Nachhilfe und Unterricht in Biel/Bienne: Schüler finden, verdienen

Nachhilfe und Privatunterricht sind ein Bereich, in dem Vertrauen von Eltern und Lernenden alles entscheidet. In Biel/Bienne mit seinen zwei Sprachen ist die Nachfrage vielfältig: Schulfächer, Sprachen, Prüfungsvorbereitung, Musik, Erwachsenenbildung. Dieser Text beschreibt, woher Schülerinnen und Schüler realistisch kommen, wie du Preise ansetzt, was in der Schweiz bei Selbständigkeit zu klären ist und was in den ersten Monaten oft schiefgeht. Einkommen und Schülerzahl lassen sich nicht zusichern, und die Nachfrage schwankt mit dem Schuljahr.

Aktualisiert 22. Oktober 2026

Woher Schülerinnen und Schüler in Biel/Bienne kommen

Eltern fragen zuerst im Umfeld: andere Eltern, Lehrpersonen, Klassenchat, Nachbarschaft. Dazu kommt die Online-Suche nach Nachhilfe, Fach und Ort. Erwachsene suchen Unterricht für Sprachen, Prüfungen oder Weiterbildung, oft abends oder am Wochenende.

Biel/Bienne ist zweisprachig, und es gibt Familien, deren Kinder in einer anderen Sprache zur Schule gehen als zu Hause gesprochen wird. Unterricht in Deutsch oder Französisch als Zweitsprache ist deshalb gefragt. Dazu kommen Mathematik, Naturwissenschaften und Fremdsprachen, besonders vor Prüfungen und Übertritten.

  • Eltern von Schulkindern, die in einem Fach Unterstützung suchen
  • Jugendliche vor Prüfungen oder Übertritten
  • Erwachsene, die Sprachen oder Prüfungen vorbereiten
  • Familien, die Deutsch oder Französisch als Zweitsprache brauchen
  • Gruppenunterricht für kleine Gruppen

Ein Fach und eine Stufe wählen

Wer alles unterrichtet, wirkt unscharf. Nenne Fach, Stufe und Sprache, in der du unterrichtest, und beschreibe kurz, wie eine Stunde abläuft. Eltern wollen wissen, wer ihr Kind betreut. Ein Foto, eine kurze Vorstellung und Angaben zu Ausbildung und Erfahrung schaffen Vertrauen. Behaupte nichts, was du nicht belegen kannst, etwa Notenverbesserungen.

Den ersten Preis festlegen

Üblich ist ein Preis pro Lektion. Rechne Vorbereitung, Anfahrt, Material und Absagen ein. Wer bei den Schülern zu Hause unterrichtet, braucht Fahrzeit, die du nicht bezahlt bekommst, wenn du sie nicht einrechnest. Schau dir an, was Nachhilfeanbieter in der Region öffentlich nennen, und starte nicht deutlich darunter.

Biete eine Probestunde an und sag vorab, was sie kostet. Lege Absageregeln schriftlich fest, zum Beispiel wie früh abgesagt werden muss, damit die Stunde nicht verrechnet wird. Rechnungen stellst du am besten monatlich.

Wie die ersten zehn Schüler aussehen

Am Anfang sind es Kinder aus dem Bekanntenkreis und Empfehlungen von Eltern. Viele kommen kurz vor Prüfungen, andere über längere Zeit. Die Nachfrage ist saisonal: Vor Zeugnissen und Prüfungen steigt sie, in den Ferien sinkt sie. Wer das weiss, plant Zeiten und Reserven.

Sprich regelmässig mit den Eltern über Fortschritte und halte kurz fest, was in der Stunde erarbeitet wurde. Das schafft Transparenz und beugt Missverständnissen vor.

Rechne ausserdem damit, dass sich der Stamm langsam füllt. Viele Familien suchen erst, wenn ein Zeugnis schlecht war oder eine Prüfung näherrückt, und dann soll es schnell gehen. Wer klar sagt, wann er freie Plätze hat, wirkt verlässlich. Gib ehrlich an, wenn du voll bist, und führe bei Bedarf eine Warteliste.

Selbständig arbeiten: was zu klären ist

Wer in der Schweiz selbständig arbeitet, meldet sich in der Regel bei einer Ausgleichskasse für die AHV an. Das Einkommen gehört in die Steuererklärung, die Steuerverwaltung des Kantons Bern gibt Auskunft. Zur Mehrwertsteuer fragst du die Eidgenössische Steuerverwaltung; für Bildungsleistungen können besondere Regeln gelten, die du dort erfragst. Bist du Lehrperson an einer Schule, lies deinen Arbeitsvertrag zu Nebentätigkeiten.

Ob für Privatunterricht in deinem Fall Vorgaben des Kantons bestehen, erfährst du bei der zuständigen Bildungsstelle des Kantons Bern. Arbeitest du mit Minderjährigen, ist ein Strafregisterauszug oder Sonderprivatauszug gegenüber Eltern ein vertrauensbildendes Mittel; wo du ihn beantragst, erfährst du bei der Gemeinde oder dem Kanton. Eine Haftpflichtversicherung ist sinnvoll.

Was in den ersten Monaten oft schiefgeht

Häufig sind überzogene Erwartungen: Eltern hoffen auf rasche Notenverbesserung, und du kannst sie nicht zusichern. Sprich vorab über realistische Ziele und über die Mitarbeit des Kindes. Dazu kommen kurzfristige Absagen und Bezahlung, die sich hinzieht.

Auch zu viele Schüler gleichzeitig mit zu wenig Vorbereitung ist ein Fehler. Gute Stunden brauchen Material, das zum Kind passt. Und trenne Geschäfts- und Privatkonto, damit du siehst, was bleibt.

Ein weiterer Fehler ist, immer dieselbe Methode zu verwenden. Kinder lernen unterschiedlich, und was bei einem funktioniert, hilft dem nächsten nicht. Frag in der ersten Stunde, wo es hakt, und baue den Unterricht darauf auf, statt ein fertiges Programm abzuspulen.

Wie eine Websta-Seite dazu passt

Mit Websta bekommst du eine Profilseite, die wie eine kleine Webseite aussieht, mit Leistungen, Preisen, Fotos, Kontaktformular und Online-Buchung. Eltern sehen Fach, Stufe, Preis und Ablauf, bevor sie schreiben, und können eine Probestunde direkt buchen. Die Seite kann über die Suche gefunden werden. Kartenzahlungen laufen über Stripe auf dein eigenes Bankkonto, die Preise legst du selbst fest.

Auf dem Marktplatz suchen Menschen in der Nähe nach Leistung und Ort oder stellen eine Aufgabe ein, auf die Anbieter Angebote machen. Das ergänzt Empfehlungen, ersetzt sie aber nicht.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich eine Lehrerausbildung für Nachhilfe?
Für Privatunterricht ist das meist nicht vorgeschrieben, aber Eltern achten auf Ausbildung und Erfahrung. Bei Unsicherheit frag die Bildungsstelle des Kantons Bern.
Wie viel kostet eine Nachhilfestunde?
Das hängt von Fach, Stufe und Aufwand ab. Schau dir öffentliche Preise anderer an und rechne Vorbereitung und Fahrzeit ein.
Darf ich Notenverbesserung versprechen?
Nein, davon ist abzuraten. Sprich über Ziele und Mitarbeit, aber gib keine Zusagen.
Wie melde ich mich als Selbständige an?
In der Regel bei einer Ausgleichskasse für die AHV. Für Steuern ist die Steuerverwaltung des Kantons Bern zuständig.

Zu den Zahlen

Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.

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