Mit Tierbetreuung in Frankfurt am Main Geld verdienen: Einstieg

Viele Menschen in Frankfurt am Main arbeiten lange, reisen oft und haben trotzdem Hund, Katze oder Kleintiere. Dafür brauchen sie Menschen, denen sie ihre Tiere anvertrauen. Wer zuverlässig ist und Tiere versteht, kann daraus Einnahmen machen: mit Gassigehen, Hausbesuchen, Urlaubsbetreuung oder Tagesbetreuung. Dieser Text beschreibt, woher Kunden kommen, wie man einen ersten Preis nennt und was in Deutschland zu klären ist, bevor man Tiere gegen Bezahlung betreut. Einen Verdienst verspricht er nicht.

Aktualisiert 22. Oktober 2026

Woher die Kunden kommen

Die häufigste Anfrage ist das Gassigehen mit Hunden tagsüber, wenn Besitzer im Büro sind. In einer Stadt mit vielen Berufstätigen, etwa im Bankenviertel oder rund um die Messe, ist das ein regelmäßiger Bedarf. Dazu kommen Katzenbetreuung zu Hause während des Urlaubs, Besuche zur Fütterung, Medikamentengabe und die Betreuung von Kleintieren.

Weitere Anlässe sind Urlaubsbetreuung im eigenen Haushalt, Tagesbetreuung für Welpen oder ältere Hunde und Fahrten zum Tierarzt. Kunden finden Anbieter meist über Empfehlungen, über Nachbarschaftsgruppen und über die Suche im Netz. Stadtteile mit vielen Hundebesitzern und Grünflächen in der Nähe, wie Bornheim, das Nordend oder Sachsenhausen, bieten sich an, doch auch hier konkurrieren viele Anbieter.

  • Gassigehen tagsüber für Berufstätige
  • Katzenbetreuung und Hausbesuche im Urlaub
  • Tagesbetreuung für Hunde
  • Begleitung zum Tierarzt und Medikamentengabe

Einen ersten Preis nennen

Beim Gassigehen wird oft pro Gang abgerechnet, bei Hausbesuchen pro Besuch, bei Übernachtungen pro Tag oder Nacht. Rechnen Sie mit Wegezeiten: Wer jedes Mal zehn Minuten zum Kunden braucht, rechnet das in den Preis ein. Auch Versicherung, Leinen, Kotbeutel und Fahrtkosten gehören zu Ihren Kosten.

Nennen Sie Preise klar und schriftlich, inklusive Zuschlägen für Feiertage, mehrere Tiere oder spezielle Pflege. Besprechen Sie vorab, was passiert, wenn ein Tier krank wird oder der Besitzer später zurückkommt. So vermeiden Sie Streit über Geld, wenn es emotional wird.

Wie die ersten zehn Kunden aussehen

Der Anfang ist Vertrauenssache. Nachbarn, Kollegen und Freunde mit Tieren sind die ersten Kunden, und oft entsteht der Kontakt über ein gemeinsames Kennenlernen mit dem Tier. Planen Sie ein erstes Treffen ein, bei dem Sie das Tier, die Wohnung, die Gewohnheiten und Notfallkontakte kennenlernen.

Viele Anfragen sind saisonal, vor allem in den Ferien. Dazwischen kann es ruhiger sein. Rechnen Sie damit und planen Sie nicht, vom ersten Monat an von diesen Einnahmen abhängig zu sein.

Was Sie in Deutschland klären sollten

Wer gewerbsmäßig Hunde betreut oder ausbildet, braucht nach dem Tierschutzgesetz unter Umständen eine Erlaubnis des Veterinäramts. Ob das für Ihr Angebot gilt, hängt von der Art der Tätigkeit ab, deshalb fragen Sie vorab beim Veterinäramt der Stadt Frankfurt am Main nach. Dort erfahren Sie auch, welcher Nachweis zur Sachkunde gefordert werden kann. Zusätzlich melden Sie ein Gewerbe beim Gewerbeamt an, wenn Sie regelmäßig und mit Gewinnabsicht arbeiten.

Beim Finanzamt melden Sie die Tätigkeit über den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung an und klären dort oder mit einer Steuerberatung, ob die Kleinunternehmerregelung für Sie passt. Sehr wichtig ist eine Haftpflichtversicherung, die die Betreuung fremder Tiere abdeckt: Beißt ein Hund, den Sie ausführen, zahlt im Zweifel niemand automatisch. Halten Sie außerdem Impfstatus und Besitzerdaten fest.

Typische Probleme in den ersten Monaten

Der häufigste Fehler ist, zu viele Tiere gleichzeitig zu führen. Mehrere Hunde unterschiedlicher Größe und Temperamente sind schwer zu kontrollieren. Beginnen Sie mit einem Tier und steigern Sie nur, wenn es sicher funktioniert.

Ein zweiter Punkt sind Notfälle. Was tun Sie, wenn ein Tier sich verletzt, wegläuft oder krank wird? Vereinbaren Sie vorher, wen Sie anrufen und welche Tierärztin oder welcher Tierarzt zuständig ist. Auch Schlüssel sind eine Verantwortung: Bewahren Sie sie sicher auf und kennzeichnen Sie sie nicht mit Adressen.

Das Websta-Profil für Tierbetreuer

Auf Websta erhalten Sie eine Profilseite, die wie eine kleine Website aussieht: Leistungen, Preise, Fotos, Kontaktformular und Online-Buchung. Besitzer sehen vorab, was Sie anbieten, in welchem Gebiet und zu welchem Preis, und können Termine anfragen. Den Link schicken Sie an jeden, der fragt, und im Marktplatz werden Anbieter nach Leistung und Ort gefunden. Menschen in der Nähe können dort außerdem eine Aufgabe einstellen, auf die Sie ein Angebot abgeben.

Kartenzahlungen werden über Stripe auf Ihr eigenes Bankkonto ausgezahlt, die Preise legen Sie fest. Das Profil ersetzt das persönliche Kennenlernen nicht, spart aber viele Nachrichten mit denselben Fragen. Mehr Anbieter finden Sie unter /marketplace/pets.

Ehrlich einschätzen

Tierbetreuung ist schön, aber auch verantwortungsvoll und wetterabhängig. Ob sie ein Nebenverdienst bleibt oder mehr wird, hängt von Zuverlässigkeit, Gebiet und Empfehlungen ab. Beginnen Sie klein, versichern Sie sich und bauen Sie Schritt für Schritt auf.

Ein nützlicher Start ist ein Aufnahmebogen für jedes Tier: Name, Alter, Gesundheit, Futter, Gewohnheiten, Tierarzt, Notfallnummer und Hinweise, etwa wenn ein Hund Angst vor anderen Hunden hat oder eine Katze Medikamente braucht. Besprechen Sie den Bogen beim Kennenlernen mit dem Besitzer. So wissen Sie, worauf Sie achten müssen, und der Besitzer sieht, dass Sie sorgfältig arbeiten. Das ist oft der Unterschied zwischen einem einmaligen Auftrag und einer dauerhaften Betreuung.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich eine Erlaubnis für Hundebetreuung in Frankfurt am Main?
Bei gewerbsmäßiger Betreuung kann eine Erlaubnis nach dem Tierschutzgesetz nötig sein. Fragen Sie beim Veterinäramt der Stadt nach.
Wie setze ich meinen Preis fürs Gassigehen?
Rechnen Sie Weg, Dauer, Versicherung und Material ein und nennen Sie einen klaren Preis pro Gang oder Besuch.
Brauche ich eine Versicherung?
Eine Haftpflichtversicherung, die die Betreuung fremder Tiere abdeckt, ist dringend zu empfehlen. Klären Sie das mit dem Versicherer.
Wie finde ich die ersten Kunden?
Über Nachbarn, Empfehlungen, Nachbarschaftsgruppen und eine Seite mit Leistungen und Preisen.

Zu den Zahlen

Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.

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