Als Übersetzer in Schaan Geld verdienen: Kunden und erste Preise

Liechtenstein hat Deutsch als Amtssprache, liegt aber zwischen der Schweiz und Österreich und hat viele international tätige Firmen. Das schafft Übersetzungsbedarf, doch der Markt ist klein, und wer in Schaan als Übersetzer starten will, sollte nüchtern rechnen. Dieser Text zeigt, woher zahlende Kunden kommen können, wie du einen ersten Preis findest, was du als Selbständiger in Liechtenstein klären solltest und wie ein Profil auf Websta dabei helfen kann. Wie viel du verdienst und wie schnell, kann niemand vorhersagen.

Aktualisiert 22. Oktober 2026

Wo in Schaan Übersetzungsaufträge entstehen

Schaan ist ein Standort mit Industrie, Handel und Dienstleistern, von denen viele mit Kunden und Lieferanten in anderen Ländern arbeiten. Dort fallen Texte an, die jemand sauber in eine andere Sprache bringen muss: Produktbeschreibungen, Handbücher, Verträge, Korrespondenz, Webseiten. Auch Treuhänder, Anwaltskanzleien und Stiftungsberater haben immer wieder fremdsprachige Unterlagen.

Daneben gibt es Privatpersonen, die Zeugnisse, Urkunden, Bewerbungen oder Behördenschreiben übersetzen lassen, etwa wenn sie umziehen oder arbeiten wollen. Die Nähe zu Schweiz und Österreich bringt zusätzlich Aufträge, die nichts mit dem Ort zu tun haben, aber über deine Sprachkombination zu dir finden.

  • Industrie- und Handelsbetriebe mit ausländischen Geschäftspartnern
  • Treuhandbüros, Kanzleien und Beratungsunternehmen
  • Privatpersonen mit Zeugnissen, Urkunden und Behördenpost
  • Agenturen, die Fachübersetzer für Teilaufträge suchen
  • Empfehlungen von früheren Auftraggebern

Den ersten Preis festlegen

Übersetzungen werden häufig pro Wort, pro Zeile oder pro Seite abgerechnet, bei Fachtexten manchmal pro Stunde. Welche Einheit du wählst, ist weniger wichtig als dass du sie klar nennst. Rechne zuerst, wie viele Wörter du pro Tag sauber schaffst, inklusive Recherche und Korrektur, und leite daraus ab, was du verlangen musst, damit sich die Arbeit lohnt.

In einem kleinen Markt wie Schaan lohnt sich ein transparenter Preis, der Zuschläge für Eilaufträge, schwierige Fachgebiete oder beglaubigte Übersetzungen benennt. Sprich vor Arbeitsbeginn über Umfang, Frist und Zahlung. Wer erst am Ende über Geld redet, hat später zähe Gespräche.

Wie die ersten zehn Kunden aussehen

Am Anfang sind es oft kleine, einmalige Aufträge: ein Lebenslauf, ein Gutachten, ein Prospekt. Einige kommen aus dem persönlichen Umfeld, andere über Anfragen, die eher zufällig eintreffen. Manche Auftraggeber testen dich mit einem kurzen Text, bevor sie dir mehr geben.

Wiederkehrende Kunden entstehen meist erst, wenn jemand merkt, dass du Fristen einhältst und den Fachwortschatz seiner Branche lernst. Führe darum eine eigene Liste mit Begriffen pro Kunde. Das spart Zeit beim zweiten Auftrag und zeigt Sorgfalt.

Was du als Selbständiger in Liechtenstein klären musst

Für die Selbständigkeit in Liechtenstein sind mehrere Stellen zuständig, und du solltest dort direkt nachfragen. Das Amt für Volkswirtschaft gibt Auskunft zu Gewerbebewilligungen, die AHV-IV-FAK-Anstalten zu den Sozialversicherungen, die Steuerverwaltung zu Steuern und gegebenenfalls zur Mehrwertsteuer. Ob dein Gewerbe eine Bewilligung braucht und ob ein Handelsregistereintrag nötig ist, lässt sich dort verbindlich klären.

Bei beglaubigten Übersetzungen gelten besondere Regeln darüber, wer beglaubigen darf. Frage bei der Stelle nach, die das Dokument am Ende verlangt, etwa einem Amt oder einer Hochschule, welche Form sie akzeptiert, bevor du solche Aufträge annimmst.

Was in den ersten Monaten schiefgeht

Ein klassischer Fehler ist, Texte anzunehmen, die ausserhalb deiner Fachkenntnis liegen. Ein medizinischer oder juristischer Text mit Fehlern schadet dem Kunden und deinem Ruf. Sag lieber ab oder empfiehl jemand anderen.

Ebenso häufig sind unklare Absprachen: Wer prüft die Übersetzung gegen, wie viele Korrekturschleifen sind enthalten, welches Format wird geliefert. Halte das schriftlich fest. Und rechne damit, dass Zahlungen verspätet eintreffen können. Lege nach Lieferung zeitnah die Rechnung und notiere dir Zahlungsziele.

Wie ein Websta-Profil dazu passt

Mit einem Profil auf Websta hast du eine Seite, die wie eine kleine Website aufgebaut ist: Sprachkombinationen und Fachgebiete als Leistungen, Preise, Fotos, ein Kontaktformular und Online-Buchung für Beratungs- oder Besprechungstermine. Du kannst den Link jedem schicken, der nach einem Übersetzer fragt, und er sieht auf einen Blick, was du anbietest.

Über den Marktplatz können Menschen in der Nähe Anbieter nach Leistung und Ort suchen oder eine Aufgabe einstellen, auf die du ein Angebot machst. Kartenzahlungen von Kunden laufen über Stripe und werden auf dein eigenes Bankkonto ausgezahlt; die Preise bestimmst du. Es ersetzt keine Akquise, gibt dir aber einen festen Anlaufpunkt.

Zeit einplanen

Hilfreich ist ausserdem, früh zu überlegen, welche Aufträge du nicht annehmen willst, etwa solche mit unrealistischen Fristen oder Fachgebieten, in denen du dich unsicher fühlst. Wer klare Grenzen setzt, wirkt für Auftraggeber verlässlicher und vermeidet Nacharbeit, die am Ende niemand bezahlt. Ein kurzes Gespräch vor jedem grösseren Auftrag klärt meist mehr als lange Mails: Worum geht es, wer liest den Text, in welchem Ton soll er klingen.

Ein Übersetzungsgeschäft wächst langsam, weil Vertrauen Zeit braucht. Viele beginnen neben einer Anstellung, sammeln Referenzen und konzentrieren sich auf ein oder zwei Fachgebiete. Ob daraus ein volles Einkommen wird, zeigt sich erst nach einiger Zeit, und es hängt von Sprachpaar, Fachgebiet und Einsatz ab.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich in Schaan von Übersetzungen leben?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Der Markt in Liechtenstein ist klein, viele Übersetzer arbeiten daher auch für Kunden in der Schweiz oder in Österreich oder zusätzlich in einem anderen Beruf.
Was kann ich pro Wort oder Seite verlangen?
Das hängt von Sprachpaar, Fachgebiet und Frist ab. Rechne aus, wie viel du pro Tag sauber schaffst und was du dafür brauchst, und nenne dem Kunden den Preis vor Arbeitsbeginn.
Darf ich in Liechtenstein beglaubigte Übersetzungen anfertigen?
Wer beglaubigen darf, ist besonders geregelt. Frage bei der Stelle nach, die das Dokument verlangt, und bei den zuständigen Behörden, bevor du solche Aufträge annimmst.
Wo melde ich mich als Selbständiger an?
Erste Anlaufstellen sind das Amt für Volkswirtschaft, die AHV-IV-FAK-Anstalten und die Steuerverwaltung. Dort erfährst du, welche Schritte für dich nötig sind.

Zu den Zahlen

Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.

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