Aktualisiert 22. Oktober 2026
Woher zahlende Kunden in Düsseldorf kommen
Düsseldorf hat viele Unternehmen, Agenturen, Messeveranstalter und Gastronomiebetriebe. Daraus entsteht Bedarf an Imagefilmen, Social-Media-Videos, Eventvideos und Produktvideos. Dazu kommen private Anlässe, vor allem Hochzeiten und Feiern, bei denen ein Film gewünscht wird.
Die meisten ersten Aufträge kommen aus dem eigenen Umfeld: ein Bekannter mit kleinem Unternehmen, ein Verein, ein Café, ein Paar vor der Hochzeit. Wer sich auf eine Art von Video konzentriert, wird leichter gefunden als jemand, der alles filmt. Kunden in Stadtteilen wie Bilk, Flingern oder Pempelfort suchen oft jemanden aus der Nähe, weil Absprachen vor Ort einfacher sind.
- Kleine Unternehmen, die Kurzvideos für Webseite und soziale Netzwerke brauchen
- Gastronomie und Läden, die ihr Angebot zeigen wollen
- Veranstalter und Vereine, die Events festhalten möchten
- Paare und Familien für Hochzeits- und Feierfilme
Projekte kalkulieren statt Stunden zählen
Bei Video steckt der größte Teil der Arbeit nach dem Dreh: Sichtung, Schnitt, Ton, Farbe, Exportieren, Korrekturen. Rechne alles ein, auch Absprache, Planung, Anfahrt und Technik. Viele rechnen nur den Drehtag und merken zu spät, dass der Schnitt doppelt so lange dauert.
Schau dir öffentliche Preise anderer Videografen in Düsseldorf an und lege Pakete fest, etwa nach Länge des Films und Zahl der Korrekturrunden. Schreibe auf, was enthalten ist, in welchem Format geliefert wird und wofür der Film genutzt werden darf. Spreche den Preis an, bevor du einen Termin bestätigst, und begrenze die Zahl der Korrekturen, sonst wird ein Projekt endlos.
Wie die ersten zehn Kunden meist aussehen
Die ersten Projekte sind meist kurz und klein: ein Video für einen Laden, ein Eventzusammenschnitt, ein Film für einen Verein. Sie bringen nicht viel Geld, aber Beispiele für deine Seite, die du zeigen darfst, wenn der Kunde zustimmt.
Lerne aus jedem Projekt, wie lange es wirklich gedauert hat, und passe deine Preise danach an. Lege Fristen fest, die du einhalten kannst. Fremde Arbeiten als eigene Beispiele zu zeigen oder Bewertungen zu erfinden, ist keine Option, es schadet deinem Ruf schneller, als es nützt.
Geld annehmen als Selbstständiger in Deutschland
Wer regelmäßig gegen Bezahlung filmt, ist selbstständig. Ob das als freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeit gilt, entscheidet im Einzelfall das Finanzamt. Frage dort nach, bevor du die ersten Einnahmen hast. Das Finanzamt erfasst dich steuerlich und sagt dir, ob die Kleinunternehmerregelung in Frage kommt und wie du Einnahmen aufzeichnest.
Beachte außerdem Urheberrecht, Musiklizenzen und Datenschutz. Wenn Menschen im Film zu sehen sind, brauchst du in der Regel ihre Zustimmung. Auch Musik darf nicht einfach genommen werden, sondern braucht passende Rechte. Kläre zudem Versicherung und Krankenversicherung. Konkrete Beträge nennen wir nicht, weil sie sich ändern. Frage Finanzamt, Berufsverband oder Versicherungsberater.
Was in den ersten Monaten oft schiefgeht
Der häufigste Fehler ist ein unklarer Auftrag. Ohne Ziel, Länge, Format und Frist ändert sich das Projekt ständig. Halte alles schriftlich fest, bevor du drehst. Der zweite Fehler ist, zu viel Technik zu früh zu kaufen. Beginne mit dem, was du hast, und investiere, wenn Aufträge es tragen.
Dazu kommt Zeitdruck. Wer neben einem Job filmt, überschätzt oft, wie viele Projekte gleichzeitig gehen. Plane Puffer ein. Und rechne mit Geduld: Aufträge wachsen langsam, und es gibt keinen festen Zeitpunkt, ab dem es regelmäßig läuft.
Wie eine Websta-Seite dabei hilft
Mit Websta bekommst du ein Profil, das wie eine kleine Webseite aussieht: mit Leistungen, Preisen, Fotos, Kontaktformular und Online-Buchung. Du kannst dort Pakete beschreiben und Beispiele zeigen. Den Link kannst du jedem schicken, der wissen will, was du anbietest und was es kostet.
Zusätzlich gibt es einen Marktplatz, auf dem Menschen in der Nähe nach Anbietern suchen und Aufgaben einstellen, auf die Anbieter Angebote abgeben. Kartenzahlungen laufen über Stripe und werden auf dein eigenes Bankkonto ausgezahlt, die Preise legst du selbst fest. Das Profil garantiert keine Aufträge, es macht dich auffindbar und erleichtert die Anfrage.
Ein realistischer Start in kleinen Schritten
Wähle eine Art Video, die du anbieten willst, zum Beispiel kurze Filme für Läden oder Eventzusammenschnitte. Zeige zwei oder drei Arbeiten, die du ohne Rechteprobleme veröffentlichen darfst, schreibe Pakete mit Länge, Korrekturen und Preis auf und kläre die steuerliche Einordnung beim Finanzamt. Teile deine Seite zuerst mit Menschen, die ein Unternehmen oder einen Verein haben, und frage sie, wofür sie Video brauchen würden. So entsteht ein Angebot, das aus echter Nachfrage kommt und nicht aus Annahmen.
Häufig gestellte Fragen
- Muss ich als Videograf ein Gewerbe anmelden?
- Das hängt vom Einzelfall ab. Ob deine Arbeit freiberuflich oder gewerblich ist, entscheidet das Finanzamt. Das Gewerbeamt Düsseldorf sagt dir, ob eine Anmeldung nötig ist.
- Wie bepreise ich ein Video richtig?
- Rechne Planung, Dreh, Schnitt, Korrekturen, Technik und Anfahrt mit. Vergleiche mit öffentlich genannten Preisen anderer Anbieter in Düsseldorf.
- Darf ich beliebige Musik in Kundenvideos verwenden?
- Nein. Musik braucht passende Nutzungsrechte. Kläre das vorher mit dem Rechteinhaber oder nutze Musik mit geeigneter Lizenz.
- Wie bekomme ich das Geld von Kunden?
- Über ein Websta-Profil können Kunden per Karte zahlen. Die Zahlung läuft über Stripe und wird auf dein eigenes Bankkonto ausgezahlt.
Zu den Zahlen
Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.
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