Aktualisiert 21. Oktober 2026
Das Profil auf Websta aufbauen
Ein Websta-Profil für Übersetzer sollte mehrsprachig angelegt sein. Falls Sie zwischen Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch wechseln, erstellen Sie separate Servicebeschreibungen in jeder Sprache, die Sie anbieten. Das ermöglicht es, bei der Suche gefunden zu werden.
Das Profil besteht aus mehreren Sections: eine Kurzbeschreibung Ihrer Tätigkeit, ein oder mehrere professionelle Fotos von Ihnen, eine detaillierte Liste der Sprachen und Fachbereiche, die Sie übersetzen, sowie Informationen zur Art der Auftragsannahme. Nutzen Sie klare, präzise Sätze statt ausschweifender Beschreibungen.
- Sprachen, die Sie beherrschen (Quell- und Zielsprache)
- Fachgebiete (zum Beispiel Technik, Recht, Medizin, Marketing)
- Arbeitsweise: nur schriftliche Übersetzungen, Lektorat, beglaubigte Übersetzungen oder mündliche Dolmetschereinsätze
- Verfügbarkeit und Bearbeitungszeiten
- Ein professionelles Foto
- Kontaktformular für Anfragen und Online-Buchung für Angebote
Wie Kunden nach Übersetzern suchen
In der Schweiz suchen Kunden Übersetzer über das Websta-Marktplatzmodul nach Service und geografischer Region. Der Marktplatzpfad lautet /marketplace/translation. Kunden können eine Aufgabe ausschreiben - zum Beispiel 'Englisch-Deutsch Übersetzung eines technischen Dokuments gesucht' - und Übersetzer in ihrer Region machen Angebote. Alternativ durchsuchen Kunden das Verzeichnis nach spezifischen Sprachen und Fachbereichen.
Die Schweiz hat vier Sprachregionen. Je nachdem, wo Sie tätig sind, werden Sie von Suchenden in dieser Region gefunden. Wenn Sie überregional arbeiten und Aufträge per Mail oder Telefon annehmen, notieren Sie dies deutlich im Profil. So vermeiden Sie Missverständnisse über lokale Verfügbarkeit.
Serviceangebot konkret formulieren
Nennen Sie nicht einfach 'Übersetzungen', sondern differenzieren Sie nach Leistungstyp. Unterscheiden Sie zwischen Vollübersetzungen, Lektoraten, beglaubigten Übersetzungen und eventuellen Dolmetschereinsätzen. Für jede Leistung können Sie ein separates Service-Element auf Websta anlegen.
Beispiel: 'Deutsch-Englisch Übersetzung technische Dokumentation', 'Französisch-Deutsch Lektorat', 'Beglaubigte Übersetzung für Behörden'. Dies hilft sowohl bei der Kundensuche als auch dabei, Anfragen zu vermeiden, die nicht in Ihr Leistungsspektrum passen. Geben Sie an, ob Sie Eilt- oder Standardaufträge annehmen und unter welchen Bedingungen.
Anforderungen für Selbstständige in der Schweiz
Übersetzer arbeiten in der Schweiz typischerweise als Einzelunternehmer. Sie müssen sich bei der Gründung informieren, ob eine Registrierung im Handelsregister erforderlich ist - das hängt von der Betriebsgröße ab. Überprüfen Sie dies mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) oder einem Gründungsberater. Für die meisten kleinen freiberuflichen Übersetzerbetriebe genügt eine einfachere Anmeldung.
Sozialversicherung und Steuern sind essentiell. Als Selbstständiger müssen Sie sich selbst in der AHV anmelden und Beitragszahlungen leisten. Zusätzlich führen Sie Steuererklärungen ein. Welche Kantone niedrigere Steuersätze haben, ist für Übersetzer ohne Büro vor Ort weniger relevant; wichtiger ist der Kanton, in dem Sie steuerpflichtig sind. Lassen Sie sich von einem Steuerberater oder dem kantonalen Steueramt beraten, insbesondere zur Mehrwertsteuer (MwSt.).
Für beglaubigte Übersetzungen gibt es zusätzliche Anforderungen. Sie müssen sich bei der zuständigen kantonalen Behörde anmelden und erfüllen Anforderungen zur Sprachkompetenz und Zuverlässigkeit. Der genaue Prozess unterscheidet sich kantonal. Erkundigen Sie sich beim Gericht oder der Justizorganisation Ihres Kantons.
Zahlungsabwicklung über Websta
Websta nutzt Stripe für Kartenzahlungen. Kunden zahlen per Karte, das Geld wird auf Ihr eigenes Bankkonto überwiesen. Das funktioniert für Schweizer Bankkonten. Bei der Profileinrichtung verknüpfen Sie Ihr Bankkonto mit Stripe. Prüfen Sie die Gebührenstruktur bei Stripe selbst, denn Websta gibt hier keine Vorgaben. So erhalten Sie Zahlungen direkt, ohne Umwege.
Die erste Stunde: Was Sie tun sollten
Verfassen Sie zunächst eine knappe, aussagekräftige Profilbeschreibung in zwei bis drei Sätzen. Beispiel: 'Übersetzer Deutsch-Englisch für technische und kaufmännische Texte. 10 Jahre Erfahrung. Bearbeitungszeit 5-10 Tage je nach Umfang.' Das reicht für den Anfang.
Laden Sie ein aktuelles, professionelles Foto hoch. Es muss nicht inszeniert sein, sollte aber klar und gut beleuchtet sein. Das erhöht Vertrauen.
Listieren Sie Ihre Sprachpaare und Fachbereiche auf. Seien Sie ehrlich: nur die Bereiche, in denen Sie wirklich sicher sind.
Richten Sie das Kontaktformular und die Anfragefunktion ein. Sie können hier festlegen, wie Kunden Aufträge anfragen und ob Sie sofort oder auf Anfrage ein Angebot machen.
Falls Sie beglaubigte Übersetzungen anbieten: erwähnen Sie dies im Profil, aber prüfen Sie vorher Ihren Zulassungsstatus beim Kanton.
Häufig gestellte Fragen
- Kann ich auf Websta als Übersetzer in mehreren Sprachen tätig sein?
- Ja. Sie können mehrere Services anlegen, zum Beispiel 'Deutsch-Englisch Übersetzung' und 'Französisch-Deutsch Übersetzung'. Beschreiben Sie jedes Sprachpaar und jedes Fachgebiet separat, so werden Sie bei der Suche korrekt gefunden.
- Wie funktioniert die Kundensuche auf Websta in der Schweiz?
- Kunden nutzen das Marktplatzmodul (/marketplace/translation), um Übersetzer nach Sprache und Region zu finden, oder sie schreiben eine Aufgabe aus. Sie können auch direkt Ihre Profilseite aufsuchen, wenn sie Ihren Namen kennen. Je präziser Ihr Profil ist, desto eher werden Sie für die passenden Aufträge gefunden.
- Muss ich mich im Handelsregister eintragen, um als Übersetzer selbstständig zu arbeiten?
- Das hängt von Ihrem Betrieb ab. Für die meisten freiberuflichen Übersetzer reicht eine einfache Anmeldung. Ob eine Handelsregistereintragung nötig ist, prüfen Sie beim SECO oder einem Gründungsberater. Auf jeden Fall müssen Sie sich in der AHV anmelden.
- Kann ich beglaubigte Übersetzungen anbieten und wie?
- Ja, aber Sie benötigen eine kantonale Zulassung. Der Prozess und die Anforderungen unterscheiden sich je nach Kanton. Kontaktieren Sie das Gericht oder die Justizorganisation Ihres Kantons, um zu erfahren, welche Schritte nötig sind. Erst dann sollten Sie dies im Profil anbieten.
- Wie erhalte ich Zahlungen von Kunden über Websta?
- Kunden bezahlen per Kreditkarte. Die Zahlungen laufen über Stripe und werden auf Ihr eigenes Schweizer Bankkonto überwiesen. Sie richten die Kontoverbindung bei der Profileinrichtung ein. Gebühren entstehen je nach Stripe-Vertrag.
Zu den Zahlen
Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.
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