Aktualisiert 22. Oktober 2026
Woher Aufträge in Biel/Bienne kommen
Der grösste und stabilste Teil sind Änderungen: Hosen kürzen, Reissverschlüsse ersetzen, Jacken anpassen, Kleider enger machen. Dazu kommen Brautmode und festliche Kleidung, Arbeitskleidung von Betrieben, Vorhänge und Heimtextilien sowie Massanfertigungen. Stylisten beraten bei Garderobe, Auftritt, Anlässen oder Fotoshootings.
In Biel/Bienne arbeiten viele Menschen in Betrieben mit Uniformen oder Arbeitskleidung, und es gibt Vereine, Theatergruppen und Veranstaltungen, die Kostüme oder Anpassungen brauchen. Die Stadt ist zweisprachig, und Preise und Abläufe auf Deutsch und Französisch helfen.
- Änderungen und Reparaturen für Privatpersonen
- Brautmode, Festkleidung und Anlässe
- Arbeitskleidung, Uniformen und Vereinskleidung
- Massanfertigung für Einzelstücke
- Stilberatung und Garderobenplanung
Ein Schwerpunkt und klare Leistungen
Wer alles anbietet, ist schwer einzuordnen. Entscheide, ob du vor allem Änderungen machst, Massanfertigung oder Beratung, und beschreibe es klar. Ein Foto vorher und nachher, mit Zustimmung der Kundschaft, zeigt dein Können besser als Worte. Führe eine Liste der häufigsten Leistungen mit Richtpreisen auf deiner Seite.
Den ersten Preis festlegen
Bei Änderungen sind Festpreise pro Leistung üblich, etwa pro Saum oder pro Naht, bei Massanfertigung eher Pauschalen nach Aufwand. Rechne Zeit für Anprobe, Abstecken, Näharbeit, Material, Maschinenpflege und Raum. Eine Änderung, die bei der Anprobe kurz aussieht, kostet oft mehr Zeit, als man denkt.
Schau dir an, was Änderungsschneidereien in der Region öffentlich nennen, und starte nicht deutlich darunter. Bei komplexen Aufträgen nenne den Preis erst nach der Anprobe. Schreibe auf, was vereinbart ist und bis wann das Stück fertig sein soll.
Wie die ersten zehn Kunden aussehen
Am Anfang kommen Bekannte, Nachbarn und Menschen, die auf Empfehlung ein Stück bringen. Viele Aufträge sind klein und wiederholen sich. Wer gut arbeitet, bekommt rasch weitere Teile derselben Person und von deren Familie. Bei Brautkleidern und Festmode sind Aufträge seltener, aber grösser, und sie entstehen über Vertrauen.
Frag nach dem Auftrag, ob du ein Foto machen darfst, und biete an, bei Bedarf nachzubessern. Das sorgt für Weiterempfehlungen.
Rechne damit, dass die Nachfrage ungleichmässig ist. Vor Festen, Hochzeiten und Schulanfang stapeln sich die Aufträge, im Sommer oder zwischen den Jahreszeiten wird es ruhiger. Wer in der Hochphase Termine begrenzt und ehrliche Lieferfristen nennt, behält die Qualität, und ruhige Wochen eignen sich für eigene Stücke, Muster und die Pflege deiner Seite.
Selbständig arbeiten: was zu klären ist
Wer in der Schweiz selbständig arbeitet, meldet sich in der Regel bei einer Ausgleichskasse für die AHV an. Das Einkommen gehört in die Steuererklärung, die Steuerverwaltung des Kantons Bern gibt Auskunft. Zur Mehrwertsteuer fragst du die Eidgenössische Steuerverwaltung. Bist du angestellt, lies deinen Arbeitsvertrag zu Nebentätigkeiten.
Wenn du zu Hause arbeitest, sprich mit dem Vermieter über Kundenverkehr und Lärm der Nähmaschine, und frag bei der Gemeinde, ob für deine Tätigkeit Vorgaben gelten. Eine Versicherung für Maschinen und Haftpflicht ist sinnvoll, vor allem wenn du fremde Kleidung aufbewahrst, etwa ein Brautkleid. Kläre, wer bei Beschädigung haftet.
Was in den ersten Monaten oft schiefgeht
Häufig sind zu knappe Preise: Anprobe, Gespräch und Abholung werden nicht mitgerechnet. Dazu kommen Aufträge, die zu spät fertig werden, weil die Zeit unterschätzt wurde, und Kunden, die ihre Sachen nicht abholen. Lege eine Frist fest, nach der Stücke nicht mehr aufbewahrt werden, und sag es beim Annehmen.
Auch die Qualität des Materials spielt eine Rolle. Bei empfindlichen Stoffen oder Fremdarbeiten, die du nicht beurteilen kannst, sprich offen über Risiken, bevor du schneidest. Und trenne Geschäfts- und Privatkonto, damit du siehst, was nach Material und Raum bleibt.
Ein weiterer Stolperstein sind Erwartungen, die sich nicht erfüllen lassen. Nicht jedes Kleidungsstück lässt sich beliebig ändern, und manche Stoffe vertragen keine zweite Naht. Sag das bei der Anprobe offen, statt später zu enttäuschen. Wer ehrlich abrät, verliert einen kleinen Auftrag, gewinnt aber Vertrauen.
Wie eine Websta-Seite dazu passt
Mit Websta bekommst du eine Profilseite, die wie eine kleine Webseite aussieht, mit Leistungen, Preisen, Fotos, Kontaktformular und Online-Buchung. Du kannst Änderungspreise auflisten und Anprobetermine online anbieten, sodass Menschen nicht anrufen müssen, während du an der Maschine sitzt. Die Seite kann über die Suche gefunden werden. Kartenzahlungen laufen über Stripe auf dein eigenes Bankkonto, die Preise legst du selbst fest.
Auf dem Marktplatz suchen Menschen in der Nähe nach Leistung und Ort oder stellen eine Aufgabe ein, auf die Anbieter Angebote machen. Das ergänzt Empfehlungen, ersetzt sie aber nicht.
Häufig gestellte Fragen
- Kann ich von zu Hause aus Änderungen anbieten?
- Das hängt von Mietvertrag und kommunalen Vorgaben ab. Sprich mit dem Vermieter und frag bei der Gemeinde nach.
- Wie viel soll ich für eine Änderung verlangen?
- Schau dir öffentliche Preise anderer an, rechne Anprobe und Zeit ein und nenne Festpreise für gängige Leistungen.
- Wer haftet, wenn ich ein Kleid beschädige?
- Das kommt auf Vereinbarung und Versicherung an. Kläre es vorab mit deiner Versicherung und halte Risiken beim Annehmen fest.
- Wie melde ich mich als Selbständige an?
- In der Regel bei einer Ausgleichskasse für die AHV. Für Steuern ist die Steuerverwaltung des Kantons Bern zuständig.
Zu den Zahlen
Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.
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