lies die genauen Vorgaben im Gesetz und bei der Rechtsanwaltskammer nach, bevor du Preise veröffentlichst.
Für das Gespräch über Geld heißt das: Erkläre am Anfang, wie dein Honorar entsteht und was die Beratung kostet. Mandanten haben oft Angst vor unklaren Rechnungen. Wer sagt, dass ein Erstgespräch zu einem bestimmten Festpreis möglich ist und was danach folgt, nimmt viel Unsicherheit heraus. Ein Festpreis für klar umrissene Aufgaben, etwa die Prüfung eines Arbeitsvertrags, ist für Mandanten leichter zu verstehen als ein offener Stundensatz.
Wie die ersten zehn Mandate meistens aussehen
Die ersten Mandate sind selten die großen Wirtschaftsfälle. Häufiger sind es überschaubare Aufträge: ein Arbeitsvertrag, der geprüft werden soll, eine Mahnung, ein Mietstreit, ein Bußgeldbescheid. Sie kommen aus dem eigenen Umfeld, von früheren Kollegen, Kommilitonen oder Bekannten, die jemanden suchen, dem sie vertrauen. Das ist kein Nachteil. Kleine Fälle zeigen, wie du arbeitest, und aus einem zufriedenen Mandanten werden manchmal weitere.
Rechne außerdem mit Zeit, die nicht bezahlt wird: Telefonate, die kein Mandat werden, Fälle, die du ablehnen musst, weil sie nicht in dein Gebiet passen. Das gehört zum Beruf. Ehrlich bleibt die Aussage, dass der Aufbau eines eigenen Mandantenstamms länger dauert, als viele erwarten, und dass es keine verlässliche Zahl dafür gibt.
Was du als selbstständiger Anwalt klären musst
Der Weg in die Selbstständigkeit beginnt bei der Zulassung. Wer als Rechtsanwalt tätig sein will, braucht die Zulassung bei der zuständigen Rechtsanwaltskammer, in Frankfurt ist das die Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main. Dort erfährst du auch, welche Pflichten damit verbunden sind, etwa eine Berufshaftpflichtversicherung und die Nutzung des elektronischen Anwaltspostfachs. Rechtsanwälte gehören zu den freien Berufen, du meldest in der Regel kein Gewerbe an, sondern teilst dem Finanzamt deine Tätigkeit über den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung in ELSTER mit.
Für die Umsatzsteuer und die Frage, ob die Kleinunternehmerregelung für dich passt, gelten die aktuellen Regeln des Finanzamts. Die Werbung für Anwälte ist durch Berufsrecht und Wettbewerbsrecht eingegrenzt. Wenn du nicht als Anwalt zugelassen bist, aber juristisches Wissen hast, darf Rechtsberatung für Dritte nur im Rahmen des Rechtsdienstleistungsgesetzes angeboten werden. Frag im Zweifel die Rechtsanwaltskammer. Für Kranken- und Rentenversicherung, auch im Versorgungswerk, wende dich an die zuständigen Stellen.
Was in den ersten Monaten oft schiefgeht
Häufig ist der Fokus zu breit. Wer jedes Rechtsgebiet nennt, wirkt austauschbar und wird in der Suche schlechter gefunden. Ein zweites Problem sind Fristen und Büroorganisation: Ohne Kanzleisoftware, Vorlagen und Aktenordnung verliert man Zeit, die eigentlich für Mandanten gedacht war. Ein drittes ist der Umgang mit Geld: Rechnungen werden zu spät gestellt, Vorschüsse nicht verlangt, und Fremdgelder gehören immer getrennt geführt.
Wer nebenbei angestellt arbeitet, sollte die Nebentätigkeit mit dem Arbeitgeber klären und Interessenkonflikte vermeiden. Und: Mandanten erwarten schnelle Antworten. Eine Erreichbarkeit, die du nicht halten kannst, solltest du nicht versprechen.
Wo ein Websta-Profil sich einfügt
Ein Websta-Profil ist eine Seite, die wie eine kleine Website funktioniert: mit Leistungen, Preisen, Fotos, Kontaktformular und Online-Buchung. Du kannst sie jedem schicken, der nach einem Erstgespräch oder einem Festpreis fragt. Über den Marktplatz finden Menschen in der Nähe Anbieter nach Leistung und Ort, und sie können eine Aufgabe einstellen, auf die Anbieter Angebote machen. Kartenzahlungen laufen über Stripe auf dein eigenes Bankkonto, die Preise bestimmst du selbst.
Beachte beim Texten deiner Seite die Regeln für Anwaltswerbung. Dein Profil ersetzt keine Empfehlungen, aber es gibt Interessenten eine klare Anlaufstelle. Mehr zum Bereich unter /marketplace/legal.
Häufig gestellte Fragen
- Kann ich als Anwalt in Frankfurt am Main nebenbei eigene Mandate annehmen?
- Das hängt von Zulassung, Arbeitsvertrag und möglichen Interessenkonflikten ab. Kläre es mit deinem Arbeitgeber und der Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main, bevor du Mandate annimmst.
- Muss ich als Rechtsanwalt ein Gewerbe anmelden?
- Rechtsanwälte gelten als freie Berufe und melden in der Regel kein Gewerbe an. Die Tätigkeit teilst du dem Finanzamt mit. Im Zweifel fragst du dort nach.
- Wie finde ich die ersten Mandanten?
- Meist über das eigene Umfeld, Empfehlungen von anderen Berufsgruppen und die Suche im Netz. Ein klares Fachgebiet mit verständlich beschriebenen Leistungen hilft, gefunden zu werden.
- Darf ich als Anwalt Festpreise nennen?
- Für bestimmte Beratungsleistungen sind Vereinbarungen möglich, es gelten aber gesetzliche Vorgaben zur Vergütung. Lies sie im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz nach und frag die Rechtsanwaltskammer.
Zu den Zahlen
Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.
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