Aktualisiert 22. Oktober 2026
Woher Kundschaft in Biel/Bienne kommt
Tattoo-Kundschaft sucht nach Stil und nach Vertrauen. Viele schauen sich Arbeiten online an, bevor sie anfragen, und fragen Freunde mit Tattoos, wo sie waren. In Biel/Bienne kommen Menschen aus der Stadt und der Region, oft jüngere und mittlere Altersgruppen, aber auch solche, die ein Erinnerungsstück oder ein Cover-up wollen.
Die Stadt ist zweisprachig. Beratung auf Deutsch und Französisch, auch auf einfachem Niveau, ist ein Vorteil. Anfragen kommen meist über Empfehlungen, soziale Netzwerke und die Online-Suche nach Tätowierer und Ort.
- Empfehlungen von Kundinnen mit Tattoos
- Online-Portfolio und soziale Netzwerke
- Online-Suche nach Tattoo und Ort
- Zusammenarbeit mit Studios, Piercern und Künstlern
- Gastauftritte in anderen Studios
Stil und Portfolio
Wähle einen Stil oder zwei und zeige dort gute, abgeheilte Arbeiten. Frische Tattoos wirken auf Fotos oft anders als nach der Heilung. Ein kleines, ehrliches Portfolio ist besser als viele Bilder, die du nicht selbst gestochen hast. Beschreibe, was du machst und was nicht, damit Anfragen zu dir passen.
Den ersten Preis festlegen
Viele Tätowierer rechnen nach Grösse, Aufwand und Zeit, mit einem Mindestpreis pro Termin. Rechne Material, Hygiene, Raum, Versicherung, Zeichnen und Beratung ein. Ein Motiv zu entwerfen kostet Zeit, die du nicht mit Stechen verdienst, und Folgetermine für Nachstechen müssen geklärt sein.
Schau dir an, was andere Studios in der Region öffentlich verlangen, und starte nicht deutlich darunter. Nenne Mindestpreis und Anzahlung vor dem Termin. Eine Anzahlung für Entwurf und reservierte Zeit ist üblich und schützt dich vor Ausfällen.
Wie die ersten zehn Kunden aussehen
Am Anfang sind es Freunde, deren Bekannte und Menschen, die dein Portfolio online gefunden haben. Viele kommen für kleinere Motive. Grosse Projekte brauchen Vertrauen und entstehen oft erst nach einem ersten guten Erlebnis.
Mach Fotos der abgeheilten Arbeit mit Einverständnis der Person. Gib schriftliche Pflegehinweise mit und sei erreichbar, wenn jemand nach dem Termin Fragen hat. Das spricht sich herum.
Rechne damit, dass der Kalender anfangs unregelmässig ist. Ein Tattoo-Termin dauert oft Stunden, und wenn eine Absage kommt, bleibt eine grosse Lücke. Eine Anzahlung und eine klare Absageregel schützen deine Zeit. Nutze freie Tage zum Zeichnen, für Entwürfe und für die Pflege deines Portfolios.
Selbständig arbeiten und Vorgaben
Wer in der Schweiz selbständig arbeitet, meldet sich in der Regel bei einer Ausgleichskasse für die AHV an. Das Einkommen gehört in die Steuererklärung, die Steuerverwaltung des Kantons Bern gibt Auskunft. Zur Mehrwertsteuer fragst du die Eidgenössische Steuerverwaltung.
Tätowieren berührt Gesundheit und Hygiene. Für Räume, Farben, Nadeln und Abläufe gelten Vorgaben, und die zuständigen Stellen sind kantonal. Frag beim Kantonalen Laboratorium oder der Gesundheitsbehörde des Kantons Bern nach, was für Tattoostudios verlangt wird, bevor du jemanden stichst. Dazu gehört, wie du Farben auswählst, wie du Einwegmaterial entsorgst und wie du Einwilligungen festhältst. Eine Berufshaftpflicht klärst du mit einer Versicherung.
Was in den ersten Monaten oft schiefgeht
Der teuerste Fehler ist, bei Hygiene und Vorbereitung zu sparen. Ein Infekt oder ein schlechtes Ergebnis bleibt im Gedächtnis und im Netz. Dazu kommen Motive, die zu früh zu schwierig sind, und zu knapp kalkulierte Preise. Lehne Aufträge ab, die du nicht sauber umsetzen kannst, und verweise auf andere.
Auch Minderjährige sind ein Thema: Kläre Altersgrenzen und Einwilligungen vor Beginn, nach den Vorgaben, die dir die kantonale Stelle nennt. Lass dir bei Zweifeln Ausweise zeigen. Und trenne Geschäfts- und Privatkonto.
Ein weiterer Fehler ist, Kundenwünsche ungeprüft zu übernehmen. Wenn jemand ein Motiv mitbringt, das fremde Arbeit kopiert, oder eine Stelle am Körper wählt, die du für ungeeignet hältst, sprich es an. Ehrliche Beratung kostet dich einen Auftrag, aber schützt deinen Ruf.
Wie eine Websta-Seite dazu passt
Mit Websta bekommst du eine Profilseite, die wie eine kleine Webseite aussieht, mit Leistungen, Preisen, Fotos, Kontaktformular und Online-Buchung. Du zeigst Arbeiten, nennst Mindestpreise und Ablauf, und Anfragende können direkt einen Beratungstermin buchen. Die Seite kann über die Suche gefunden werden. Kartenzahlungen laufen über Stripe auf dein eigenes Bankkonto, die Preise legst du selbst fest.
Auf dem Marktplatz suchen Menschen in der Nähe nach Leistung und Ort oder stellen eine Aufgabe ein, auf die Anbieter Angebote machen. Das ergänzt Empfehlungen, ersetzt sie aber nicht.
Häufig gestellte Fragen
- Brauche ich in Biel/Bienne eine Bewilligung zum Tätowieren?
- Das hängt von kantonalen Vorgaben ab. Frag beim Kantonalen Laboratorium oder der Gesundheitsbehörde des Kantons Bern nach, bevor du startest.
- Wie verlange ich meinen Preis?
- Viele nutzen einen Mindestpreis plus Aufwand nach Grösse und Zeit. Nenne ihn vor dem Termin und verlange eine Anzahlung.
- Ab welchem Alter darf man tätowieren?
- Das klärst du bei der zuständigen kantonalen Stelle. Verlass dich nicht auf Hörensagen.
- Wie melde ich mich als Selbständiger an?
- In der Regel bei einer Ausgleichskasse für die AHV. Für Steuern ist die Steuerverwaltung des Kantons Bern zuständig.
Zu den Zahlen
Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.
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