Personal Trainer in Biel/Bienne: Kundschaft finden, Geld verdienen

Biel/Bienne liegt am See, hat Wanderwege und Velorouten vor der Tür und eine aktive Sportszene. Das ist gute Voraussetzung für Training, aber noch kein Garant dafür, dass Menschen einen Personal Trainer bezahlen. Der Markt ist klein genug, dass man sich kennt, und gross genug, dass es mehrere Anbieter gibt. Dieser Text zeigt, woher zahlende Kundschaft realistisch kommt, wie du Preise ansetzt, was bei der Selbständigkeit in der Schweiz zu klären ist und was in den ersten Monaten häufig schiefgeht. Betrag und Kundenzahl kann niemand zusichern.

Aktualisiert 22. Oktober 2026

Woher zahlende Kundschaft in Biel/Bienne kommt

Wer einen Trainer sucht, hat meist ein konkretes Ziel: Rückenbeschwerden vermeiden, nach einer Pause wieder einsteigen, für einen Lauf trainieren, Gewicht verlieren, Kraft aufbauen. Solche Menschen finden dich meist über Empfehlungen aus Freundeskreis oder Arbeitsumfeld, über Fitnessstudios, Sportvereine und über die Online-Suche nach Personal Training und Ort.

In Biel/Bienne arbeiten viele Menschen in der Industrie, im Gesundheitswesen und an Hochschulen. Sie haben oft feste Arbeitszeiten und buchen früh am Morgen, in der Mittagspause oder am Abend. Wer diese Zeitfenster abdecken kann, hat einen Vorteil. Auch Betriebe fragen gelegentlich nach Kursen für Teams, was eher ein Zusatzgeschäft ist.

  • Empfehlungen aus Freundes-, Familien- und Arbeitsumfeld
  • Fitnessstudios, Sportvereine und Physiotherapiepraxen
  • Online-Suche nach Personal Training und Ort
  • Training im Freien am See oder im Park
  • Kleine Gruppen mit zwei bis vier Personen als Einstieg

Wo du trainierst

Ein eigener Raum ist teuer und am Anfang selten nötig. Viele starten mit Training im Freien, bei den Kundinnen zu Hause oder in einem Studio, das Trainern Zugang gibt. Kläre vorher, ob das Studio Fremdtrainer erlaubt und ob dafür eine Gebühr anfällt. Für öffentliche Plätze und Parks frag bei der Stadt nach, ob eine Bewilligung für gewerbliche Nutzung nötig ist.

Den ersten Preis festlegen

Schau dir an, was andere Trainer und Studios in der Region öffentlich verlangen, und rechne mit deinen Kosten: Raummiete oder Studiogebühr, Geräte, Versicherung, Weiterbildung, Fahrten. Berücksichtige nicht nur die Trainingsstunde, sondern auch die Zeit für Planung, Nachrichten und Absagen.

Biete ein kurzes Kennenlerngespräch an, in dem du Ziele, Vorgeschichte und Einschränkungen klärst, und nenne danach einen klaren Preis. Pakete mit mehreren Terminen helfen beiden Seiten bei der Planung, aber lege Gültigkeit und Absageregeln schriftlich fest.

Wie die ersten zehn Kunden aussehen

Am Anfang sind es meist Bekannte und deren Bekannte, Kolleginnen aus dem Verein oder Menschen, die dich im Studio gesehen haben. Manche buchen nur ein paar Termine, andere bleiben länger. Du bekommst schnell ein Gefühl dafür, wer verbindlich ist und wer nicht.

Fortschritte sichtbar zu machen, hilft: ein kurzes Protokoll, einfache Messungen, ein Gespräch nach einigen Wochen. Frag, ob du Rückmeldungen oder Fotos veröffentlichen darfst, und tu es nur mit Zustimmung.

Selbständig arbeiten: was zu klären ist

Wer in der Schweiz selbständig arbeitet, meldet sich in der Regel bei einer Ausgleichskasse für die AHV an. Das Einkommen gehört in die Steuererklärung, die Steuerverwaltung des Kantons Bern beantwortet Fragen. Zur Mehrwertsteuer wende dich an die Eidgenössische Steuerverwaltung. Bist du angestellt, lies den Arbeitsvertrag zu Nebentätigkeiten.

Beim Training mit Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen ist Vorsicht nötig. Verweise bei Beschwerden auf ärztliche Abklärung und gib keine medizinischen Ratschläge. Eine Berufshaftpflicht und die Frage nach Unfallversicherung klärst du mit einer Versicherung, bevor du das erste Mal bezahlt trainierst.

Was in den ersten Monaten oft schiefgeht

Häufig ist die Auslastung ungleichmässig. Viele wollen morgens oder abends trainieren, während Mittagszeit und Nachmittag frei bleiben. Wer sich nur auf Stosszeiten verlässt, hat leere Tage. Überlege, welche Zielgruppen tagsüber Zeit haben, zum Beispiel Menschen im Schichtdienst, Selbständige oder Pensionierte.

Ein weiterer Fehler sind Pläne, die nicht zur Person passen. Ein Programm von der Stange funktioniert selten. Plane den Aufbau schrittweise und passe ihn an. Und trenne Geschäfts- und Privatkonto, damit du siehst, was nach Kosten bleibt.

Unterschätzt wird auch der Aufwand für Nachrichten und Terminverschiebungen. Setze feste Zeiten, zu denen du antwortest, und schreibe Absageregeln so auf, dass sie niemanden überraschen.

Wie eine Websta-Seite dazu passt

Mit Websta bekommst du eine Profilseite, die wie eine kleine Webseite aussieht, mit Leistungen, Preisen, Fotos, Kontaktformular und Online-Buchung. Interessierte sehen Angebot und Kosten, bevor sie schreiben, und können einen Termin direkt buchen. Die Seite kann über die Suche gefunden werden. Kartenzahlungen laufen über Stripe und werden auf dein eigenes Bankkonto ausgezahlt, die Preise legst du selbst fest.

Auf dem Marktplatz suchen Menschen in der Nähe nach Leistung und Ort oder stellen eine Aufgabe ein, auf die Anbieter Angebote machen. Das ersetzt keine Empfehlung, gibt dir aber eine feste Adresse, auf die du verweisen kannst.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich eine Ausbildung, um Personal Trainer zu werden?
Der Titel ist nicht überall geschützt, aber Kundschaft und Versicherung achten auf Qualifikationen. Kläre mit deiner Versicherung und einem Berufsverband, was erwartet wird.
Kann ich im Freien in Biel/Bienne trainieren?
Oft ja, aber für gewerbliche Nutzung öffentlicher Plätze können Vorgaben gelten. Frag bei der Stadt nach.
Wie viel kann ich verlangen?
Schau dir öffentliche Preise anderer Trainer an und rechne deine Kosten durch. Eine allgemeine Zahl lässt sich nicht nennen.
Wie melde ich mich als Selbständiger an?
In der Regel bei einer Ausgleichskasse für die AHV. Für Steuern ist die Steuerverwaltung des Kantons Bern zuständig.

Zu den Zahlen

Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.

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