Als Videograf in Graz Geld verdienen: Kunden, Preise, Anmeldung

Du kannst filmen, schneiden und ein Video so aufbauen, dass es etwas erzählt, und fragst dich, ob sich das in Graz bezahlen lässt, neben dem Job oder als Hauptverdienst. Das geht, aber es dauert und es braucht Arbeit an der Sichtbarkeit. Dieser Text beschreibt nüchtern, woher Aufträge für Videoarbeit in Graz realistisch kommen, wie du einen ersten Preis findest, was du in Österreich vor der ersten Rechnung klärst und wo ein Websta-Profil helfen kann. Beträge, Kundenzahlen oder Zeiträume versprechen wir nicht.

Aktualisiert 22. Oktober 2026

Woher bezahlte Videoaufträge in Graz kommen

Graz ist die zweitgrößte Stadt Österreichs, aber im Vergleich zu Wien überschaubar. Das heißt: Viele Auftraggeber kennen sich untereinander, und eine gute Arbeit spricht sich schneller herum, eine schlechte allerdings auch. Aufträge für Video kommen meist von kleinen und mittleren Betrieben, die ein Imagevideo, Social-Media-Clips oder eine Produktpräsentation brauchen, von Vereinen und Veranstaltern, von Menschen mit einer Hochzeit oder Familienfeier und von Bildungseinrichtungen.

Graz hat mehrere Universitäten und Hochschulen, darunter die Karl-Franzens-Universität, die Technische Universität Graz, die FH Joanneum und die Kunstuniversität. Dort entstehen Projekte, Tagungen und Veranstaltungen, die dokumentiert werden wollen. Auch Gastronomie, Handwerksbetriebe und Praxen in Stadtteilen wie Lend, Gries, Jakomini oder Geidorf haben oft kein einziges brauchbares Video von sich, obwohl sie online gefunden werden wollen.

  • Kleine Betriebe, die ihre Arbeit oder ihre Räume zeigen wollen
  • Veranstalter und Vereine, die Aufnahmen von Events brauchen
  • Privatpersonen für Hochzeiten, Feiern und Erinnerungsfilme
  • Hochschulen, Institute und Initiativen mit Projekten zum Dokumentieren

Den ersten Preis festlegen

Der häufigste Fehler am Anfang ist, nach Gefühl einen Stundenpreis zu nennen und dabei nur die Drehzeit zu zählen. Rechne den ganzen Weg: Vorgespräch, Anfahrt, Dreh, Sichtung, Schnitt, Farbkorrektur, Ton, eine Korrekturschleife und den Export. Oft ist die Drehzeit der kleinere Teil. Dazu kommen Kosten für Ausrüstung, Speicher, Software und Versicherung.

Nenne in einer Stadt dieser Größe lieber Pakete mit klarem Umfang als einen offenen Stundensatz. Ein Paket mit festgelegter Länge, Anzahl der Schnittversionen und Lieferformaten lässt sich leichter vergleichen und verhindert endlose Änderungswünsche. Wie viel du verlangst, hängt von deiner Ausrüstung, deiner Erfahrung und deinem Aufwand ab. Zahlen dazu kannst du bei Kolleginnen und Kollegen erfragen. Wir nennen hier bewusst keine Preise, weil wir sie nicht belegen können.

Wie die ersten zehn Kunden meistens aussehen

Die ersten Aufträge kommen selten über eine Anzeige. Sie kommen über Menschen, die dich schon kennen: Bekannte mit einem kleinen Betrieb, ein Verein, in dem du Mitglied bist, der frühere Arbeitgeber, die Freundin mit einer Veranstaltung. Diese frühen Projekte sind oft klein, manchmal knapp bezahlt, und trotzdem wichtig, weil sie dein Portfolio sind.

Rechne damit, dass ein Teil davon Empfehlungen ist und ein Teil Anfragen, die im Sand verlaufen. Das ist normal. Wichtiger als die Zahl der Anfragen ist, dass jedes fertige Video zeigbar ist und du die Erlaubnis hast, es zu zeigen.

Was du als Selbständiger in Österreich klärst

Wer regelmäßig gegen Bezahlung arbeitet, braucht in Österreich in der Regel eine Gewerbeberechtigung oder fällt unter eine andere selbständige Tätigkeit. Welche Berechtigung für Videoproduktion, Fotografie oder Schnitt gilt, ist nicht für jede Tätigkeit gleich geregelt. Frag dazu die Wirtschaftskammer Steiermark und die Gewerbebehörde der Stadt Graz, bevor du anmeldest.

Außerdem solltest du bei der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (SVS) nachfragen, wie deine Versicherung aussieht, und beim Finanzamt klären, wie Einkommensteuer und Umsatzsteuer für dich laufen, auch ob die Kleinunternehmerregelung in Frage kommt. Wenn du angestellt bist, schau in deinen Dienstvertrag, ob eine Nebentätigkeit gemeldet werden muss. Rechtliche und steuerliche Details ändern sich, deshalb prüfe sie bei den Stellen selbst. Das ersetzt hier keine Beratung.

Denke auch an Urheber- und Nutzungsrechte: Halte schriftlich fest, wofür der Kunde das Video verwenden darf, und kläre Musiklizenzen, bevor du etwas veröffentlichst.

Was in den ersten Monaten schiefgeht

Typische Probleme sind zu niedrige Preise, unklare Absprachen und fehlende Anzahlung. Wenn der Umfang nicht schriftlich steht, wird aus einer Korrekturschleife schnell die fünfte. Ebenso häufig: Aufträge ohne Termin für die Lieferung, Material, das ohne Backup verloren geht, und Kunden, die erst nach Wochen zahlen.

Ein zweiter Stolperstein ist die Sichtbarkeit. Wer gut filmt, aber keine Seite hat, auf der man Beispiele, Leistungen und Kontakt findet, bleibt auf Empfehlungen angewiesen. Das kann reichen, macht den Verdienst aber schwer planbar.

  • Umfang, Änderungsschleifen und Liefertermin vorab schriftlich festhalten
  • Eine Anzahlung vereinbaren, bevor du drehst
  • Material doppelt sichern
  • Nur Arbeiten zeigen, für die du die Erlaubnis hast

Wo ein Websta-Profil in dieses Bild passt

Websta gibt dir eine Profilseite, die wie eine kleine Website aussieht: mit deinen Leistungen, Preisen, Fotos, einem Kontaktformular und Online-Buchung. Du kannst den Link an jeden schicken, den du triffst, und auf Visitenkarte, Instagram oder in E-Mails setzen. Über den Marktplatz können Menschen in der Nähe Anbieter nach Leistung und Ort finden und eine Aufgabe einstellen, auf die Anbieter Angebote machen.

Kartenzahlungen von Kunden werden über Stripe auf dein eigenes Bankkonto ausgezahlt, die Preise legst du selbst fest. Das ersetzt weder die Anmeldung noch die Arbeit an deinem Portfolio. Es nimmt dir nur die Aufgabe ab, bei jeder Anfrage Preise und Termine einzeln per Nachricht zu erklären.

Ein realistischer Start

Wähle ein bis zwei Leistungen, die du gut kannst, zum Beispiel Eventvideo oder Kurzclips für Betriebe, und baue dafür zwei, drei vorzeigbare Arbeiten. Kläre die Anmeldung, lege Pakete mit Preisen fest, richte dein Profil ein und sprich gezielt Betriebe und Vereine in deinem Stadtteil an. Ob daraus ein Nebenverdienst oder ein Hauptberuf wird, zeigt sich über Monate, nicht über Wochen.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich in Graz als Videograf nebenbei Geld verdienen?
Ja, viele starten neben einem Job. Du musst aber klären, ob dein Dienstvertrag eine Nebentätigkeit erlaubt und welche Anmeldung für deine Tätigkeit nötig ist. Auskunft geben die Wirtschaftskammer Steiermark und die Gewerbebehörde in Graz.
Brauche ich für Videoarbeit in Österreich ein Gewerbe?
Das hängt von der genauen Tätigkeit ab. Frage vor dem ersten bezahlten Auftrag bei der Wirtschaftskammer Steiermark oder der Gewerbebehörde der Stadt Graz nach, weil wir hier keine verbindliche Auskunft geben können.
Wie finde ich in Graz meine ersten Videokunden?
Meist über Bekannte, Vereine, kleine Betriebe und frühere Arbeitgeber. Zwei oder drei vorzeigbare Beispiele und eine Seite mit Leistungen und Kontakt helfen, dass Empfehlungen auch bei Fremden ankommen.
Wie setze ich als Anfänger einen Preis für ein Video fest?
Rechne die gesamte Arbeitszeit von Vorgespräch bis Export plus Kosten für Ausrüstung und Software. Biete Pakete mit klarem Umfang an und passe sie nach den ersten Aufträgen an.

Zu den Zahlen

Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.

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