Aktualisiert 23. Oktober 2026
Innenarchitekt, Interior Designer, Home Stager: was ist was?
In Deutschland ist die Bezeichnung Innenarchitekt rechtlich geschützt und an die Eintragung in die Architektenkammer des Landes gebunden. Für Bayern ist das die Bayerische Architektenkammer. Wer sich so nennt, hat eine entsprechende Ausbildung durchlaufen und darf auch bauvorlageberechtigte Planungen in dem Umfang übernehmen, der für das Fach vorgesehen ist.
Interior Designer, Raumgestalter oder Home Stager sind dagegen keine geschützten Titel. Das heißt nicht, dass die Arbeit schlechter ist, aber Sie sollten genauer nach Ausbildung, Erfahrung und Referenzen fragen. Wenn bauliche Eingriffe geplant sind, etwa das Versetzen von Wänden, sollte ein entsprechend qualifizierter Planer beteiligt sein.
Wie man in München Anbieter findet
Üblich sind Empfehlungen von Freunden, Architekten und Handwerkern, Portfolioseiten sowie Social Media. Gute Planer haben oft eine Warteliste, vor allem für größere Projekte.
Auf Websta finden Sie Anbieter im Bereich Interieur unter /marketplace/interior. Wie viele Profile für München vorhanden sind, sollten Sie in der Suche selbst ansehen; eine Zahl nennen wir nicht. Alternativ stellen Sie eine Aufgabe ein und lassen Angebote kommen.
Leistungsumfang festlegen
Die Spannweite ist groß: eine einmalige Beratung zu Farben und Möbelstellung, ein Einrichtungskonzept mit Einkaufsliste, die komplette Planung mit Handwerkerkoordination oder die Begleitung bis zur Übergabe. Klären Sie vorab, was Sie selbst übernehmen wollen und was der Anbieter leisten soll.
Je klarer der Umfang, desto genauer das Angebot. Beschreiben Sie Räume, Maße, Nutzung, Stilvorlieben und Bestandsmöbel, die bleiben sollen. Fotos und Grundrisse helfen.
- Beratung, Konzept oder Komplettplanung?
- Wer kauft Möbel und Materialien ein?
- Wer koordiniert Handwerker und Termine?
- Soll die Gestaltung bis zur Fertigstellung begleitet werden?
Honorar und Budget
Üblich sind Stundensätze, Pauschalen für definierte Pakete oder Honorare, die sich an den Baukosten orientieren. Für Innenarchitekten gibt es Honorarordnungen, nach denen sich viele Leistungen richten, aber die genaue Berechnung sollten Sie sich im Angebot erklären lassen. Wir nennen hier keine Beträge.
Sprechen Sie offen über Ihr Budget. Ein guter Planer arbeitet mit dem, was zur Verfügung steht, statt Sie in ein größeres Projekt zu drängen. Fragen Sie auch, ob der Anbieter Provisionen von Möbelhäusern oder Herstellern erhält und wie er das handhabt.
Portfolio und Kennenlernen
Sehen Sie sich Projekte an, die Ihrem ähneln: ähnliche Raumgrößen, ähnliches Budget, ähnliche Nutzung. Ein Portfolio voller großer Villen sagt wenig über eine kleine Mietwohnung. Achten Sie darauf, ob die Räume funktional wirken und nicht nur auf Fotos gut aussehen.
Ein erstes Gespräch zeigt, ob der Anbieter zuhört. Gute Planer fragen viel nach Alltag, Gewohnheiten und Stauraum, bevor sie Möbel und Farben vorschlagen.
Sammeln Sie vor dem Treffen Bilder von Räumen, die Ihnen gefallen, und von solchen, die Sie stören. Sagen Sie auch, wer die Räume nutzt: Kinder, Haustiere, Gäste, Homeoffice. Ein Entwurf, der schön aussieht, aber nicht zu Ihrem Alltag passt, hilft Ihnen wenig. Fragen Sie außerdem, wie der Planer mit Wünschen umgeht, die er für unpraktisch hält, und ob er Ihnen Alternativen zeigt.
Handwerker, Zeitplan und Zahlung
Wenn der Gestalter Handwerker vermittelt oder koordiniert, klären Sie, wer Vertragspartner ist: Beauftragen Sie die Handwerker selbst oder läuft das über den Planer? Das bestimmt, wer bei Mängeln der Ansprechpartner ist. Fragen Sie nach Zeitplänen, auch für Lieferzeiten von Möbeln, die bei Sonderanfertigungen lang sein können.
Abschläge nach Planungsstand sind üblich. Eine Rechnung mit allen Pflichtangaben sollten Sie in jedem Fall erhalten. Auf Websta bestimmt der Anbieter seine Preise selbst, Kartenzahlungen gehen über Stripe an sein Bankkonto.
Saison, Zentrum und Außenbezirke
Einrichtungsprojekte häufen sich vor Einzug, nach Geburten und im Herbst, wenn Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen. Rechnen Sie mit Vorlauf. Im Zentrum sind Altbauten mit hohen Räumen und besonderen Grundrissen verbreitet, in Außenbezirken häufiger Neubauten und Häuser mit Garten. Erfahrung mit Ihrem Gebäudetyp ist ein Pluspunkt; fragen Sie danach.
Wie Websta-Profile beim Vergleich helfen
Ein Profil zeigt Leistungen, Preise, Fotos, ein Kontaktformular und eine Online-Buchung auf einer Seite. So sehen Sie bei mehreren Gestaltern, was angeboten wird und wie die Arbeiten aussehen. Das Profil ersetzt das Gespräch und die Prüfung der Qualifikation nicht, hilft aber, eine kleine Auswahl für ein Kennenlernen zu treffen.
Vergleichen Sie am Ende nicht nur die Honorare, sondern auch, wie gut Sie sich verstanden fühlen. Ein Projekt dauert oft Wochen oder Monate, und Sie werden mit dem Planer viele Entscheidungen treffen. Wer zuhört, nachvollziehbar erklärt und Termine einhält, ist meist die bessere Wahl als ein Anbieter, der nur das günstigste Angebot macht.
Häufig gestellte Fragen
- Ist die Bezeichnung Innenarchitekt geschützt?
- Ja, in Deutschland ist sie an die Eintragung in eine Architektenkammer gebunden. Interior Designer ist dagegen kein geschützter Titel.
- Wie läuft ein Einrichtungsprojekt ab?
- Meist mit Bestandsaufnahme, Konzept, Auswahl von Möbeln und Materialien, Angebotseinholung und Umsetzung. Der Umfang steht im Angebot.
- Kann ich auch nur eine Beratung buchen?
- Viele Anbieter bieten einzelne Beratungen an. Fragen Sie nach Dauer, Preis und Ergebnis, etwa einem schriftlichen Konzept.
Zu den Zahlen
Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.
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