Tierbetreuung in Wien: Mit Hundesitting und Gassi Geld verdienen

Wien ist eine Stadt mit vielen Haustieren, und viele Halter arbeiten ganztags, verreisen oder brauchen gelegentlich Unterstützung. Wer zuverlässig mit Hunden, Katzen oder anderen Tieren umgehen kann, hat damit ein Angebot, für das Menschen zahlen. Gleichzeitig geht es um Verantwortung für ein Lebewesen, und das hat rechtliche Seiten. Dieser Artikel zeigt, woher Kundschaft kommt, wie du Preise findest, wie die ersten Kunden aussehen und was in Österreich zu klären ist. Zusagen zu Einnahmen gibt es nicht.

Aktualisiert 22. Oktober 2026

Woher Kundschaft für Tierbetreuung kommt

Die Nachfrage kommt von Berufstätigen, die tagsüber nicht zu Hause sind, von Menschen, die verreisen, und von Haltern, die krank sind oder kurzfristig Hilfe brauchen. Typische Leistungen sind Gassi-Service, Betreuung zu Hause oder bei dir, Katzenbesuche während des Urlaubs und Tagesbetreuung. Vertrauen ist hier entscheidend, weil Halter dir Schlüssel, Wohnung und ihr Tier anvertrauen.

Der wichtigste Weg ist deshalb Empfehlung: Nachbarn, Hundewiese, Tierärztin, Hundeschule. Wer im Grätzl regelmäßig mit Hunden unterwegs ist, wird sichtbar. Wien hat viele Parks und Grünflächen, etwa Prater, Augarten, Donauinsel oder die Umgebung von Schönbrunn, in denen sich Halter treffen und Kontakte entstehen. Dazu kommt die Online-Suche nach „Hundesitter Wien“ oder „Katzenbetreuung im Urlaub“, bei der Nähe und Erfahrung zählen.

Den ersten Preis setzen

Der Preis sollte deine Zeit, die Wegzeit und die Verantwortung decken. Ein Gassigang dauert länger als die reine Spazierzeit, weil du das Tier abholst, zurückbringst und oft nachbereitest. Bei Betreuung über Nacht kommen Futter, Reinigung und Bereitschaft dazu. Vergleiche mit Angeboten in deinem Bezirk und überlege, ob du Pauschalen für Tag oder Nacht anbietest.

Sprich vorab offen über Geld: Preis pro Besuch oder Tag, Zuschläge für Feiertage oder mehrere Tiere, Absageregeln und was bei Tierarztkosten passiert. Letzteres ist wichtig: Kläre vorab, wer im Notfall entscheidet und wer zahlt. Ein befristeter Einstiegspreis ist möglich, wenn er klar so gekennzeichnet ist.

Wie die ersten Kunden aussehen

Die ersten Kunden sind meist Nachbarn, Bekannte oder Bekannte von Bekannten. Plane ein Kennenlernen mit Tier und Halter vor dem ersten Auftrag. Du siehst, wie das Tier reagiert, und der Halter sieht, wie du mit ihm umgehst. Lass dir Gewohnheiten, Futter, Medikamente, Eigenheiten und die Kontaktdaten der Tierärztin geben und halte sie schriftlich fest.

Einzelne Anfragen kommen online, oft kurzfristig vor einer Reise. Sei ehrlich, wenn du die Kapazität nicht hast, und nimm nicht mehr Tiere an, als du sicher betreuen kannst. Rechne damit, dass Halter am Anfang vorsichtig sind und kleine Aufträge testen.

  • Zuerst Nachbarn und Bekannte mit einem Tier.
  • Vor dem ersten Auftrag ein Kennenlernen mit Tier und Halter.
  • Schriftliche Informationen zu Futter, Medikamenten und Tierarzt.

Was du in Österreich klären musst

Wer Tiere gegen Entgelt betreut, übt in Österreich eine Tätigkeit aus, die je nach Umfang und Art gewerberechtlich eingeordnet wird. Zudem gelten Tierschutzvorgaben, und für die Haltung und Betreuung von Hunden gibt es in Wien eigene Regeln. Welche Anmeldung für dich nötig ist, erfährst du bei der Gewerbebehörde, in Wien beim Magistratischen Bezirksamt, und beim Gründerservice der Wirtschaftskammer Wien. Für tierschutzrechtliche Fragen kannst du dich an die zuständige städtische Stelle wenden, etwa das Tierschutz- und Veterinäramt der Stadt Wien.

Dazu kommen Pflichtversicherung bei der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) und Steuerfragen beim Finanzamt, einschließlich Umsatzsteuer und Kleinunternehmerregelung. Sehr wichtig ist eine Haftpflichtversicherung, die deine Tätigkeit abdeckt, denn Schäden durch Tiere können teuer werden. Frage auch nach Regeln für Leinenpflicht und Hundezonen in Parks. Wenn du angestellt bist, prüfe den Arbeitsvertrag auf Nebentätigkeiten.

Was in den ersten Monaten oft schiefgeht

Häufig sind es Gruppen, die nicht zusammenpassen, oder Tiere, deren Verhalten du unterschätzt hast. Nimm nur Tiere an, die du gut einschätzen kannst, und gehe langsam vor. Ein weiterer Fehler ist, zu viele Tiere gleichzeitig zu betreuen. Sicherheit geht vor Menge.

Dazu kommen fehlende Absprachen zu Schlüsseln, Notfällen und Tierarztkosten sowie zu niedrige Preise, die Wegzeit nicht abdecken. Und Wetter, Hitze und Krankheit sind Alltag: Plane Ersatz und Regeln, wenn du ausfällst.

Wo ein Websta-Profil hilft

Mit Websta bekommst du eine Profilseite, die wie eine kleine Website funktioniert: Leistungen mit Preisen, Fotos von dir mit Tieren, ein Kontaktformular und Online-Buchung. Halter sehen, was du anbietest und wann du Zeit hast, und können anfragen, ohne dass du alles per Nachricht erklären musst. Wer in der Nähe Tierbetreuung sucht, findet Anbieter im Marktplatz unter websta.ai/marketplace/pets, und dort lassen sich auch Aufgaben einstellen, auf die Anbieter Angebote machen.

Bei Kartenzahlung läuft das Geld über Stripe auf dein eigenes Bankkonto, die Preise bestimmst du selbst. Das ersetzt kein Vertrauen, aber es macht Buchung und Zahlung einfacher. Wie viele Anfragen kommen, lässt sich nicht vorhersagen.

Realistisch einordnen

Tierbetreuung kann in Wien ein Zusatzeinkommen sein, ist aber zeitintensiv, weil Tiere feste Zeiten brauchen und Wege dazukommen. Halte in den ersten Wochen fest, wie viel Zeit jeder Auftrag wirklich kostet, und passe Preise an. Wer klein anfängt, Tiere gut einschätzt und zuverlässig ist, baut sich über Empfehlungen einen Stamm auf.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich für Hundesitting in Wien eine Anmeldung?
Wer regelmäßig gegen Entgelt Tiere betreut, sollte die gewerberechtliche Einordnung klären. Das Magistratische Bezirksamt und der Gründerservice der Wirtschaftskammer Wien helfen dabei.
Wie viel kostet Gassi-Service?
Das hängt von Zeit, Wegen und Bezirk ab. Rechne Abholung, Rückbringen und Nachbereitung ein und vergleiche mit Angeboten in deiner Umgebung.
Brauche ich eine Haftpflichtversicherung für Tierbetreuung?
Sie ist sehr empfehlenswert. Frag bei einer Versicherung nach, ob deine Tätigkeit abgedeckt ist.
Wie bekomme ich Online-Zahlungen ausgezahlt?
Kartenzahlungen über Websta werden per Stripe auf dein eigenes Bankkonto ausgezahlt.

Zu den Zahlen

Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.

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