Aktualisiert 22. Oktober 2026
Woher Schüler und Schülerinnen kommen
Die Nachfrage kommt aus mehreren Richtungen: Eltern von Schulkindern, Jugendliche vor Prüfungen, Studierende, Erwachsene, die eine Sprache lernen oder Zertifikate brauchen. Fächer mit hoher Nachfrage sind typischerweise Mathematik, Deutsch, Englisch und andere Sprachen, aber auch Musik, Programmieren oder Prüfungsvorbereitung. Welche Fächer in deinem Bezirk besonders gefragt sind, merkst du an Gesprächen mit Eltern und an Anfragen.
Wege zu Schülern sind Empfehlung unter Eltern, Anschläge in Schulen oder Bibliotheken, soweit erlaubt, und die Online-Suche nach „Nachhilfe Mathematik Wien“ plus Bezirk. Familien suchen meist in der Nähe oder online. Wer Unterricht über Video anbietet, wird nicht mehr durch den Bezirk begrenzt, hat aber mehr Konkurrenz. In Bezirken mit vielen Familien und Schulen, etwa Donaustadt, Floridsdorf, Favoriten oder Währing, ist die Nachfrage sichtbar.
Den ersten Stundenpreis festlegen
Ein Stundenpreis sollte nicht nur die Unterrichtszeit decken. Vorbereitung, Materialien, Wegzeit und Nachbereitung gehören dazu, besonders wenn du individuell auf ein Kind eingehst. Vergleiche mit Angeboten in deinem Bezirk und überlege, ob du Einzel- oder Kleingruppenunterricht anbietest. Gruppen senken den Preis pro Person, erhöhen aber oft deinen Ertrag pro Stunde.
Kläre früh, wie Abrechnung und Absagen funktionieren: pro Stunde, im Paket oder monatlich. Eine kurzfristige Absage, die du nicht ersetzen kannst, kostet dich Zeit. Sprich außerdem offen über Erwartungen. Du kannst unterstützen und erklären, aber Noten nicht versprechen. Ein befristeter Einstiegspreis für die ersten Schüler ist möglich, wenn er klar so gekennzeichnet ist.
Wie die ersten zehn Schüler aussehen
Die ersten Schüler kommen fast immer aus deinem Umfeld: Kinder von Bekannten, Nachbarn, Kolleginnen. Sie geben dir Gelegenheit, deine Methode zu prüfen. Was funktioniert bei einem Kind, das Mathematik hasst? Wie erklärst du denselben Stoff anders, wenn die erste Erklärung nicht ankommt?
Einzelne Eltern melden sich über die Suche und stellen Fragen zu Erfahrung, Ablauf und Preis. Sie wollen oft einen Probetermin. Biete ihn an und kläre danach ehrlich, ob die Chemie stimmt. Rechne damit, dass nicht jeder bleibt und dass manche nur vor einer Schularbeit Unterstützung brauchen.
- Zuerst Kinder und Jugendliche aus dem Bekanntenkreis.
- Dann Eltern, die über die Suche kommen und einen Probetermin möchten.
- Kurzzeitige Betreuung vor Prüfungen neben regelmäßigem Unterricht.
Was du in Österreich klären musst
Ob Nachhilfe und Unterricht als Gewerbe oder anders eingeordnet werden, hängt von der Art der Tätigkeit ab. Frag bei der Gewerbebehörde, in Wien beim Magistratischen Bezirksamt, beim Gründerservice der Wirtschaftskammer Wien, beim Finanzamt und bei der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) nach, welche Form für dich passt. Danach geht es um Pflichtversicherung, Einkommensteuer, Umsatzsteuer und die Kleinunternehmerregelung.
Wenn du im Schuldienst oder bei einem anderen Arbeitgeber angestellt bist, prüfe, ob und wie Nebentätigkeiten gemeldet werden müssen und ob Nachhilfe für Schüler deiner eigenen Schule erlaubt ist. Bei Kindern gelten besondere Sorgfaltspflichten. Kläre Absprachen mit den Eltern, auch zu Ort und Aufsicht, und denke an Datenschutz, wenn du Daten von Kindern speicherst.
Was in den ersten Monaten oft schiefgeht
Häufig sind zu niedrige Preise und fehlende Regeln bei Absagen. Wer jede kurzfristige Absage hinnimmt, arbeitet am Ende unbezahlt. Ein zweiter Fehler sind zu viele Fächer und Altersgruppen auf einmal. Spezialisiere dich zuerst, damit du Material und Erfahrung aufbauen kannst.
Ein weiteres Problem ist Zeitplanung: Die meisten Familien wollen Termine am Nachmittag oder Abend, genau dann, wenn auch du frei bist, aber auch andere Verpflichtungen hast. Lege feste Zeitfenster fest. Und kläre mit den Eltern früh, wie sie Fortschritt sehen wollen, damit nicht nach wenigen Wochen Enttäuschung entsteht.
Wo ein Websta-Profil hilft
Mit Websta bekommst du eine Profilseite, die wie eine kleine Website funktioniert: Fächer und Leistungen, Preise, Fotos, ein Kontaktformular und Online-Buchung. Eltern können Preise sehen und eine Probestunde anfragen, ohne dass du alles per Nachricht erklären musst. Wer in der Nähe nach Unterricht sucht, findet Anbieter im Marktplatz unter websta.ai/marketplace/education, und dort lassen sich auch Aufgaben einstellen, auf die Anbieter Angebote machen.
Bei Kartenzahlung läuft das Geld über Stripe auf dein eigenes Bankkonto, die Preise bestimmst du selbst. Das ersetzt keine gute Erklärung, aber es macht Buchung und Zahlung einfacher. Wie viele Anfragen kommen, lässt sich nicht vorhersagen.
Realistisch einordnen
Nachhilfe ist ein Zusatzeinkommen, das sich in Wien gut aufbauen lässt, weil Bedarf besteht und der Einstieg klein sein kann. Es wächst über Empfehlungen, nicht über Werbung. Halte nach den ersten Wochen fest, wie viele Stunden du wirklich unterrichtest und wie viel Vorbereitung sie kosten, und passe deinen Preis an.
Häufig gestellte Fragen
- Muss ich für Nachhilfe in Österreich ein Gewerbe anmelden?
- Das hängt von der Tätigkeit ab. Das Magistratische Bezirksamt, der Gründerservice der Wirtschaftskammer Wien, das Finanzamt und die SVS sagen dir, was für dich gilt.
- Wie viel kostet Nachhilfe pro Stunde?
- Das bestimmst du selbst. Rechne Vorbereitung, Wegzeit und Material ein und vergleiche mit Angeboten in deinem Bezirk.
- Wie finde ich meine ersten Schüler?
- Über Bekannte, Empfehlungen unter Eltern und die lokale Online-Suche. Ein Probetermin hilft bei der Entscheidung.
- Wie bekomme ich Online-Zahlungen auf mein Konto?
- Kartenzahlungen über Websta werden per Stripe auf dein eigenes Bankkonto ausgezahlt.
Zu den Zahlen
Die Zahlen in diesem Leitfaden wurden aus dem Websta-Katalog zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes entnommen und oben aus dem Live-Katalog aktualisiert. Ein Teil des Katalogs wurde aus dem öffentlichen Unternehmensregister erstellt und ist auf jedem Profil entsprechend gekennzeichnet.
Verwandte Leitfäden
- Nachhilfe und Privatlehrer in Wien finden: Worauf es ankommt
- Als Buchhalter in Wien Geld verdienen: Kunden, Preise, Regeln
- Geld verdienen als Künstler oder Designerin in Wien: Der Start
- Als Barber in Wien Geld verdienen: Kunden, Preise, Anmeldung
- Geld verdienen als Kosmetikerin oder Nagelstylistin in Wien
- Als Handwerker oder Renovierer in Wien selbstständig Geld verdienen